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In der Nacht zum gestrigen Sonntag wurden im Stadtgebiet von Waren mehrere Schaufensterscheiben und Straßenlaternen, Fahrräder und Parkscheinautomaten mit Fanklebeband des FC Hansa Rostock beklebt. Ob es sich in den genannten Fällen um Sachbeschädigungen handelt, muss geprüft werden.

In zwei Fällen haben es die vermeintlichen Fans des Fußballvereins aber übertrieben, da ihr Handeln einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstellt. Gegen 1.20 Uhr wurden die Beamten des Polizeihauptrevieres Waren zum Schweriner Damm gerufen, da dort in ca. 1,70 Meter Höhe ein Hansa-Rostock-Klebeband über die gesamte Fahrbahn mit ihren vier Fahrstreifen gespannt worden war. Fahrer bremsten aus Angst vor dem Hindernis stark ab. Nach Einschätzung der Beamten hätten kleine Fahrzeuge unter dem Band durchfahren können, größere Fahrzeuge wie Transporter, Lkw oder Busse wären hängengeblieben oder das Band wäre gerissen.

Im Rahmen der Nahbereichsfahndung entdeckten die Beamten in der Straße Zur Steinmole zwischen zwei Straßenlaternen in einer Höhe von ca. 1,50 bis 1,70 Metern das gleiche Klebeband. Auf Höhe der Fußgängerunterführung in Richtung Schweriner Damm entfernten sich mehrere Personen beim Anblick der Polizisten fluchtartig. Ein 24-Jähriger konnte gestellt werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest hat einen Wert von 1,23 Promille ergeben. Bei der Durchsuchung fanden sich zahlreiche Aufkleber und eine Klebebandrolle des FC Hansa Rostock.

Die Beamten haben Strafanzeigen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr erstattet. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Waren aufgenommen. Es liegen bereits erste Hinweise auf die weiteren Tatverdächtigen vor. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Angaben zu den Straftaten oder den Tatverdächtigen geben können, richten diese bitte an die Polizei in Waren unter Telefon 03991 176224. Zudem besteht der Verdacht des Verstoßes gegen die Stadtsatzung Waren wegen des unzulässigen Plakatierens. In der Innenstadt von Waren (Lange Straße, Kietzstraße, Friedensstraße) wurden zahlreiche Aufkleber angebracht.