Die Stadt Neustrelitz lädt vom 6. Juni bis zum 27. September zur Ausstellung „Menschen in der Stadt“ ins Rathaus ein. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt der städtischen Gemeinschaft durch berührende Geschichten und vielfältige Porträts.
Sie vereint Zeichnungen von Kindern aus Schulen und Kitas, die ihre Lieblingsmenschen darstellen, mit Porträts von 18 Persönlichkeiten, die Neustrelitz geprägt haben. Besucher haben die Gelegenheit, die Menschen und Geschichten hinter den Gesichtern kennenzulernen. Der Eintritt ist frei.
Max Radler, Der Radiohörer, 1930 / Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Ab sofort präsentiert das Carwitzer Hans-Fallada-Museum seine neue Sonderausstellung „Der Traum vom Fernhören“. Die Ausstellung, die als Leihgabe des Brandenburgischen Literaturbüros gezeigt wird, erzählt am Beispiel des Senders „Funk-Stunde Berlin“ die wechselvolle Beziehungsgeschichte von Literatur und Rundfunk in den Jahren 1923 bis 1933.
Zu besichtigen ist die Sonderschau während der regulären Museumsöffnungszeiten, also dienstags bis sonntags sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr. Der Kauf einer Eintrittskarte für das Hans-Fallada-Museum berechtigt auch zur Besichtigung der Sonderausstellung.
Nach der Pressekonferenz:Maik Priebe, Sven Müller, Stefanie Esser, Malte Bähr und Daniel Geiss (von links) freuen sich auf die neue Spielzeit der TOG.
Mit einer ebenso erfreulichen wie kurzen Mitteilung hat Malte Bähr, Kaufmännischer Geschäftsführer der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, heute Vormittag die alljährliche Spielplanpressekonferenz eröffnet. „Die Besucher sind wieder da.“ Gemeint ist, dass der coronabedingte Einbruch bei den Publikumszahlen weitgehend ausgebügelt ist. Ein Zuwachs zeichnete sich bereits in der vergangenen Spielzeit ab. Im Vergleich dazu wurde per April diesen Jahres noch einmal ein Plus von satten 18 Prozent verzeichnet.
Gleichwohl ist die finanzielle Lage der TOG wie die der meisten Theaterhäuser im Land angesichts von Tariferhöhungen und Preissteigerungen angespannt. „Bei uns sind es zusätzlich die Immobilien, die zu Buche schlagen“, so Bähr weiter. Deshalb sei es eine tolle Nachricht und eine Anerkennung, dass der Bund Fördermittel für die Erneuerung der Bühnentechnik im Landestheater Neustrelitz bereitstellt. Allerdings könne der dazugehörige Eigenanteil nicht von der TOG allein gestemmt werden, da bedürfe es der Unterstützung durch die Gesellschafter. „Wir sind guten Mutes“, fasste Intendant, Geschäftsführer und Operndirektor Sven Müller zusammen.
Philharmoniker erwarten hochkarätige Solist*innen
Solchermaßen motiviert, hat die TOG für Neustrelitz und Neubrandenburg einen großartigen neuen Spielplan erarbeitet, der mit Sicherheit bei denen ankommt, für die er gestrickt ist. Generaldirektor Daniel Geiss, Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, stellte für seinen Part die zehn Philharmonischen Konzerte der Saison 2024/25 in den Vordergrund. „Sie werden von denen angenommen, für die wir sie machen“, ist sich Geiss nach den Erfahrungen der Spielzeit 2023/24 sicher. Hochkarätige Solist*innen wie die Cello-Legende David Geringas, die Pianistin Julia Okruashvili und der Organist Vincent Knüppe werden erwartet. In einem Vivaldi-Programm mit Lichtinstallation werden auch Orchestermusiker als Solisten auftreten. Außerdem sei es gelungen, die junge Dirigentin Anna Handler für ein Konzert zu gewinnen.
„Woy/zzeck – eine Flickoper“. Foto: Nicola Meiburg
Das Dramenfragment „Woyzeck“ war revolutionär, als es 1879 erstmals erschien – da war sein Schöpfer Georg Büchner bereits über 40 Jahre lang tot. Als der Wiener Komponist Alban Berg den Stoff 1921 zu einer Oper formte, war es nicht weniger radikal. Und auch heute, nochmals rund 100 Jahre später, scheint die Geschichte in seiner gesellschaftskritischen Direktheit aktueller denn je. Das zeigt die bemerkenswerte Produktion eines Künstlerteams aus Oldenburg und Bremen: „Woy/zzeck – eine Flickoper“ ist als einmaliges Gastspiel am Freitag, 31. Mai, ab 19.30 Uhr, im Schlosstheater Rheinsberg zu erleben.
Woyzeck ist ein einfacher Soldat – gefangen in einem Teufelskreis aus Unterdrückung und sozialer Ungerechtigkeit. Auch Marie, eine unverheiratete Mutter und unterdrückte Frau, ist Gewalt und Ausbeutung gnadenlos ausgeliefert. Die Figuren und ihre Schicksale stehen im Mittelpunkt der Musiktheaterproduktion, in der die epochemachenden Woyzeck-Versionen Büchners und Bergs auf neue, exklusiv zu diesem Anlass komponierte Musik von Krystoffer Dreps treffen. Mit seiner eindrücklichen Musiksprache legt der Komponist eine weitere Schicht im „Woyzeck-Mythos“ frei: Dabei treffen Orchesterklänge, Improvisation und elektronische Musik auf Nummern des legendären amerikanischen Sängers Tom Waits, der im Jahre 2000 mit seinem Musical „Blood Money“ eine ganz eigene Woyzeck-Interpretation aus der Taufe hob.
Katrin Sass ist am kommenden Freitag, 24. Mai, um 19.30 Uhr, zu Gast im Landestheater Neustrelitz. Mit ihrer musikalischen Lesung präsentiert sie eine Mischung aus eigenen, autobiografischen Liedern und gelesenen Passagen ihrer Biografie „Das Glück wird niemals alt“.
Ein gelebtes Leben voller Höhen und Tiefen, intensiver Erfahrungen, wilder Stürme und großer Glücksmomente. Immer begleitet von der lebenslangen Leidenschaft, sich – und alles Erlebte – kreativ auszudrücken. Ob in den zahllosen Rollen, die sie als Schauspielerin („Good bye, Lenin“, „Weissensee“, „Der Usedom-Krimi“ u.v.a.m.) darstellen durfte, oder in ihrem zweiten Metier: als Sängerin. Zehn Jahre nach ihrer musikalischen Premiere „Königskinder“ präsentiert Katrin Sass ihr neues, bewegendes Programm „Am Wasser“.
Karten können unter 039831 20359, museum@fallada.de oder direkt an der Museumskasse vorbestellt werden. Einlass ist ab 19.30 Uhr, und auch an der Abendkasse sind Karten erhältlich.
In diesem Jahr fallen die MV-weite Aktion „KunstOffen“ und der Internationale Museumstag am Pfingstwochenende zusammen. Zahlreiche Kunstschaffende und Ausstellungsorte bieten zu KunstOffen exklusive Einblicke und laden Interessierte von Samstag, 18. Mai, bis Montag, 20. Mai, ein. Die beiden Neubrandenburger Kultureinrichtungen – Kunstsammlung und Regionalmuseum – beteiligen sich am Samstag und Sonntag an dieser Aktion.
Am Sonntag, 19. Mai, findet zudem der Internationale Museumstag statt. Bundesweit laden rund 1.400 Museen zu analogen und digitalen Aktionen ein. In diesem Jahr steht der Museumstag in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, die den Aktionstag auf der Auftaktveranstaltung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums und im Schloss Stavenhagen feierlich eröffnen wird.
