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Schloss Kummerow beherbergt eine der führenden fotografischen Privatsammlungen Deutschlands. Morgen ist dort Andreas Mühe zu Gast.

Im Oktober laden Schlösser, Guts- und Herrenhäuser in die Mecklenburgische Schweiz zu einem kulturellen und kulinarischen Programm rund um das Thema der Romantik ein. Der Auftakt des Schlösserherbstes findet am morgigen Sonnabend in der Fotografischen Sammlung Schloss Kummerow in Mecklenburg-Vorpommern statt. Zur Eröffnung spricht Susanne Papenfuß, Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft, mit dem international renommierten Fotograf Andreas Mühe über den Einsatz romantischer Mittel in seinen Arbeiten. Zu diesem Anlass zeigt Schloss Kummerow bis zum 3. November 2019 acht Leihgaben des Künstlers im Gartensaal. Die großformatigen Fotografien hat Mühe aus den Werkzyklen „Neue Romantik“, „Obersalzberg“, „Angela Merkel“ und „Deutscher Wald“ ausgewählt.

Andreas Mühe erlangte internationale Bekanntheit durch seine Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit und Identität. Im April 2019 erregte die Ausstellung „Mischpoche“ im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin, große Aufmerksamkeit. Seine analogen Fotografien mit der Plattenkamera reflektieren nationale Mythen. In seinen Arbeiten erkennt man scheinbar romantische Landschaften wie den deutschen Wald in Gespensterwald (2015) oder der Kreidefelsen in Kreidefelsen (2014), welche an Caspar David Friedrich erinnern und u.a. Teil der Ausstellung in Schloss Kummerow sind. Mühe gelingt der Bruch mit der Romantik gerade durch seinen radikalen Einsatz romantischer Mittel. In der Fotografischen Sammlung Schloss Kummerow befinden sich zahlreiche ikonische Arbeiten von Mühe. Führungen durch die Sammlung mit dem Schwerpunkt auf Andreas Mühe finden im Rahmen des Schlösserherbst am 19. und 26. Oktober sowie am 2. November 2019 jeweils um 11 Uhr statt.

Die barocke Schlossanlage Kummerow ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Seit 2016 beherbergt das Schloss eine der führenden fotografischen Privatsammlungen Deutschlands. Die auf zeitgenössische Werke fokussierte Sammlung zeigt die Arbeiten international anerkannter Fotografen u.a. von Wolfgang Tillmans, Hiroshi Sugimoto und Andreas Mühe sowie Aufnahmen namhafter Vertreter der Ostfotografie u.a. Ute und Werner Mahler, Sybille Bergemann und Harald Hauswald.

Andreas Mühe (*1979 in Karl-Marx-Stadt) lebt und arbeitet in Berlin. Der Künstler erhielt zahlreiche Fotografie-Preise, u.a. den Hansel-Mieth-Preis (2010) und den LeadAward (2015 und 2010). Werke von Mühe sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, unter anderem im Musée National d‘histoire et d‘art Luxembourg, Luxemburg; Deutsche Bank Sammlung, Deutschland; DZ Bank Sammlung, Deutschland; Stiftung F.C. Gundlach, Deutschland; Kulturstiftung Montblanc, Deutschland; Sammlung Wemhöner, Deutschland; Schloss Kummerow, Deutschland.

Einlass zur morgigen Veranstaltung ist um 10 Uhr, Beginn ist um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei.