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In diesen rauen Zeiten muss man jedem dankbar sein, der einem die Seele streichelt. Bei wem fängt man an, bei wem hört man auf nach eben absolvierten zwei Runden Weihnachtswandeln auf dem Wesenberger Markt? Zu erleben war ein überaus gelungenes Gemeinschaftswerk unter Führung des für meine Stadt unverzichtbaren Burgvereins. Da sind die Holde und meine Wenigkeit beileibe nicht allein mit unserer Anerkennung. Von den Vereinsvorständlern Dagmar und Axel Hirsch war zu erfahren, dass sie jede Menge positive Resonanz verbuchen durften. Und das nicht nur von den Einheimischen und den Nachbarn in der Kleinseenplatte, sondern auch von Besuchern beispielsweise aus der benachbarten Residenzstadt Neustrelitz. Hunderte Leute, gern auch mehr, dürften es wohl gewesen sein, die ihre Schritte in die Stadtmitte der Woblitzstadt gelenkt haben.

Zu den Gästen von weiter her gehörte eine Delegation aus der Wesenberger Partnerstadt Quakenbrück. Die Artländer haben sich nicht lumpen lassen und einen eigenen Stand plus Gebäck in die malerische Marktrunde gestellt. Unter dem Pavillondach war auch Bürgermeisterin Tülay Tsolak zu sprechen, seit einem Jahr im Amt. Schön, dass sie sich die Zeit genommen hat.

Unbedingt zu würdigen ist, dass der Burgverein aus der Rathausweihnacht in Wesenberg das Weihnachtswandeln gemacht hat. Mehr nach draußen. Der Markt lädt geradezu dazu ein, eine Budenrunde zu stellen. Wir haben schon mal Maß genommen. Ein bisschen Platz ist noch. Und mehr muss man dann auch nicht haben. Wobei nicht zu unterschätzen war, dass die Bastelkinder bei plötzlich einsetzendem Regen im trockenen Rathaus saßen. Nass sind wir aber alle nicht geworden, für Unterstellmöglichkeiten war draußen gesorgt.

Ist nun der rote Glühwein mit Schuss von den Wesenberger Feuerwehr besser gewesen, oder der angereicherte weiße vom Burgverein, der eins drauf noch mit seinen oberleckeren Plätzchen punktete? Da halte ich mich raus, aber ich habe etwas anderes erfreut zur Kenntnis genommen. Die Kameraden wie auch die Vereinsmitglieder können sich augenscheinlich über Verjüngung freuen. Am Stand der Feuerwehr, respektable Bratwurst und Senf bis zum Abwinken, dürfte der Altersdurchschnitt sogar deutlich unter 40 gelegen haben. Da fühlt man sich als angejahrter Woblitzstädter gleich noch ein bisschen wohler daheim. Wesenberg hat Zukunft. Aber hallo!

Zurück zum Alkohol: Wer mit gedoptem Glühwein anfängt, sollte nicht mit „W-Berg-Bier“ weitermachen. Was für Wesenberg-Bier steht, das hätte man ja auch für die ganz Doofen wie mich ausschreiben können. Wegen befürchteter Nebenwirkungen musste ich die Begegnung mit der neuesten Errungenschaft am Ort in meinem Schlund verschieben. Wer Strelitzius kennt, der weiß aber: Kaum habe ich den Trunk vollzogen, ist das Geschmackserlebnis hier nachzulesen. Bleibt gespannt! Der Brauer ist mein Nachbar, eine Verkostung ist angekündigt. Grüße an die brenn:werk-Genossenschafter einen Stand weiter, die uns Wesenbergern einen erheblichen Stadtentwicklungsschub in Aussicht stellen. Strelitzius bleibt an ihrer Seite.

Akustisch toll begrüßt wurden wir von Apothekerin Cornelia Schleich an der Gitarre nebst musikalischen Kindern und Altersgenossen. Das haben so viele Städte auch nicht. Für die Grundschüler kamen wir zu spät, Fotos werden von meinem Blogpartner nachgeliefert. Mein Fazit: Nach fast 30 Jahren Einbürgerung war selbige heute mal wieder nicht zu bereuen. Die illuminierten Bäume vor dem Rathaus – acht Linden standen bei Pflanzung für die Ratsherren und die Kastanie in der Mitte für den Bürgermeister – schufen irgendwie ein Dazugehören. Gut für die Seele.

Wunderbar anzuhören: Stadtapothekerin Cornelia Schleich mit Nachwuchs und Co.