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Das Domjüch-Gelände in Altstrelitz wird ab diesem Herbst, spätestens jedoch mit dem Winter zum „HerzRaum“. Das psycho-soziale Vorhaben, bei dem Beziehungen zu anderen Menschen im Mittelpunkt stehen, ist das erste Kind der „Initiative Förderung ganzheitlicher Gesundheit“. Wie mir Seniortrainerin Sylvia Grieger schreibt, ist das „HerzRaum“-Projekt (siehe Flyer unten) auf sechs Monate angelegt und sieht wöchentliche Treffen Betroffener vor.

Sylvia Grieger lädt zu einem Informationsabend zum „HerzRaum“ am kommenden Dienstag, den 19. November, um 17 Uhr, ins Familienzentrum Neustrelitz, Useriner Str. 3 ein. Bitte anmelden unter Telefonnummer 03981 203862 oder per eMail an selbsthilfe-neustrelitz@t-online.de an.

Der Verein zum Erhalt der Domjüch, bei dem Sylvia Grieger wohlwollende Unterstützung fand, widmet sich seit 2010 voller Leidenschaft und Engagement der Aufarbeitung, Darstellung und Verbreitung der Geschichte der Domjüch. Ausgehend von der Nutzung als Landesirrenanstalt, ist die Darstellung der Psychiatrie in den verschiedenen Nutzungsepochen Kernstück der Vereinsarbeit. Frühere Behandlungsmethoden in der Anstalt, wechselvolle Geschichte und Nutzung der Gebäude, Aufarbeitung der Folgen von Euthanasie und Indoktrinierung der Bevölkerung im „Dritten Reich“ und die Anwesenheit der Russen auf der Domjüch werden erlebbar gemacht.

Gäste der Domjüch sind Privatpersonen und Gruppen, häufig mit eigenem psychologisch-psychiatrischem Hintergrund. Somit wurde die Domjüch auch immer mehr zur Adresse für Menschen, die im Außen selten über das sprechen, was sie bewegt. Im Kontakt mit dem Verein, konnten sie sich öffnen und gingen häufig mit einem Gefühl des „Angenommenseins“ nach Hause. Daraus entstand die Idee, nun den Schritt ins Heute zu gehen. Erste Ansätze waren der „Lauf gegen Depression“ oder „Yoga am See“. Es entstand die „Initiative Förderung ganzheitlicher Gesundheit“. Diese ist die Plattform für viele weitere Aktionen, Ausstellungen, Informationen.