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~ gemeldet, glossiert & gegessen

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Kategorien-Archiv: Glosse

Straßenlampen, die uns nicht leuchten: Und die KI lacht sich vielleicht ins Fäustchen

09 Samstag Dez. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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KI, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Straßenlampen, Wesenberg

Glosse

In letzter Zeit ist so viel von Künstlicher Intelligenz die Rede, dass man sie schier überall wittert. Erst recht da, wo Dinge passieren, die man sich nicht so einfach erklären kann. Beispiel gefällig? Die Holde und meine Wenigkeit sind ja passionierte Fuß- und Spaziergänger und durchqueren unsere Woblitzstadt auch im Dunkeln per pedes. Etwa nach dem Kinobesuch, wie neulich. Sonst wäre sie uns vielleicht gar nicht aufgefallen, die so ganz andere Lampe ausgangs der Lindenstraße kurz vor dem Bahnübergang.

Die ist nämlich offenbar mit einem Bewegungsmelder ausgerüstet, wogegen in Zeiten des Energiesparens ja auch prinzipiell nichts zu sagen ist. Nur geht die kommunale Beleuchterin aus, wenn man sich ihr nähert, und wieder an, wenn man sie passiert hat. Womit sie das ganze Gegenteil von dem tut, was sie eigentlich tun soll. Da kann doch nur KI dahinterstecken, und zwar mit erheblichem Dachschaden, das kann sich doch unmöglich ein Normalo ausgedacht haben. Zumal dieses Phänomen nicht auf Wesenberg beschränkt ist. Auch auf dem Parkplatz vor der Außenstelle des Landratsamtes an der Woldegker Chaussee ist es zu bestaunen. Und das jetzt schon seit mehr als einem Jahr. Offenbar kommt Mensch gegen KI nicht an, sonst wäre das Tohuwabohu doch längst beendet.

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Gedenken an 4990: Mit 9990 kann ich nur noch bei Windstille saugen und blasen

12 Sonntag Nov. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Garten, Herbst, Laubbläser, Laubsauger, Leben

Glosse

Dieser Tage habe ich schweren Herzens am Elektroschrott-Container zu Neustrelitz Abschied genommen von meinem Laubsauger. Der auch ein Laubbläser vor dem Herrn war. Viele Jahre hatte er mir Herbst für Herbst im Außenrevier beigestanden, wenn auch nicht unbedingt ohne Beanstandungen. Die Dezibel seiner Arbeitsfreude hätten auch in Rostock-Laage bei der Luftwaffe gemessen werden können, was ihn nicht unbedingt zum Freund der Nachbarschaft machte. Zudem neigte mein Gartenhelfer, also der Saugbläser, auch noch zu Verstopfungen. Und das permanent. Buchenblätter waren ja noch verdaulich, aber spätestens nach drei Mal Ahorn bekam er Würgereiz. Mit Stiel fand er ohnehin zum Kotzen. Ergo war alle drei bis fünf Minuten ein komplizierter Eingriff fällig, wohlgemerkt nur beim Saugen.

Weit seiner Zeit voraus war der nunmehr Entsorgte mit einem Hebel. Dessen simple Betätigung ihn vom Verschlinger zum Verdränger machte, was ich seinerzeit nicht hoch genug zu schätzen wusste. Und den ich unlängst abgebrochen habe. Was das Ende der Partnerschaft bedeutete, in der ich ihm seine große Klappe ebenso verziehen habe wie seinen Hang zur Blockade. Immerhin entstammte er noch der Generation 4990. Was jetzt keine Jahreszahl ist, sondern der Einheitspreis für Gartengerätschaften, die man sich seinerzeit als Häuslebauer eben so leisten konnte. Wir hatten ja nichts, schließlich waren Kredite zu bedienen.

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Wie ich auf dem Hotelflur von einem Schuhputzer angesprungen wurde

14 Samstag Okt. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Görlitz, Hotel, Saugroboter, Schuhputzmaschine

Glosse

Die denken hier aber auch an alles, war ich dieser Tage einigermaßen begeistert. Ich nächtigte in einem Görlitzer Altstadthotel und entdeckte direkt vor meiner Zimmertür eine Schuhputzmaschine. Der war ich auch sofort zugeneigt, hatte sie doch nur einen einzigen Bedienknopf an der Oberseite. Da wird man auch mit Ü65 noch wagemutig, was soll schon schiefgehen! . Also auf den Schalter gedrückt und erwartet, dass sich die unterseitige Bürste zu drehen beginnt. Was sie wohl auch tat, genau habe ich es nicht gesehen. Denn der Schuhputzer sprang aus seiner Halterung heraus und mich an, der ich meinen beschuhten Fuß schon unter ihn geschoben hatte. Was mich panisch zurückweichen ließ. Außerdem begann das Ding wie zum Hohn auch noch an zu quasseln, und das zu nachtschlafender Zeit. Statt mir das Schuhwerk zu wienern, begann es den Hotelflur zu reinigen. Ich war einem Saugroboter auf den Leim gegangen.

Im Umgang mit den neumodischen Zeitgenossen ungeübt, versuchte ich Robi in ein Gespräch zu verwickeln, um ihn sanft zur Rückkehr an seinen angestammten Platz zu bewegen. Aber auf Hören war der Sauger offenbar nicht ausgelegt. Also Plan B, den Ausreißer einfangen. Das war leichter gedacht als getan. Der Typ nahm mich nämlich als Hindernis wahr und schaffte es immer wieder, meinem Zugriff auszuweichen. Zumal er auf dem Hotelflur jede Menge Möglichkeiten hatte wie ein Hase Haken zu schlagen. Nach längerem Studium seiner Taktik entwickelte ich auch eine und es gelang mir, ihn in eine Ecke zu manövrieren. Auch auf die Gefahr hin, dass mich die Reinigungskraft erneut anhüpft, gelang es mir in einer Art Spagat, mit der Fußspitze an besagten Knopf zu gelangen und diesen erneut zu betätigen.

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Wenn das nichts ist: Beschäftigungsloses Knäblein in Sewekow wird zum Laternenträger

27 Sonntag Aug. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Brandenburg, Putte, Sewekow, Trinkwasser

Bei unseren brandenburgischen Nachbarn in Sewekow gibt es gleich drei Attraktionen an einer Stelle. In der Mitte des malerischen Dorfes, das der Mecklenburger auf der kürzesten Fahrt nach Wittstock durchquert, gibt es ein Wasserspiel. Was allerdings nicht mit Wasser spielt, sondern trocken liegt. Immerhin gibt es einen Hinweis, dass sich das sprudelnde Nass, wenn es denn sprudelt, nicht zum kühlenden Schluck eignet. Ganz anders eine benachbarte Trinkwassersäule. Hier kann man auf Knopfdruck seinen Durst stillen, dem zuständigen Wasserzweckverband sei Dank. Funktioniert tadellos, auch wenn die austretende Wassermenge sicherlich für ein zu tränkendes Pferd ausreichend wäre, oder auch zwei. Solcherlei Quell, ein, zwei Liter sparsamer, wünsche ich mir auch im Strelitzer Land.

Und dann gibt es im Sewekower Ensemble noch diese Putte. Über Geschmack lässt sich ja streiten. Jedenfalls soll die ja wohl erfreut dem Wasserspiel beiwohnen. Was, wie geschrieben, nicht spielt. Ein Findiger hat sich für die sinnberaubte Skulptur eine Beschäftigung ausgedacht. Nicht direkt eine ABM, aber das Knäblein hat eine ausrangierte Laterne unter den Arm geschoben bekommen. Was dem Jungspund nicht unbedingt zur Zierde gereicht. Wenn die Leuchte wenigstens im Dunkeln leuchten würde! Immerhin hat es die Installation in die „Fundstücke“-Reihe von Strelitzius geschafft. Wenn das nichts ist!

Sozialer Kontakt in der Kaufhalle: Ich habe einen kopflosen Tomatenbauern entblößt

21 Montag Aug. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Leute, Supermarkt, Werbung

Glosse

So ganz allmählich kommt unsereins in das Alter, wo die sozialen Kontakte spärlicher werden. Da ist es nur logisch, dass der Gang in die örtliche Kaufhalle plötzlich einen nie geahnten Stellenwert bekommt. Nicht nur, dass dort Nachbarn und Bekannte zu treffen sind. Jetzt, in der Urlaubszeit, mischen sich auch jede Menge Auswärtige unter unser überschaubares Kleinstadtvölkchen. Was nicht heißt, dass ich nun jedem einen Schwatz aufdränge. Mir reicht schon das Leutegucken und Leutehören. Bei mir im Garten kann ich nur den Wespen zuschauen, die gerade ein Nest bauen. Auch spannend, aber irgendwann ermüdend.

