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Der Wasserzweckverband Strelitz kann noch nicht absehen, was er mit dem in seinen vier großen Kläranlagen anfallenden Klärschlamm künftig tut. Darauf macht der WZV in der jüngsten Ausgabe seines Verbandsblattes aufmerksam. Bislang wurde der Schlamm zwei Mal pro Jahr auf Äckern bäuerlicher Partner der Region ausgebracht, wofür Kosten pro Jahr zwischen 65 000 und 70 000 Euro anfielen.
Inzwischen haben aber eine Düngemittelverordnung nebst Düngeverordnung gegriffen, die zur außerordentlichen Kündigung des noch bis Ende 2017 laufenden Entsorgungsvertrages führten. Trotzdem sei es dem WZV noch gelungen, im vergangenen Herbst den Klärschlamm ausbringen zu lassen, wenn auch fast zum doppelten Kubikmeterpreis.
Für 2018 und 2019 dürfte sich der Kubikmeterpreis erneut verdoppeln, wie eine Ausschreibung ergeben hat, die inzwischen mit Blick auf die sich dann auf 40 Cent pro Kubikmeter Abwasser erhöhenden Gebühren aufgehoben worden ist. Der Zweckverband hofft nach eigener Aussage, wenigstens noch die Frühjahrsausbringung 2018 zu einem akzeptablen Preis vereinbaren zu können. Allerdings seien die Landwirte ob der neuen Gesetzeslage verunsichert. Hinzu kommen die erheblich durchnässten Felder (Strelitzius berichtete), weswegen die Technik kaum noch auf die Äcker komme, um die Gülle auszubringen.
Alternative ist laut WZV die Verbrennung. Die Kosten hierfür, und damit die Folgen für die Gebühr, seien noch nicht abzusehen.
