Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ist vom 12. bis 15. Juni 2023 Gastgeberin einer internationalen Delegation der Special Olympics World Games (SOWG). Die Special Olympics sind die weltweit größte Sport-Veranstaltung für Menschen mit geistiger und mit mehrfacher Behinderung.
Insgesamt gibt es 216 Host Towns. Diese 216 kommunalen Projekte werden eine offene, vielfältige Gesellschaft prägen. Das größte kommunale Inklusionsprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik stiftet ein neues Miteinander und öffnet den Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics World Games Berlin 2023 hinaus. Die Host Towns – und somit auch die Vier-Tore-Stadt – empfangen internationale Delegationen. Vier Tage lang wird Neubrandenburg Gastgeber für die Athletinnen und Athleten und deren Angehöriger vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin sein. „Das Programm ist ein Baustein der Special Olympics World Games Berlin 2023 für eine nachhaltig inklusive Gesellschaft“, betont Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD).
Die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) beginnen am Dienstag, den 4. Januar, eine Fahrgastzählung in ihren Bussen. Konkret soll ermittelt werden, wie viele Menschen mit Schwerbehindertenausweis den Stadtbusverkehr nutzen.
Die Zählung wird zunächst 14 Tage lang von einem unabhängigen Fremdunternehmen im Auftrag der NVB durchgeführt. Bis zum Ende des Jahres wird sie in jedem Quartal wiederholt.
Fritscheshofer Straße. Fotos: Stadt Neubrandenburg
In der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg wurden auch in diesem Jahr wieder mehrere Bushaltestellen barrierefrei umgestaltet. 2021 konnten an insgesamt zwölf Haltestellen die Vorgaben aus dem sogenannten Barrierefreiheitsprogramm umgesetzt werden (164 Bergstraße, 25 Unkel-Bräsig-Straße, 148 Uns Hüsung, 118 Datzeberg NO, 139 Schimmelweg, 155 Am Ihlenpool, 11 Friedenskirche, 168 Fritscheshofer Straße, 41 und 55 Robert-Koch-Straße, 24 Unkel-Bräsig-Straße und 117 Datzeberg Nordost). Dafür wurden insgesamt rund 880.000 Euro investiert. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat diese Baumaßnahmen mit etwa 660.000 Euro gefördert.
In den vergangenen Jahren wurden bereits Bushaltestellen in Abstimmung mit der Behindertenbeauftragten der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ausgebaut. Dieser Umbau beinhaltet unter anderem den Einbau von Sonderborden mit entsprechender Höhe (Kasseler Borde), die eine ausgeglichene Einstiegshöhe ermöglichen und von Bodenindikatoren, einer entsprechenden Pflasterung, die für sehbehinderte Menschen die Haltestelle und das Einstiegsfeld erkennbar macht.
Von links Helge Oehlschläger, Hanns Joachim Supthut, René Czech, Magret Höppner. Foto: Ida & Freunde
Rund 100 Beschäftigte und Mitarbeiter der Neustrelitzer Werkstätten des IDA & Freunde e.V. und der Firma Karlhans Lehmann KG haben am vergangenen Freitag die 30-jährige Zusammenarbeit gefeiert. Der Geschäftsführer der Karlhans Lehmann KG Hanns Joachim Supthut sprach von einem tollen Team. „Wenn ich mit Lieferanten, Kunden oder Banken spreche, glauben diese gar nicht, dass es hier am Standort Neustrelitz einen so innovativen Hersteller für Fensterreinigungsgeräte gibt. Wir liefern unsere Produkte inzwischen in über 62 Länder und erreichen damit einen Exportanteil von 45 Prozent. Dieser Wert ist einmalige Spitze hier in MV. So geht Ware aus Neustrelitz in die USA, nach Singapur, Brasilien, Chile, Indien VAE, natürlich alle EU Staaten etc.“ Supthut stellte heraus, dass die vergangenen 30 Jahre von Freundschaft und einer guten Symbiose geprägt waren. Über die Jahre seien eine Menge Artikel hinzugekommen, die in den Neustrelitzer Werkstätten für sein Unternehmen hergestellt werden, ob in der Näherei, im Metallbereich, in der Tischlerei oder in der Verpackung. Sehr erwähnenswert sei, dass die Fehlerquote unter 0,5 Prozent liege.
Anschließend sprachen die Geschäftsführerin des IDA & Freunde e.V. Magret Höppner und der Werkstattratsvorsitzende René Czech noch Dankesworte. Höppner hob die Vielseitigkeit der Arbeiten für die Werkstätten in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen hervor. Der Partner sorge für Planungssicherheit und Stabilität und zeichne sich durch großes soziales Engagement aus. Das Fest anlässlich der 30-jährigen Kooperation sei auch eine Anerkennung der Leistung eines jeden Einzelnen.
Studierende der Diätetik an der Hochschule Neubrandenburg haben unter Leitung von Prof.in Dr.in Luzia Valentini (rechts) den Einkauf und die Lebensmittelzubereitung von Menschen mit Sehbehinderung untersucht.
In Deutschland leben schätzungsweise 1,2 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen. Alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen im Alltag – beispielsweise im Supermarkt: Ob kleine Preisschilder, Aktionsartikel im Laufweg oder häufig neu sortierte Ware, für Menschen mit Sehbehinderung ist der Einkauf allein nur schwer zu bewältigen. Sie benötigen Unterstützung, um die gewünschten Produkte zu finden, Preise zu lesen, offene Waren zu Verpacken oder das Mindesthaltbarkeitsdatum zu erkennen. Eine Studie der Hochschule Neubrandenburg hat sich nun erstmals in Deutschland dem Einkaufs-, Koch- und Ernährungsverhalten sehbehinderter Menschen wissenschaftlich genähert.
Im Ergebnis konnten Empfehlungen für den Einzelhandel formuliert werden, die es Sehbehinderten leichter machen, ihren Alltag selbst zu stemmen. „Zudem dient die Studie als Aufruf an uns Diätassistenten, Menschen mit Sehbehinderung zu berücksichtigen und unsere Beratungskonzepte auf sie anzupassen, um die Ernährungsqualität zu verbessern“, betont Prof. Dr. Luzia Valentini (Professur für Klinische Diätetik und Ernährung, Direktorin des In-Instituts für evidenzbasierte Diätetik NIED).
Die Idee für die Studie entwickelten Diätetik-Studierende im Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“. „Der Blinden- und Sehbehindertenverein Neubrandenburg hatte eine Vortragsanfrage an den Studiengang Diätetik gestellt und war interessiert an weiteren gemeinsamen Projekten “, erzählt Prof. Valentini. So griff sie das Thema gemeinsam mit ihren Studierenden auf. Die Nachwuchswissenschaftler*innen entwarfen die Befragung, führten sie durch und werteten sie aus.
Die Ergebnisse zusammengefasst:Drei Viertel der befragten Sehbehinderten benötigen die Unterstützung von Marktangestellten oder anderen Einkaufenden, insbesondere bei der Suche der Ware, dem Lesen der Preise und dem Lebensmitteltransport. Mittlerweile nutzen etwa 40 Prozent der Befragten elektrische Leselupen, 27 Prozent greifen auf spezielle Apps für Smartphones zurück, die Texte vorlesen können. Über 40 Prozent wünschen sich einen verbesserten Personalservice und eine Begleitung in der Einkaufsstätte. Sie äußern zudem den Wunsch nach mehr Barrierefreiheit, wie etwa keine Hindernisse durch Produkte, die mitten im Gang stehen.
Oberbürgermeister Silvio Witt und Stadtwerkechef Ingo Meyer während der Einweihung der Bushaltestelle in der Koszaliner Straße im Sommer 2019.Foto: Stadt Neubrandenburg
In der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg werden zwölf weitere Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. Dabei handelt es sich um folgende Anlagen: 164 Bergstraße, 25 Unkel-Bräsig-Straße, 148 Uns Hüsung, 118 Datzeberg NO, 139 Schimmelweg, 155 Am Ihlenpool, 11 Friedenskirche, 168 Fritscheshofer Straße, 41 und 55 Robert-Koch-Straße, 24 Unkel-Bräsig-Straße und 117 Datzeberg Nordost.
