Mit der ins Plattdeutsche übertragenen Komödie EXTRAWURST ist die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin am Sonntag, 2. Juni, um 16 Uhr, in Neustrelitz am Landestheater zu Gast
„In’n Frieden un in’n Krieg behöllt de Einigkeit denn’ Sieg“. Noch Fragen? Dann ist das so beschlossen. Am Ende einer Vereinssitzung im Tennisclub, souverän durchmoderiert vom frisch wiedergewählten Vorsitzenden, soll vor der Buffet-Eröffnung unter Punkt 7. ‚Sonstiges‘ nur noch fix über den Kauf des neuen Grills abgestimmt werden. Da entzündet sich an der Frage, wo denn das Halal-Grillgut des türkischstämmigen Mitglieds gebraten werden soll, eine Diskussion, in deren Verlauf sich der Tennisverein komplett zerlegt. Dabei hatte der Betroffene zunächst gar kein Problem, wohl aber mit dem nun folgenden Umgang damit. Und sehr bald geht es gar nicht mehr um die Wurst, sondern in wechselnden Fronten um Fleischesser:innen gegen Vegetarier:innen, Religiöse gegen Atheist:innen, Gutmenschen gegen Hardliner:innen, Feminist:innen gegen Chauvis, Mitglieder gegen Vorstände – schlicht und einfach: ums Prinzip wie ums Überleben, also jede:r gegen jede:n.
Das Pastewka-Autorenduo, auch für die TV-Serie Stromberg bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, versetzt seine Zuschauer:innen mitten hinein in einen unserer oft genug absurden, selbstgerechten Kulturkämpfe. Und als Teil der Mitgliederversammlung kann das Publikum gelegentlich sogar mit abstimmen.
Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt sind wieder zu Gast im Ruppiner Land und haben ein Schmuckstück des modernen Boulevardkomödien-Repertoires im Gepäck: Fred Apkes „Das Huhn auf dem Rücken“ – ein kurzweiliges Stück über Nachbarschaftsliebe und Ehedramen – steht am 3. Mai um 19 Uhr auf dem Spielplan des Rheinsberger Schlosstheaters.
Die Handlung ist wie sie für eine Boulevardkomödie im Buche steht: Frau Kobalds Gatte hat ihren Geburtstag vergessen – und nun liegt er tot am Fuße der Treppe. Ob man diesen Sturz wie einen Unfall aussehen lassen könnte? Frau Kobald bittet ihren Nachbarn, den Cellisten Bonsch, um Hilfe. Die beiden konnten sich noch nie ausstehen. Doch als Bonsch erfährt, welches Ehe-Martyrium Frau Kobald hinter sich hat, will der ebenfalls beziehungsgeschädigte Cellist die Tat mitvertuschen. Dabei kommen sich die beiden einsamen Menschen näher.
Am Freitag, 22. März, feiert die Komödie Alle meine Männer von Ray Cooney, Bearbeitung von Michael Barfoot, Deutsch von Frank-Thomas Mende, im Schauspielhaus Neubrandenburg Premiere – als deutschsprachige Erstaufführung in einer neuen Bearbeitung, in der aus der männlichen Hauptfigur John kurzerhand Jackie wird. Ray Cooney ist für seine unschlagbar gut geschriebenen Komödien weltberühmt. Die 1982 im Londoner West End uraufgeführte Farce »Doppelt leben hält besser – Taxi, Taxi“ (im Original: »Run for your wife«) steckt voller absurder Wendungen und bricht jedes Tabu.
Jackie Smith ist Taxifahrerin in London und glücklich verheiratet: in Wimbledon mit Mark und in Streatham mit Barry! Garant für dieses komplizierte Lebensmodell ist Jackies organisatorisches Geschick und ein meisterhaft ausgetüftelter Stundenplan. Bis ein Unfall die scheinbar makellose Planung ruiniert. Nun ist nur noch das Chaos perfekt. Im Labyrinth aus phantastischen Ausreden und Lügen läuft Jackie zu Höchstform auf: Nachbarin Stella wird kurzerhand zur Verbündeten, heißen Affäre oder zum vernachlässigten Kind – bis sich keiner mehr auskennt und nicht nur die Polizei dem Gesetz der Verrücktheit erliegt.
