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Die Commerzbank hat kürzlich in Rostock ihre diesjährige Gründerstudie für das Land Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. „Die Ergebnisse sind insgesamt ermutigend, zeigen aber auch Handlungsfelder. Gern würden wir auch den Gründergeist in der Region Neustrelitz weiter wecken und fassen daher für die Leserinnen und Leser des Strelitzius Blog die Kernaussagen der diesjährigen Ergebnisse zusammen“, so Commerzbank-Sprecher Mathias Paulokat. „Als Bank für Unternehmer wollen wir den Start in die Selbstständigkeit so gut wie möglich unterstützen.“ Immerhin drei Viertel der Gründer in MV würden den Schritt heute noch einmal wagen.

Der eigene Chef zu sein, ist in Mecklenburg-Vorpommern der wichtigste Grund für den Start in die Selbstständigkeit. Nur jeder vierte Gründer in MV gibt an, mit seinem Unternehmen mehr Geld verdienen zu wollen. Und: immerhin ein Drittel der Gründer in Mecklenburg-Vorpommern ist weiblich, das liegt über dem Bundesdurchschnitt, geht aus der Studie hervor, zu der auch Gründer aus Neustrelitz und Umland befragt wurden. Nur 75 Prozent finanzieren die Unternehmensgründung ausschließlich mit Eigenkapital, Fördermöglichkeiten werden jedoch oft nicht genutzt.

Gut ein Viertel aller Gründer in MV startet dabei mit weniger als 20.000 Euro in die Selbstständigkeit, ein weiteres Drittel hat bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Bei knapp der Hälfte ist das Startkapital allerdings innerhalb der ersten sechs Monate aufgebraucht. Das ist der Zeitpunkt, ab dem Gründer häufig eine Fremdfinanzierung in Anspruch nehmen, um ihr Geschäft auszuweiten.

Größte Hürde bei Gründung ist die Bürokratie

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein gründerfreundlicher Standort.“ Das sagen 60 Prozent der hier ansässigen Jungunternehmer. Zugleich sehen die Gründer aber noch Potenzial zur Attraktivitätssteigerung ihres Standorts. Die größte Hürde bei der Gründung sind für knapp die Hälfte der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern gesetzliche Regelungen, branchenspezifische Regulierungen und Bürokratie. Auch die Finanzierung bereitet einem Viertel aller hiesigen Gründer größere Sorgen.

Das wichtigste Ziel für Jungunternehmer im ersten Geschäftsjahr ist in Mecklenburg-Vorpommern die Kundengewinnung. 57 Prozent aller hiesigen Gründer nennt dies als oberste Priorität, im Bundesdurchschnitt sind es nur 46 Prozent. Knapp die Hälfte aller Gründer hat zudem ein klares Umsatzziel und ein Viertel möchte bereits im ersten Geschäftsjahr Gewinn machen.

Mit Blick nach vorn planen die Gründer in Mecklenburg-Vorpommern vor allem Investitionen in Personal. Denn im Fachkräftemangel sieht rund 40 Prozent aller Neugründer das größte Hindernis für die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens.