Zum Museumstag gibt es eine Depotführung in der Kunstsammlung Neubrandenburrg. Foto: Kunstsammlung NB
Anlässlich des Internationalen Museumstags am kommenden Sonntag, 17. Mai, laden das Regionalmuseum und die Kunstsammlung Neubrandenburg zu besonderen Führungen und Mitmachangeboten ein. Besucherinnen und Besucher erhalten an diesem Tag nicht nur Einblicke in die Geschichte der Vier-Tore-Stadt und ihrer Sammlungen, sondern können auch Bereiche entdecken, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.
Das Regionalmuseum Neubrandenburg beteiligt sich am Sonntag, 12. April, am landesweiten Tag der offenen Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Aus diesem Anlass öffnet das ehemalige Franziskanerkloster Neubrandenburg seine Türen zu einem ermäßigten Eintritt.
Das Regionalmuseum Neubrandenburg eröffnet am Freitag, 27. März, um 16.30 Uhr, die Sonderausstellung „Handwerk. Damals und heute“. Die Ausstellung ist vom 28. März bis zum 21. Juni 2026 zu sehen.
Längst zur Tradition geworden ist das Jahrbuch Neubrandenburger Mosaik. Seit 50 Jahren erscheint die Schriftenreihe des Regionalmuseums regelmäßig (mit einer Ausnahme 1990) zum Jahresende. Noch rechtzeitig vor Weihnachten steht nun die Nummer 49 dem interessierten Leser zur Verfügung.
Wie die Hefte zuvor bietet auch diesmal das Mosaik eine Vielfalt von stadt- und regionalhistorischen Themen an, und das auf mehr als 200 Seiten. Passend zum 777. Tag der Gründung der Vier-Tore-Stadt 2025 erfolgt der Nachdruck eines Beitrags aus der Landeszeitung für beide Mecklenburg aus dem Jahre 1929, gewidmet dem Ursprung des Namens Neubrandenburg. Mehrere Artikel zur Stadtgeschichte schließen sich an.
Am Donnerstag, 15. Mai, um 18.30 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher im Regionalmuseum (Standort: Franziskanerkloster) anlässlich des 777. Stadtjubiläums eine besondere Reise durch die Geschichte Neubrandenburgs. Ilona Döbbert, bekannt als Mudder Schulten, lädt zu einem unterhaltsamen und informativen Abend ein. Sie nimmt ihr Publikum mit auf einen geistigen Stadtrundgang, der auf Plattdeutsch die Historie der Stadt lebendig werden lässt. Dabei bleibt das Publikum bequem an einem Ort: Mudder Schulten erzählt Anekdoten und liest Geschichten, die von prägenden Momenten und Persönlichkeiten der Stadt handeln.
Die Ausstellung „Sammelleidenschaft“ im Regionalmuseum Neubrandenburg lädt ab Sonntag, 18. Mai, dazu ein, die Geschichten von sieben außergewöhnlichen Sammlungen zu entdecken. Sie gewähren faszinierende Einblicke in persönliche Leidenschaften und spiegeln die beeindruckende Bandbreite menschlicher Interessen wider. Besucherinnen und Besucher können in die Welt von Kinderwagen, Modelleisenbahnen und Holzautos eintauchen. Außerdem gibt es Sammlungen von Polizeimützen, Bieretiketten, Wimpeln und Medaillen, Hundesteuermarken sowie eine Hommage an Heavy Metal und Astronauten zu bestaunen.
Bei dem Eisenbahnunfall von Langhagen fuhr am 1. November 1964 ein Schnellzug im Bahnhof Langhagen, Kreis Güstrow, auf einen entgleisten Güterzug auf. 44 Menschen starben.
Mein ehemaliger Kollege Christian Stelzer hat in der Schriftenreihe des Regionalmuseums Neubrandenburg unter der Nummer 62 eine weitere Publikation vorgelegt, die auch in den Buchhandel geht. Der eine oder andere Leser wird sich noch an die Veröffentlichung des Neubrandenburgers zur Geschichte der B 96 (Strelitzius berichtete) erinnern, die binnen kürzester Zeit zum Bestseller avanciert und vergriffen war. Das wünsche ich ihm erneut.
Seine neueste Recherchearbeit trägt den Titel „Als die Zeiten sich änderten“ und befasst sich mit Neubrandenburgs höheren Schulen – Gymnasium und Lyzeum – zwischen 1910 und 1950. Dabei gibt es auch etliche Bezüge zum Carolinum Neustrelitz und zum Friedländer Gymnasium. So haben einige Lehrkräfte nicht nur in Neubrandenburg, sondern auch in den Nachbarstädten gelehrt. Und die Schulpolitik des Freistaates Mecklenburg-Strelitz wurde in der einstigen Residenzstadt Neustrelitz gemacht.