Die Theater und Orchester GmbH lädt ein zu bester Unterhaltung: „Die spanische Stunde“, eine musikalische Komödie von Maurice Ravel, hat am Sonnabend, 2. Dezember, um 19.30 Uhr, in deutscher Sprache im Landestheater Neustrelitz Premiere. Zu erleben sind Julia Baier-Tarasova, Andrés Felipe Orozco, Bernd Könnes, Gabriel Wernick, Ryszard Kalus.
Während der Uhrmacher Torquemada unterwegs ist und die Rathausuhren wartet, empfängt seine Frau Conception ihren Liebhaber Gonzalvo. Stören tut da nur der Mauleseltreiber Ramiro mit seiner kaputten Uhr. Als noch ein zweiter Liebhaber von Conception im Laden erscheint, ist das Chaos schließlich komplett. Beide Verehrer werden nun in große Uhrgehäuse gesteckt, die der gutmütige Ramirow hin und her räumt. Und dann kommt auch Torquemada wieder zurück… Die klassische frivole Komödie ist eine ebenso geistreiche wie auch sinnliche Komposition und erzählt von der Liebe in all ihren Facetten.
Carolyn Sittig (Inszenierung) studierte an der École du Louvre in Paris Kunstgeschichte und an der RWTH in Aachen Architektur. Ihre Leidenschaft für die dramatische Kunst führte sie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wo sie ihr Studium der Opernregie fortsetzte. Als wahre Entdeckerin der Kunst pendelt ihre Arbeit ständig zwischen darstellender Kunst und bildender Kunst. Regie führte sie u.a. am Grand Théâtre de l’Opéra National de Bordeaux, am Theater Krefeld, am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, an der Opera Zuid in Maastricht, am Theater Bremen oder am Stadttheater Gießen. Sie lebt in Frankreich und Deutschland, wo sie außerdem diverse Ausstellungen und Performances hat.
Johann Jörg (Bühnen- und Kostümbild) studierte Bühnenbild, Kostüm und Film an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Assistenzen an der Oper Frankfurt, Oper Genf sowie Arbeiten am Burgtheater mit Herbert Achternbusch, am Theater Der Kreis mit George Tabori und an der Bayrischen Staatsoper München mit Erich Wonder. Seit 1989 freischaffender Bühnenbildner und Kostümbildner, u.a. am Schauspielhaus Zürich, Schauspielhaus Düsseldorf, Theater Braunschweig, Darmstadt, Solothurn und Luzern. Arbeiten an der Staatsoper unter den Linden, Oper Leipzig, Opera Zuid in Maastricht, Oper Dortmund, Nationaltheater Mannheim und der Finnischen Nationaloper in Helsinki.
Daniel Klein (Musik) studierte Klavier an der Folkwang Hochschule Essen und Dirigieren an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als Gastkorrepetitor war er bislang u. a. für das Aalto Theater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und das Theater Hagen tätig. Klein begann seine künstlerische Laufbahn an der deutschen Oper am Rhein als Ballettrepetitor. Nach Engagements am Staatstheater Cottbus und dem Theater Münster war er 2. Kapellmeister an der Staatsoper Hannover, wo er eine Vielzahl an Opern und Ballettproduktionen dirigiert und neu einstudiert hat. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er fest als 1. Kapellmeister an der TOG Neubrandenburg/Neustrelitz engagiert.
Weitere Vorstellungen: Sa. 16.12., 19:30 Uhr, Fr. 22.12., 19:30 Uhr, Fr. 5.1., 19:30 Uhr, Sa. 17.2., 19:30 Uhr
Tickets unter 03981 20 64 00 oder einfach online buchen unter https://tog.de
DIE AFFÄRE RUE DE LOURCINE hat am kommenden Freitag, den 10. November, um 19.30 Uhr, im Schauspielhaus Neubrandenburg Premiere. Die Komödie von Eugène Labiche (Deutsch von Elfriede Jelinek) ist ein atemloses Versteck- und Verwechslungsspiel um die Gedächtnislücke einer durchzechten Nacht. Es spielen Karen Kanke, Anika Kleinke, Thomas Pötzsch, Burkhard Wolf, Noah Alexander Wolf.
Lenglumé erwacht schwer verkatert und kann sich an nichts, absolut nichts erinnern. Auch nicht an den Mann, der neben ihm im Bett schnarcht. Und damit beginnt ein atemloses Versteck- und Verwechslungsspiel um die Gedächtnislücke der durchzechten Nacht. Denn in der Rue de Lourcine ist ein Mord geschehen. Und Leglumé und sein Bettnachbar, der sich als alter Schulfreund entpuppt, sind sich plötzlich nicht mehr so sicher, zu was sie am Ende fähig wären. In um sich greifender Verzweiflung wird nun vertuscht, verdreht und turbulent aneinander vorbei gesprochen! Eugène Labiches Stück ist ein Klassiker der Komödie – zum großen Amüsement des Publikums.
Eugène Labiche (1815-1888) gilt als Erfinder der Boulevardkomödie (er schrieb u.a. „Ein Florentiner Hut“, „Das Sparschwein“). Labiche war ein Vielschreiber, der bekannt wurde durch derbe Vaudeville-Komödien (die ihn, zu seinem Bedauern, nicht an die Comédie-Française brachten). In diesen Komödien geht es um Wirren der Liebe und andere Katastrophen im Leben des Bürgertums. „Die Affäre Rue de Lourcine“ 1857 geschrieben, wurde am Théâtre du Palais-Royal in Paris uraufgeführt – und ist ein ungewöhnliches Labiche-Stück, da es einen doppelten Boden hat.
INSZENIERUNGSTEAM
Martina Eitner-Acheampong(Inszenierung) studierte von 1981 bis 1985 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Außenstelle Rostock. Nach ihrem Studium folgten Engagements an den Theatern Rudolstadt, Greifswald, Leipzig und Bochum, ab 2006 Gastengagements in Zürich, Essen, Bochum und Berlin. Sie arbeitete unter der Regie u. a. von Konstanze Lauterbach, Armin Petras, Wolfgang Engel, Kazuko Watanabe, Karin Henkel, Matthias Hartmann, Jürgen Kruse und Helge Schneider. Seit 1991 führt sie selbst Regie (u.a. am Neuen Theater Halle, an den Theatern Heilbronn, Bielefeld und Konstanz, an der Landesbühne Detmold, am Schauspielhaus Bochum sowie am Staatstheater Augsburg und Stuttgart). In Film und Fernsehen ist sie häufig zu sehen u.a. in diversen Folgen „Tatort“, der Fernsehserie „Dr. Klein“, dem Kinofilm „Radio Heimat – Damals war auch scheiße“, der Serie „Stromberg“ und der französischen Serie „Parlament“ über die EU sowie den Kinofilmen „Der Junge muss an die frische Luft“ und in Fatih Akins „Der goldene Handschuh“.
