
Ein langer Fanfarenstoß kündigte die Absperrung an, zwei kurze die bevorstehende Zündung. Um 11 Uhr wurde am heutigen Sonntag, 1. November, die Südbrücke über die Bahngleise an der Bundesstraße 192 in Waren (Müritz) kontrolliert zu Fall gebracht. Durch gezielte Sprengungen an den Brückenpfeilern wurde der 65 Meter lange Überbau auf ein vorbereitetes Kiesbett niedergeführt. Drei kurze Fanfarenstöße signalisierten anschließend das Ende der Sprengung.
„Mit der erfolgreichen Sprengung der Südbrücke ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Modernisierung dieser zentralen Verkehrsachse in Waren geschafft. Während der Verkehr über die im vergangenen Jahr erneuerte Nordbrücke bereits wieder fließt, beginnen nun die Aufräumarbeiten und anschließend der Neubau der Südbrücke. Mein herzlicher Dank gilt allen beteiligten Unternehmen, der Stadt Waren (Müritz), der Polizei sowie der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung des Landes für die hervorragende Zusammenarbeit. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei den Warenerinnen und Warenern für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Bauarbeiten. Allen Beteiligten wünsche ich für den weiteren Verlauf des Neubaus viel Erfolg“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Dr. Wolfgang Blank.
Seit 11.15 Uhr ist der Sicherheitsbereich wieder freigegeben. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. „Die Maßnahme konnte wie geplant umgesetzt werden“, erklärte Annemarie Schaak vom Straßenbauamt Neustrelitz. Auch die Absicherung des Gefahrenbereichs verlief ohne Komplikationen.
Sonderprüfung: Fachleute untersuchen auf Schäden
Die Bundesstraße 192 in Waren (Müritz) ist seit 12.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Die Sicherheitsprüfung der neuen Nordbrücke nach der erfolgreichen Sprengung der unmittelbar benachbarten Südbrücke ist abgeschlossen. Die bestehende Umleitung wird damit aufgehoben. Fachleute hatten die Nordbrücke nach der Sprengung eingehend begutachtet und mehrere Belastungsfahrten durchgeführt. Nach Abschluss der Prüfung erteilte der zuständige Brückenprüfer die Zustimmung zur Verkehrsfreigabe.
Insgesamt waren rund 220 Personen an der Sprengung beteiligt, darunter 150 Einsatzkräfte der Landespolizei unter Führung des Polizeihauptreviers Waren und 17 Mitarbeitende der Stadt Waren (Müritz). Die Kontrollmaßnahmen im Sperrbereich erfolgten durch die Polizei zusammen mit dem Ordnungsamt der Stadt ab 08.00 Uhr. Nach Abschluss der Kontrollen konnte die Brücke planmäßig gesprengt werden. Das Straßenbauamt Neustrelitz würdigt die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und bedankt sich bei der Bevölkerung für ihr Verständnis.
Im nächsten Schritt werden die Abbruchreste abtransportiert und weitere Brückenteile zurückgebaut. Die Sprengung ist Teil des Ersatzneubaus der Brücken über die Bahngleise an der B 192. Weitere Informationen unter
www.strassen-mv.de/bruecke-waren.