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Kapitän Ricardo Galandi macht den ersten Punkt für die Neustrelitzer.

Unsere PSV-Volleyballer haben ihr Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den SV Warnemünde am heutigen Sonntag in der Strelitzhalle mit 1:3 (18:25, 25:21, 21:25, 22:25) verloren. Die Neustrelitzer liegen momentan noch auf Rang 2 in der Tabelle hinter Lindow/Gransee, aber die Verfolger Warnemünde und Kiel haben eine Partie bzw. sogar zwei Spiele weniger auf dem Konto. Vor Anpfiff der heutigen Begegnung bedankte sich der PSV unter dem Beifall der 200 Zuschauer in der Halle beim Ex-Kapitän der Neustrelitzer Sebastian Krause, der in dieser Saison für die Warnemünder aufläuft, mit einem großen Blumenstrauß und einem überdimensionalen Erinnerungsposter..

Die Gastgeber begannen diesmal hochkonzentriert, zeigten aber schon im ersten Durchgang, dass sie mühsam erarbeitete Vorsprünge nicht verteidigen können. So wurde aus einem 7:4 ein 7:8, bis zum 13:13 war der Durchgang offen, dann zogen die Ostseestädter auf und davon und verwandelten gleich ihren ersten Satzball. Da war einiges nachzubessern.

Ole Schröter (Mitte), hier mit Tom Orzelski (rechts) und Ricardo Galandi, hat den zweiten Satz für den PSV entschieden.

Im zweiten Satz legten die Neustrelitzer los wie die Feuerwehr, führten bereits 7:1, aber auch dieser Vorsprung war irgendwann futsch, ja die Warnemünder gingen sogar 16:14 und 19:18 in Führung. Dann schlug zur rechten Zeit die Stunde von Ole Schröter, der allein und im Doppel drei tödliche Blöcke setzte und zusätzlich noch zwei raffinierte Bälle im gegnerischen Feld unterbrachte. Genialer Typ! Odin Gnilitza steuerte noch ein Ass bei, und der Satz war unser.

Schröter zeichnete sich auch im 3. Satz aus, immer wieder scheiterten die gegenerischen Angreifer am flexiblen PSV-Zuspieler. Aber auch der 10:4-Vorsprung schmolz wie Butter in der Sonne dahin, über 11:11 und 17:17 stand der Durchgang auf des Messers Schneide, dann machten die einfach effektiveren Gäste den Sack zu, wobei Fortuna auch noch auf ihrer Seite stand.

Im letzten Satz lief der PSV ständig einem Rückstand hinterher, ihm fehlte die Ruhe in den eigenen Reihen, während die Gäste von der Küste abgezockter waren. Beim 15:20 gab es noch einmal ein Aufbäumen unserer Jungs, sie kamen auf zwei Punkte heran, wehrten beim 21:24 noch einen Matchball ab und mussten dann doch die Segel streichen.

Jacob Genzmer wurde beim PSV ausgezeichnet.

„Wir haben immer wieder versucht uns zurückzukämpfen“, sagte mir PSV-Coach Mewes Goertz nach dem Spiel. „Die Warnemünder haben auch besser aufgeschlagen. Letztlich hat uns in knappen Situationen einfach die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, und das wird in der 2. Bundesliga bestraft. Leider haben wir nun das Lokalderby gegen Lindow/Gransee und das MV-Derby gegen die Warnemünder in eigener Halle verloren. Daran haben wir zu knabbern, aber wir haben jetzt 14 Tage Zeit das zu verarbeiten, und das kriegen wir hin.“

Als bester Spieler in den Reihen des PSV Neustrelitz wurde Libero Jacob Genzmer ausgezeichnet. Am 14. November treten die Neustrelitzer in einem „Geisterspiel“ ohne Zuschauer in Moers am westlichen Rand des Ruhrgebiets an. Die Gastgeber vom Niederrhein sind aktuell Tabellenfünfter mit einem Spiel weniger als die Neustrelitzer. Also wieder keine leichte Aufgabe für unser Team.

Ehrung für Sebastian Krause.
Enttäuschte Gesicher nach Abpfiff beim PSV Neustrelitz.