Der Neubrandenburger Baubetrieb MSH GmbH wird den Auftrag umsetzen. Die Stadt investiert dafür insgesamt rund 880.000 Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung fördert den Umbau der Haltestellten mit rund 660.000 Euro. Baubeginn ist am kommenden Montag (21. Juni). Die wesentlichen Bauleistungen werden voraussichtlich Ende August 2021 abgeschlossen sein.
Die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe werden über die provisorischen Ersatzhaltestellen zeitnah informieren.
Zu einem Unglücksfall ist es am gestrigen Donnerstagnachmittag an der Mole im Hafen Plau am See gekommen. Eine 48-jährige Rollstuhlfahrerin aus Plau am See war mit ihrem Therapie- und Assistenzhund auf der Mole unterwegs. Der Labrador, welcher mit der Leine an den Rollstuhl gebunden war, rutschte in das 2,5 Meter tiefe Hafenbecken und zog dabei den Rollstuhl mit der Frau hinterher. Ein umsichtiger Passant sprang direkt ins Wasser und löste die Leinenverbindung, die Frau im Rollstuhl konnte sich an einem zugeworfenen Rettungsring über Wasser halten.
Die Kollegen der Wasserschutzpolizei aus Plau am See sowie der Hafenmeister waren unverzüglich vor Ort, unterstützten bei der Reanimierung des Hundes und retteten die Frau aus dem Wasser in das eingesetzte Schlauchboot der Wasserschutzpolizei. Der Hund verstarb aber infolge des Unfalls heute Morgen im Tierheim. Die Frau blieb unverletzt und wurde mit leichten Unterkühlungen in das Klinikum Plau am See gebracht.
Ab morgen trägt das Rehazentrum Neustrelitz offiziell einen neuen, zeitgemäßen Namen: IDA & Freunde e.V. (Strelitzius berichtete). IDA steht für „Integration durch Austausch“. Die bisherige Bezeichnung erweckte falsche Erwartungen, heißt es vom Verein. „Wir sind keine Kur- und Rehaklinik. Für uns stehen Teilhabe und Integration im Vordergrund.“ Mehr dazu im Anhang:
Am 1. Juli begeht das Rehazentrum Neustrelitz sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. Verbunden mit dem Vereinsjubiläum ist die Änderung des Namens in IDA & Freunde e.V. Hintergrund dafür sind die falschen Erwartungen, die der bisherige Name bei der Allgemeinheit erweckt hat, informierte Bürgermeister Andreas Grund.
Mit dem neuen Namen (Integration durch Austausch) werde zudem künftig keine Verbindung zu Krankheit oder Beeinträchtigung mehr hergestellt. Stattdessen stünden das Können und die sich widerspiegelnden Werte im Vordergrund.
Mein gestriger Aufruf, der Diakonie Mecklenburgische Seenplatte Schutzmasken für die Betreuten zur Verfügung zu stellen, hat erfreulicherweise Wirkung gezeigt. Die ersten Masken sind eingetroffen, Näherinnen und Spender von Maskenrestbeständen haben sich gemeldet, wie mir Öffentlichkeitsarbeiterin Heike Köhler heute Vormittag mitteilt.
Zum Beispiel erhielt Alexander Hanisch, der zuständige Bereichsleiter Behindertenhilfe/Sozialpsychiatrie, gestern Abend einen Anruf von einer engagierten Bürgerin. Sie erklärte sich bereit Masken zu nähen, aber Gummi wäre nicht mehr vorhanden. Daraufhin wurden alle Kontakte aktiviert und Restgummi, der noch in einem Nähkästchen schlummerte, findet nun eine sinnvolle Verwendung.
„Wir sind sehr glücklich über die Hilfsbereitschaft der Menschen in unserer Region. Das macht Mut. Das Gefühl der Solidarität und Gemeinschaft unterstützt unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen, hilft ihnen bei ihrem Dienst in dieser besonderen Zeit“, so Heike Köhler.
Die Diakonie dankt Strelitzius für die schnelle Veröffentlichung, gern geschehen, war doch selbstverständlich. Toll wäre es, wenn ich die Bitte um weitere Maskenspenden noch einmal veröffentlichen würden. Was hiermit geschehen ist.