Jan Steigert (Bühnen- und Kostümbild) wurde 1968 in Karlsruhe geboren. Von 1992 bis 1996 studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum. Bereits während des Studiums war er ab 1992 Hospitant für Bühnenbild am Schauspielhaus Bochum, an der Deutschen Oper am Rhein und am Staatstheater Karlsruhe. Ab 1997 assistierte er dem Bühnenbildner Stefan Meyer am Schauspielhaus Bochum unter der Intendanz von Leander Haußmann. In dieser Zeit als Assistent arbeitete er für Regisseure wie Jürgen Kruse, Christof Nel, Dimiter Gotscheff und Peter Stein. Mit Peter Stein entstanden Arbeiten für die Salzburger Festspiele und die Walisische National Oper in Cardiff (u.a. „Wozzeck“ unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado). Im Rahmen der Expo 2000 in Hannover übernahm er die Assistenz bei Peter Steins „Faust 2“. Seit 2000 arbeitet Jan Steigert als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner für Sprech- und Musiktheater, wobei er auch Erfahrungen in den Bereichen Film und Fernsehen sowie Architektur sammelte. Regelmäßige Kooperationen mit den Regisseuren Torsten Krug, Martina Eitner-Acheampong und Amina Gusner führten ihn ans Grillo Theater Essen, das Centraltheater Leipzig, an die Bühnen der Stadt Gera-Altenburg, ans Staatstheater Braunschweig und Schauspielhaus Bochum und Chemnitz uvm.
Alan Kofi Acheampong (Musik) Künstlername: Ishr, ist 1993 in Leipzig geboren. Früh hatte er Klavierunterricht und wechselte als Teenager zu „seinem“ Instrument: Drums & Percussion. Nach Abitur und Tischlerlehre arbeitet er nun als freier Komponist für elektronische Musik und als Produzent. Neben den Bands IVENH (Death Metal) und Heldmanns Sohn (Singer-Songwriter) spielte er auch live bei verschiedenen Theaterabenden und Lesungen u.a. mit Martina Eitner-Acheampong, bei der Bochum Biennale: „Meteor“ (Karel Čapek), „Picknick am Wegesrand“ (Boris + Arkadji Strugatzki). Am Theater Chemnitz schrieb er die Theatermusik für „Der kleine Prinz“ und „Ein Sommernachtstraum“.
Weitere Vorstellungen 2023
Fr. 17.11., 19:30 Uhr; Fr. 1.12., 19:30 Uhr; Do. 7.12., 19:30 Uhr; Fr. 15.12., 19:30 Uhr; So. 31.12., 16 und 20 Uhr. Kartenwünsche unter 03981 20 64 00 oder Ticket einfach online buchen unter https://tog.de
Josefin Ristau, Nele Rößler, Angelika Hofstetter, Antonia Wiedemann und Joana Damberg (von links) erzählen als Dienstmädchen den Roman von Jana Austen nach. Szenenfotos: Theresa Lange
Das Stück muss man einfach gesehen haben! Gestern Abend hatte auf dem Neustrelitzer Theatervorplatz die musikalische Liebeskomödie „Stolz und Vorurteil* – *oder so“ ihre umjubelte Premiere. Beim Schreiben dieser Zeilen bin ich noch immer voller Begeisterung für das, was dort geboten wurde. Um mit dem Titel zu spielen: Ich bin nicht ohne Vorurteil in die Aufführung gegangen. Immerhin stammt die Romanvorlage der britischen Schriftstellerin Jane Austen aus dem Jahr 1813. Da steigt einem gedanklich schon ein bisschen Staub in die Nase, Klassiker hin, Klassiker her. Ganz falsch gedacht: spritzig, ungemein witzig, originell und sehr heutig, was da abgeht. Jetzt bin ich als bekennender Lokalpatriot stolz, dass unser Landestheater Neustrelitz eine so grandiose Inszenierung auf die Bühne bzw. auf die Treppe vor dem Bühnenhaus gebracht hat.
Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz und die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin kooperieren bei „Stolz und Vorurteil* – *oder so“. Mit Josefin Ristau und Angelika Hofstetter ist das Neustrelitzer Schauspielensemble hervorragend vertreten, Nele Rößler, Joana Damberg und Antonia Wiedemann sind schon sehr professionelle Schauspielstudentinnen. Die fünf Frauen brennen ein wahres Feuerwerk ab, köstlicher kann man sein Publikum nicht unterhalten. Wobei sie permanent die Rollen wechseln. Nele Rößler hat diesbezüglich besonders viel zu stemmen, sie verkörpert nicht weniger als sieben Personen. Da reicht die Zeit teilweise nicht, sich hinter den Kulissen umzuziehen, was das Gaudium nur noch steigert. Das ist schon Power zum Quadrat des Quintetts, in bester Schauspielqualität, auch gesanglich quer durch Hits der 80er Jahre und mit Tanzeinlagen sehr erfreulich. Regie führte Anne-Kathrin Gummich, für die Bühnenausstattung und die Kostüme sorgte Amanda Siegert, für die musikalische Einstudierung steht Pascal von Wroblewski und die Dramaturgie oblag Stefanie Esser.
Miminnen danken Jane Austen
Am Ende der Aufführung danken die Miminnen Jane Austen. Ich maße mir mal die Stellvertretung der Autorin an und verneige mich im Gegenzug vor den Akteurinnen. Wie inspirierend und damit unsterblich ihr Roman offenkundig ist, hätte der Engländerin mit Sicherheit gefallen.
Haben tolle Wochen hinter sich: Frank Pergande, Martina Buchert, Roland Tuma, Martina Wenk, André Gross, Monika Meyer, Haidrun Pergande, Marlies Kahl, Gerhard Möhl und Souffleuse Kathrin Müller (von links). Foto: Kristin Buchert
Minutenlang Standing Ovations, Bravorufe und Pfiffe der Begeisterung – die Kellerbühne FreiGespielt hat bei der finalen Vorstellung ihrer aktuellen Komödie „Club der Pantoffelhelden“ am Sonnabendabend im Alten Feuerwehrhaus in Mirow alles ernten dürfen, was sich Schauspieler wünschen. Zur Dernière hatten die Mimen noch einmal voll aufgedreht und ihrer Erfolgskomödie von Hans Schimmel mit improvisierten Einlagen zusätzliche Würze verliehen. Dem Publikum war vorab wieder fürsorglich geraten worden, nicht an sich zu halten und dem Lachen freie Bahn zu lassen. Der „Gesundheitstipp“ wurde über alle Maßen beherzigt. Zwischenzeitlich sang der ganze Saal mit den drei Pantoffelhelden bei deren Aufbruch zur Fremdenlegion „I was born under a wandering star“.
Die FreiGespielten haben Strelitzius ausdrücklich ermächtigt, den mehr als tausend Besuchern der Aufführungen in den vergangenen Wochen Dank zu sagen: für den Besuch der Vorstellungen, zu denen oft genug noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten, für den überwältigenden Applaus, für die tiefe Zuneigung und die Anerkennung, die der seit mehr als 21 Jahren bestehenden Truppe gezollt wurden. Am kommenden Donnerstag wollen die Komödianten bei einem gemeinsamen Essen in Mirow über die Zukunft sprechen. Was dabei herauskommt, es wird hier im Blog zu lesen sein.
Im Mirower Kaffeehus Kittendorf gehen in dieser Woche die letzten Tickets für die Erfolgskomödie „Club der Pantoffelhelden“ der Kellerbühne FreiGespielt über den Tresen bzw. werden reserviert. Wer also noch in Beifall und Jubel einstimmen will, die der Schauspieltruppe für ihre aktuelle Inszenierung bereits mehr als reichlich gespendet wurden, muss sich jetzt sputen.
Während für kommenden Freitag, 14. Juli, nur noch wenige Karten zu haben sind, sieht es am Sonnabend, 15. Juli, zum Finale noch etwas besser aus. Vorstellungsbeginn im Alten Feuerwehrgebäude an der Rotdornstraße, dem neuen Auftrittsort der Truppe, ist in beiden Fällen um 19.30 Uhr.