Ganz anders da der Einkaufstempel. Heute habe ich dort sogar jemanden kennengelernt. Ach, Sie essen keine Rispentomaten? Dann dürfte Ihnen der Name Stephan Apel auch nichts sagen. Stephan Apel begegnete mir gleich im Eingangsbereich. Genauer geschrieben, sein Konterfei. Wenn auch ohne Kopf. Man hatte dem Tomatenbauern von nebenan, der für die regionale Frische des Marktes stehen soll, nämlich ein weiteres Plakat direkt vors Antlitz gehängt. Übrigens mit einem QR-Code über Mund, Augen und Nase. Der allerdings nichts zur Erhellung beiträgt.

Nun kenne ich den Landwirt ja nicht näher, aber eine solche Behandlung hat er mit Sicherheit nicht verdient. Da dürften mir auch Leser zustimmen, die keine Rispentomaten schätzen. So geht man nicht um mit den Leuten, selbst, wenn sie auf Nachtschattengewächse setzen.

Meine hochinvestigativen Zeiten liegen ja auch schon etwas zurück, aber beim Torso von Stephan Apel wollte ich es denn doch nicht belassen. Wenn man Bekanntschaft schließt, dann richtig. Ergo habe ich den Lieferanten der roten Früchte eigenmächtig entblößt, also oben rum. Und fand ihn gleich auf den ersten Blick sehr sympathisch. Allerdings habe ich auch für soziale Kontakte nur begrenzt Zeit, ewig konnte ich das verhüllende Plakat nicht festhalten, und so wird Stephan Apel inzwischen wieder kopflos präsentiert. Vielleicht liest diese Zeilen ja der Zuständige im Markt und legt den Werbepartner endgültig frei. Darauf eine Rispentomate!

Das hat schon was: Per Nachnahme vor anderer Leute Türen aus der Hüfte drucken

11 Freitag Aug. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Digitalisierung, Nachnahme, Post, Zusteller

Glosse

Ich habe meinem Zusteller 97 Euro in die Hand gedrückt. Nicht, dass ich einen besonders spendablen Tag gehabt hätte. Wobei der gute junge Mann durchaus mal eine Gratifikation verdient hätte. Immerhin belästige ich ihn oft genug bereits vor der Tür meines Nachbarn mit meiner Ungeduld, obwohl ihn zu diesem Zeitpunkt noch eine geschätzt 30-minütige Wendeschleife von meiner Adresse trennt. Wohnen an Straßenkreuzungen verführt dazu. Aber das tut hier nichts zur Sache.

Jedenfalls hatte der Postbote, sorry, das war jetzt ewiggestrig, also der DHL-Bedienstete, eine Nachnahme zuzustellen. Da freut sich der Empfänger erst einmal, dass die Nachnahme auch nach der umbenannten Deutschen Post noch Nachnahme heißt. Und würdigt innerlich, dass selbige nun an der Haustür möglich ist. Immerhin musste man früher mit seiner Benachrichtigung zur Postfiliale stiefeln, um dort in angenommen geschütztem Raum zu blechen, zu löhnen, Kohle abzudrücken, jedenfalls zu zahlen, um die Sendung der Begierde zu empfangen.

Und da steht er nun vor mir, der oben beschriebene Vertreter des Fortschritts. Allerdings hält er mir nicht etwa sein Kartenlesegerät entgegen, sondern die Hand auf. In der anderen hat er doch tatsächlich ein abgeschabtes Portemonnaie. Rückfall in die Steinzeit oder geringfügig später, wo doch heutzutage selbst Monteure nach getaner Arbeit die Karte akzeptieren. Einfach drüber halten oder durchziehen, Rechnung folgt!

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Ich Opfer: Meine Gardi(e)ne mit dem kurzen „i“ wandert jedenfalls nicht in die Box

18 Sonntag Juni 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Schlagwörter

Gardine, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Rechtschreibung, Wesenberg

Glosse

Ich bin ein Opfer. Also nicht im Sinne der Anrede „Du Opfer“, womit irgendwelche unterbelichteten Jugendlichen unterlegene Altersgenossen betiteln und gegebenenfalls auch körperlich attackieren. Ich bin ein Opfer der Sparzwänge in meiner Zunft. Denn irgendwann gleich nach den Setzern flogen die Korrektoren in den Zeitungsverlagen raus, und wir Schreiberlinge mussten ohne sie auskommen. Was nicht einer gewissen kapitalistischen Logik entbehrte, denn erstens war der Computer samt Rechtschreibprogramm erfunden, und zweitens konnten die Journalisten noch Deutsch. Und nicht nur die. Auch die damals noch überschaubaren Werbeagenturen rekrutierten Personal, dass der hiesigen  Muttersprache mächtig war. Wer jetzt denkt, ich jammere den alten Zeiten nach, das nun nicht.

Aber, ich bin eben ein Opfer. Mein korrigierender Blick hat sich mangels Assistenten so geschärft, dass ich neuerdings selbst im Vorbeifahren Schaum vor den Mund bekomme, wenn ich lesen muss, wofür Leute viel Geld bezahlt haben. Meine Holde meint ja immer, dass das nur mir auffallen würde. Eben, dem Opfer!

Jedenfalls bringt mich der Kleidercontainer auf dem Netto-Parkplatz Ecke Drosedower Weg in Wesenberg immer wieder an den Rand eines Verkehrsunfalls. Da ist nämlich hilfreich alles dran aufgelistet, was einzuwerfen erlaubt ist. Darunter Reihe 5, erster Begriff von links die „Gardiene“. Für die, die diesen Opferbericht nicht lesen, sondern hören: Gardine mit einem langen „i“, also mit „ie“. Bevor das hier noch in eine Gardinenpredigt ausartet. Auch Maschine gehört zur Gattung mit dem kurzen „i“, und das sollen angeblich die Kinder schon in der Grundschule lernen. Hat mir jedenfalls eine Lehrerin verraten, die ich dieser Tage am orthografisch bedenklichen Behälter vorbeichauffiert habe. Und die sich sofort auf die Seite meiner besseren Hälfte schlug. Das könne ja wieder nur mir ins Auge springen.

Um nicht zu sagen, ins Auge stechen. Und so wird das Opfer dann auch noch zum Paria. Was bleibt dem Ausgestoßenen, um sein Gesicht zu wahren? Meine Gardine mit dem kurzen „i“ werde ich jedenfalls dem Sammelbehälter nicht zuführen. Ordnung muss sein! Außerdem könnte mir meine ausrangierte Gardine irgendwann gar doch noch dienen. Ein paar Fenstervorhänge mit dem langen „i“ werden sich im Zuge der neudeutschen Bewegung „Schreibe, wie du es hörst“ bestimmt noch in der wohltätigen Box einfinden.  

Zum Kommentar (oben rechts) meiner Freundin Ulrike Bodinka aus Köln.

Beschissen am Weißen See zu Wesenberg: Enten kann ich einfach nicht leiden

08 Donnerstag Juni 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

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Schlagwörter

Baden, Ente, Hund, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Weißer See, Wesenberg

Glosse

Also, ich sage es mal so: Mein Verhältnis zu Enten ist nicht das beste. Dabei nehme ich unsere alljährliche Weihnachtsente mal aus. Meine Abneigung stammt aus Zeiten, als ich noch Hundehalter war. Mit „Sitz“, „Leg dich hin“, „Bleib“ oder „Komm her“ hatte mein Ricky so seine Probleme. Aber bei „Enti“ wusste er sofort, was Sache ist. Wenn es überhaupt des Hinweises bedurfte. Der Münsterländer stürzte sich zu jeder Jahreszeit in die Gewässer der Region und lebte seinen Jagdinstinkt aus.