Die Kunstsammlung Neubrandenburg und das Regionalmuseum Neubrandenburg werden am Samstag und Sonntag freien Eintritt gewähren.
§ In der Kunstsammlung wird neben den drei Bestandsausstellungen auch die 72 Werke umfassende Einzelausstellung von Cosima Hawemann gezeigt. Ihre ausdrucksstarken Malereien vermitteln eine romantische, rätselhafte und hintergründig suggestive Atmosphäre. Die Künstlerin stellt auch ihre neue Werkreihe zu den 1.000-jährigen Eichen von Ivenack aus, frei angelehnt an die Eichen von Caspar David Friedrich.
Kostenfreie Kurzführungen durch die Sonderausstellung PENTIMENTALREISE von Cosima Hawemann finden am 19. Mai um 11 und 15 Uhr statt.
§ Im Regionalmuseum Neubrandenburg kann die neue Ausstellung „Am Rad der Zeit: motorisierte Zweirad-Träume“ auf dem Klosterhof erlebt werden. Mofas, Mopeds und Motorräder aus vergangenen Tagen laden ein zu Nostalgie und Fachsimpelei. Von Raritäten aus der Vorkriegszeit, von FN und NSU bis hin zu bekannten Gesichtern, wie der S51 aus DDR-Zeiten, von Hühnerschreck bis Essigpisser, verschafft die kleine Schau einen Blick in die Geschichte der motorisierten Zweiräder.
Zudem endet am Sonntag die Sonderausstellung „Von Sand und Asche – Waldglas“.
Beide Kultureinrichtungen sind am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Bläserserenade 2022 mit Kreiskantoristin und Organistin Juliane Felsch-Grunow. Fotos(2): Andreas Kunow
Die Musikstadt Rheinsberg lockt auch in diesem Jahr zu Pfingsten mit breitem Kulturprogramm: Vom 17. bis 20. Mai sind u.a. das beliebte FolkFest, Pop- und Blues-Punk-Bands, ein Orgelmärchen für die ganze Familie sowie Konzert und Lesung im Rokoko-Spiegelsaal von Schloss Rheinsberg zu erleben. Ein facettenreiches Angebot mit zahlreichen Acts und Akteuren von jung bis alt, Amateuren und Profis – ein Großteil der insgesamt 17 Veranstaltungen findet bei freiem Eintritt und an unterschiedlichen Spielorten statt.
Den Auftakt am Freitagabend, 17. Mai, macht das Streicherensemble „ad libitum“ der Kreismusikschule OPR im Schlosstheater – direkt im Anschluss gibt es ein großes Benefiz-Open-Air am Grienericksee, bei dem die Bands „Schleicher“ mit feinem Indie-Pop und „fragFrank!“ mit knackigem Blues-Punk auftreten; dazu gesellt sich der Berliner Rapper „LaySea“ mit coolem Hip-Hop. Der Freitag schließt auf der Seebühne mit dem meditativen Lichtspielkonzert des Rheinsberger Residenzensembles KYMATIC.
Das Wochenende eröffnet am Samstagvormittag das Bläserensemble „Frech am Blech“ der Kreismusikschule OPR mit Volks- und Kinderliedern im Schlosspark. Eine echte Attraktion ist auch das traditionelle FolkFest mit den Bands „Barfuss“, „QuietschFidel“ und „Helmet Duty“, organisiert vom Kinder- und Jugend Musikverein Rheinsberg e.V. Außerdem ist die Musikbrennerei mit diversen Klangkunst-Formaten ebenso mit von der Partie wie zahlreiche Kantoreien, Kirchgemeinden und Chöre von nah und fern.
