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Die Polizei, hier die Kontrollstelle bei Zirtow an der B 198, nahm rund 380 Anzeigen gegen Fusion-Besucher auf.

„Wir sind mit dem Einsatzverlauf, der Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dessen Sicherheitsdienst und allen anderen beteiligten Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sehr zufrieden. Es herrschte eine fortsetzungswürdige vertrauensvolle Kommunikation“, so das Fazit des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zum am Montag zu Ende gegangenen Fusion Festival in Lärz. Die sehr gute Kooperation mi dem Veranstalter werde als zukunftsträchtig erachtet. Der mit ihm gefundene Kompromiss habe sich bewährt, so die Polizei. Die mobile Polizeiwache außerhalb des Veranstaltungsgelände werde als von den Festivalbesuchern angenommen gesehen.

Im gesamten Einsatz nahmen die Beamten etwa 380 Straf- und
Ordnungswidrigkeitsanzeigen auf. Darunter befanden sich knapp 200 Strafanzeigen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und etwa 150 Anzeigen gemäß §24a StVG (Führen eines Kraftfahrzeuges unter berauschenden Mitteln). Die bei den Kontrollen festgestellten Nationalitäten zeigten deutlich, dass sich das Festival weltweit großer Beliebtheit erfreut. Die Betroffenen stammten aus insgesamt 21 verschiedenen Nationen, von Australien, über Brasilien, Irland bis nach Nigeria. Zu Spitzenzeiten seien knapp 300 Beamte im Einsatz gewesen.

Todesursache bei 28-Jährigem ungeklärt

Am Sonntag wurde der mobilen Wache der Tod eines nur 28 Jahre alten Mannes gemeldet, der kurz zuvor leblos in seinem Zelt gefunden worden war (Strelitzius berichtete). Wie zwischen Veranstalter und Polizei vereinbart, nahmen Kriminalbeamte sofort die in solchen Fällen erforderlichen todesermittelnden Maßnahmen auf.

Zur Todesursache des Mainzers könnten derzeit keine Angaben gemacht werden. Die Obduktionsergebnisse seien der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg heute bekannt gegeben worden. Demnach wird ein Fremdverschulden ausgeschlossen. Ob und in welcher Form Substanzen todesursächlich sein könnten, ist der toxikologischen Untersuchung vorbehalten, deren Ergebnis wohl erst in einigen Wochen vorliegt.†††