Nur hatte er jedes Mal die Rechnung ohne die durchtriebenen Enten gemacht. Die ließen den armen Hund bis auf Bissweite heranschwimmen, ehe sie höhnisch schnatternd aufstiegen und den nicht flugfähigen Vierbeiner allein auf weiter See ließen. Was der immer mit einem markerschütternden Jaulen quittierte. Das kann einen schon fertig machen, wenn man nie ein Erfolgserlebnis hat. Wenigstens eine Ente hätte sich ja mal erbarmen können. Ricky tat mir jedes Mal in der Seele leid. Einmal ist der erfolglose Jäger sogar auf einem zugefrorenen See ins Eis eingebrochen und in Lebensgefahr geraten. Alles wegen der Federviecher. Zum Glück konnte er sich allein aus der Misere befreien.

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Wie ich bei einer Verifizierung nur knapp einer Identitätskrise entronnen bin

15 Samstag Apr. 2023

Posted by Strelitzius in Glosse

≈ Ein Kommentar

Schlagwörter

Internet, Leben

Glosse

Zu den Segnungen der Neuzeit gehört, dass sich unsereins jetzt per Internet verifizieren kann. Da steigen Sie schon aus? Also, ich erkläre es mal: Verifizieren bedeutet so viel wie nachweisen. Bei einer Verifizierung müssen Sie also nachweisen, dass Sie wirklich Inhaber von sensiblen Daten sind wie Mail-Adresse, Telefon- oder gar Kontonummer. Aber, ich will hier gar nicht den schlauen Max markieren. Mich hat das Verifizieren zuletzt an den Rand einer Identitätskrise gebracht.

Um 14.30 Uhr klingelt mein Handy. Nette Dame möchte einen Termin machen zwecks „ganz einfacher“ digitaler Unterschrift des Vertrages mit ihrem Unternehmen und anschließender Verifizierung meiner Unterschrift per IDNow-Verfahren. Wie wäre es denn mit 14.50 Uhr? Es bräuchte dann noch meine Konto- und Steuernummern sowie den Personalausweis. Und schon hatte ich eine Mail mit Link im Posteingang, um die zwanzig mir zugemessenen Minuten nicht sinnlos herumzusitzen. „Die meisten unserer Kunden machen das selbstständig bereits vor dem soeben vereinbarten Termin“ war zu lesen. Sollte ich Unterstützung benötigen, könne ich ja gern warten.

Solchermaßen befeuert, habe ich natürlich vor der Zeit losgelegt und war 14.48 Uhr an der Schwelle zur Verifizierung meiner inzwischen geleisteten acht Unterschriften, als nichts mehr ging. Davon konnte sich auch die zwei Minuten später hinzustoßende Fachfrau überzeugen. Sie empfahl nach mehrmaligen Neueintragungen von Daten zunächst einen Browser-Umzug, zum Glück hatte ich zwei Anbieter auf meinem PC. Alles wie gehabt. Deutlich einfacher gehe es ja mit dem Smartphone, sagte die Expertin am Smartphone, ich bräuchte nur aus dem Store eine App herunterladen, und wenn die orangefarben sei, dann sei es die richtige. Sprach es, und wechselte zwecks beidseitiger Entlastung auf mein Festnetztelefon.

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Wenn der Kindersitz klappert: Ich wünsche mir jetzt einen mitwachsenden Dummy

26 Sonntag März 2023

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Schlagwörter

Kinder, Leben, Verkehr

Glosse

Ich bin ja nicht unbedingt das, was der Norddeutsche gemeinhin als „Pinnschieter“ bezeichnet. In meiner früheren Heimat wurden solche Zeitgenossen übrigens „Krümelkacker“ tituliert. Aber, auch damit fühle ich mich eigentlich nicht gemeint. Obwohl meine Holde jetzt, warum auch immer, breit grinst. Was nicht heißt, dass sich meine Toleranzgrenze im Nirwana befindet. Es gibt schon so Umstände, die kann ich schlichtweg nicht verkraften. Zum Beispiel, wenn mein Auto klappert.

Das tut es von einem Tag auf den anderen. Schuld daran trägt mein knapp anderthalbjähriger, über alles geliebter Enkel. Oder seine nicht minder geliebten Erzeuger. Oder eigentlich ich. Denn wer kommt schon auf die Idee, sich zum Geburtstag einen Autokindersitz zu wünschen. Nach oben gibt es da preislich übrigens keine Grenzen, aber eines haben die Teile wahrscheinlich alle gemeinsam. Richtig, ohne Einsatz des lütten Fahrgastes klappern sie. Und das nicht nur auf Kopfsteinpflaster.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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