Nach dem furiosen Auftakt vor gut einer Woche (Strelitzius berichtete) und einer kleinen Verschnaufpause attackiert die Kellerbühne FreiGespielt am kommenden Wochenende in Mirow erneut die Lachmuskeln ihrer Zuschauer. In der Alten Feuerwache in der Rotdornstraße, der neuen Spieladresse der Mimen, wird am Freitag und am Sonnabend jeweils um 18 Uhr in den „Club der Pantoffelhelden“ eingeladen. Wie von Ticketvorverkäuferin und Caterin Christine Kittendorf eben zu erfahren war, gibt es für die Vorstellung am Freitag nur noch Restkarten, während für den Sonnabend das verbleibende Kontingent etwas größer ist.
„Trotz des Bilderbuchwetters ist der Theaterbesuch nur zu empfehlen“, so die Partnerin der FreiGespielten. Schließlich logierten die Komödianten nicht nur unmittelbar an der Mirower Wasserkante, sondern verfügten außerdem über eine angenehm kühl temperierte Spielstätte mit gepflegtem Imbiss- und Getränkeangebot. Und der Besuch einer der Vorstellungen lasse sich trefflich mit einem Spaziergang über die malerische Schlossinsel kombinieren. Mehr könne man nicht erwarten.
Auch die Aufführung am 23. Juni ist schon so gut wie ausverkauft. Für die übrigen Termine (siehe unten) sind noch ausreichend Karten vorhanden.
Die Kellerbühne FreiGespielt 2023: von links Frank Pergande, Roland Tuma, Martina Buchert, André Gross, Martina Wenk, Marlies Kahl, Haidrun Pergande, Monika Meyer, Gerhard Möhl und Souffleuse Kathrin Müller.Foto: Kristin Buchert
Die Mimen der Kellerbühne FreiGespielt haben ihr Handwerk nicht verlernt. Nach fünf Jahren coronabedingter Zwangspause standen sie gestern Abend wieder in Mirow auf der Bühne, und das Publikum lag den Komödianten wie schon seit mehr als zwei Jahrzehnten zu Füßen. Mit minutenlangem Applaus, Bravorufen und Pfiffen der Begeisterung wurde die Premiere des Dreiakters „Club der Pantoffelhelden“ aus der Feder von Hans Schimmel bedacht.
Foto: Kristin Buchert
Dass der Abend ein Erfolg wird, daran hatte Bürgermeister Henry Tesch übrigens keinen Zweifel. Er schrieb vorab an die Kellerbühne: „Ich habe mit großer Freude die Vorbereitungen verfolgt, das Sich-Motivieren, die Anstrengungen und auch die Aufregung und Vorfreude. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass euch die heutige Premiere gelingt. Ich freue mich darauf, eine der nächsten Aufführungen zu besuchen.“
Premiere als Theaterspielort hatte auch die Alte Feuerwache an der Rotdornstraße. Es bedarf angesichts ausstehender baulicher Maßnahmen noch einiger Phantasie, aber es gibt wohl keinen Zweifel mehr daran, dass hier eine außergewöhnliche Kulturstätte entsteht. Was vom Mirower Buchhändler Peter Schmitt mit seinen Veranstaltungen angeschoben worden ist, das setzen die FreiGespielten jetzt mit ihren Vorstellungen fort. Peter Schmitt hat es mir gegenüber so formuliert: der Stadt etwas Bleibendes geben und das Miteinander fördern. Zum berauschenden Erfolg des gestrigen Abends unbedingt beigetragen hat das Kaffehus Kittendorf. Chefin Christine Kittendorf hat nicht nur einmal mehr den Ticketvorverkauf für die Kellerbühne übernommen, sondern sorgt auch gemeinsam mit einer Mitarbeiterin niveauvoll für die gastronomische Versorgung der Theatergänger.
Für die heutige Aufführung um 15 Uhr sind noch einige Karten an der Tageskasse zu haben. Ein Sonntagnachmittag bei den FreiGespielten an der Mirower Wasserkante, unbedingt zu empfehlen. Weitere Vorstellungen, zum Teil schon stark verkauft, siehe unten.