Im Rahmen des Vier-Tore-Festes lädt das Regionalmuseum Besucherinnen und Besucher in den Innenhof des Franziskanerklosters ein, um Kunst und Krempel zu bestaunen. Das lieb gewonnene Format soll auch 2024 wieder stattfinden, aber mit einigen Veränderungen.
Dr. Rolf Voß und sein sachkundiger Antiquitätenspezialist Hein-Olaf Scheibeler genießen ihren wohlverdienten Ruhestand. Die neue Museumsleiterin Claudia Hoffmann hat nun den Staffelstab übernommen und widmet die Veranstaltung dem Thema Geschirr. Alles rund um die Mittags- und Kaffeetafel ist von Interesse. Dazu hat sie ihre ehemalige Kollegin Christiane Müller eingeladen, die sich leidenschaftlich mit Porzellan und Geschirr beschäftigt.
„Vermuten Sie noch Schätze im Küchenschrank oder im Nachlass der Oma? Nutzen Sie die Gelegenheit! Damit Ihre guten Stücke beschrieben und bewertet werden können, geben Sie Ihre Geschirrteile bis zum 23. August (Mittwoch bis Sonntag jeweils 10-17 Uhr) im Regionalmuseum, Standort Franziskanerkloster, Stargarder Straße 2 oder unter der Woche in der Verwaltung des Regionalmuseums, Treptower Straße 38 ab. Es reicht, wenn Sie einige schöne Teile abgeben – es muss nicht das ganze Service sein. Auch andere schöne und teure Stücke aus Porzellan sind willkommen. Die Beratung, Untersuchung und Einschätzung ist für Sie kostenlos. Das Team des Regionalmuseums freut sich wieder über ein buntes Potpourri an Einreichungen.“
In diesem Jahr fallen die MV-weite Aktion „KunstOffen“ und der Internationale Museumstag am Pfingstwochenende zusammen. Zahlreiche Kunstschaffende und Ausstellungsorte bieten zu KunstOffen exklusive Einblicke und laden Interessierte von Samstag, 18. Mai, bis Montag, 20. Mai, ein. Die beiden Neubrandenburger Kultureinrichtungen – Kunstsammlung und Regionalmuseum – beteiligen sich am Samstag und Sonntag an dieser Aktion.
Am Sonntag, 19. Mai, findet zudem der Internationale Museumstag statt. Bundesweit laden rund 1.400 Museen zu analogen und digitalen Aktionen ein. In diesem Jahr steht der Museumstag in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, die den Aktionstag auf der Auftaktveranstaltung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums und im Schloss Stavenhagen feierlich eröffnen wird.
Die Kunstsammlung Neubrandenburg und das Regionalmuseum Neubrandenburg werden am Samstag und Sonntag freien Eintritt gewähren.
§ In der Kunstsammlung wird neben den drei Bestandsausstellungen auch die 72 Werke umfassende Einzelausstellung von Cosima Hawemann gezeigt. Ihre ausdrucksstarken Malereien vermitteln eine romantische, rätselhafte und hintergründig suggestive Atmosphäre. Die Künstlerin stellt auch ihre neue Werkreihe zu den 1.000-jährigen Eichen von Ivenack aus, frei angelehnt an die Eichen von Caspar David Friedrich.
Kostenfreie Kurzführungen durch die Sonderausstellung PENTIMENTALREISE von Cosima Hawemann finden am 19. Mai um 11 und 15 Uhr statt.
§ Im Regionalmuseum Neubrandenburg kann die neue Ausstellung „Am Rad der Zeit: motorisierte Zweirad-Träume“ auf dem Klosterhof erlebt werden. Mofas, Mopeds und Motorräder aus vergangenen Tagen laden ein zu Nostalgie und Fachsimpelei. Von Raritäten aus der Vorkriegszeit, von FN und NSU bis hin zu bekannten Gesichtern, wie der S51 aus DDR-Zeiten, von Hühnerschreck bis Essigpisser, verschafft die kleine Schau einen Blick in die Geschichte der motorisierten Zweiräder.
Zudem endet am Sonntag die Sonderausstellung „Von Sand und Asche – Waldglas“.
Beide Kultureinrichtungen sind am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.