Nachdem die erste Veranstaltung „Bürger im Gespräch“ von PuLS zum Thema „Schlossberg, Schlosskeller, Schlossturm – Zukunftskonzepte für Neustrelitz“ aus Sicht der Veranstalter ein Erfolg war, lädt die „Parteiunabhängige Liste Strelitzer Bürgerinnen und Bürger – Wir für Neustrelitz“ (PuLS) die Neustrelitzerinnen und Neustrelitzer zur zweiten Gesprächsrunde vor der Kommunalwahl ein. Am Donnerstag, 16. Mai, ab 18 Uhr, soll in der Inselgaststätte Helgoland offen und frei darüber gesprochen werden: „Wie geht es weiter mit der kulturellen Vielfalt in Neustrelitz?“
„Unsere Stadt verfügt über ein einzigartiges Spektrum an kulturellen Angeboten: Theater, Musiktheater und Tanz professionell, zwei Kulturzentren mit Kino, Museum, Bibliothek, Archiv, das Kunsthaus, Laientheater und Konzertangebote, Galerien, Lesungen und andere künstlerische Aktivitäten. Was sind die Perspektiven für die großen Institutionen, von der finanziellen Absicherung – Stichwort Theaterpakt Mecklenburg-Vorpommern, Stichwort Tanzkompanie – bis hin zu ihren künstlerischen Entwicklungskonzepten? Wie steht es mit der Unterstützung der vielen kleinen Projekte – durch die Stadt, das Land, durch Stiftungen? Bürgerengagement und politischer Willen sind gefragt, wo brennt es? Dazu möchten wir von PuLS mit möglichst vielen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in größerer Runde ins Gespräch kommen, gern auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Kulturinstitutionen und -projekte. Was uns in Neustrelitz bewegt, und darüber hinaus, braucht Öffentlichkeit“, so die Einladenden. Weitere Informationen: www.puls-neustrelitz.de
Natürlich gab es auch ein Geburtstagsfoto: Vorn von links Pirko Kristin Zinnow, Friederike Drinkuth und Susanne Bocher, in der Reihe dahinter von rechts Henry Tesch und Peter Strobl.
Mit einer Gesprächsrunde im Festsaal ist am gestrigen Freitag das zehnjährige Jubiläum des Mirower Schlossmuseums begangen worden. Direktorin Pirko Kristin Zinnow begrüßte in dem Talk Schlossleiterin Susanne Bocher, Schlossführer und Romanautor Frank Pergande sowie Kuratorin Friederike Drinkuth. Pergande war in den 80er Jahren mit einem Faltboot am Eiland angelandet, Drinkuth wollte angesichts des vorgefundenen Chaos lieber weg als bleiben, hat dann aber als auch von mir sehr geschätzte Aktivistin der ersten Stunde durch intensives Archivstudium für die Konzeption des Hauses gesorgt, und Bocher wurde bei einem Mittagessen in Mirow zu ihrer Aufgabe überredet, wie zu erfahren war. Wie das Leben so spielt!,
Begrüßt wurden auch die Bürgermeister von Mirow, Henry Tesch, und von Hohenzieritz, Peter Strobl, wo das Schwesterschloss steht. Musikalisch wurde der Tag von den „Aufgeweckten Gartenklängen“ begleitet. Die Brüder Conrad, Solotrompeter der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, und Claudius Wecke, trommelnd-trompetender Leiter des Gärtenbereichs der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsens, traten erst im Schloss, und dann auch im Außenrevier mit ihrem ebenso ungewöhnlichen wie amüsanten Programm auf. „Die sind wirklich Klasse“, äußerte sich Henry Tesch gegenüber Strelitzius.
Am Nachmittag wurden Sonderführungen durch das Schloss und den Schlosspark angeboten Am 25. Mai gibt es übrigens einen Tag der offenen Tür Areal Unteres Schloss ab 12 Uhr. Auch die Kulturbühne wird dann schon stehen. Den Termin sollte man sich schon mal notieren, zu Wochenbeginn gibt es mehr Informationen dazu hier im Blog.
„Aufgeweckte Gartenklänge“ der Brüder Conrad und Claudius Wecke im Festsaal…
…und draußen.
Direktorin Pirko Kristin Zinnow begrüßt die Gäste der Festveranstaltung.