Schlagwörter

, , , ,

In Sachen Abzocke auf dem Kaufland-Parkplatz in Neustrelitz gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Strelitzius hatte ja den Unmut von Mirower Einkäuferinnen öffentlich gemacht, die hier wegen vergessener Parkscheibe mit 30 Euro abgestraft worden waren. Die hatten erklärt, hier nicht mehr einkaufen zu gehen. Sie fühlten sich ob der Höhe des Bußgeldes echt über den Tisch gezogen, zumal sie einen randvollen Warenkorb zu ihrem Auto geschoben hatten.

Nun hat Kaufland den Mirowern die 30 Euro rückerstattet und zugleich darauf verwiesen, dass weder ihr Unternehmen noch die anderen Gewerbetreibenden am Standort einen Einfluss auf die Vergabe der Parkplatzüberwachung an die Privatfirma Park & Control hatten. Dies sei alleinig durch den Vermieter der Gesamtanlage geschehen. Bedauerlich sei, dass der Parkplatz in der äußeren Wahrnehmung mit Kaufland identifiziert werde, hieß es.

„Angesichts all dieser Umstände freuen wir uns natürlich umso mehr über
die Kulanz der Firma Kaufland, und wir werden in Zukunft – wie gewohnt –
auch weiterhin dort einkaufen“, schreibt mir Elvira Staab-Guhl aus Mirow. „Jenseits davon sind wir jedoch überzeugt, dass auch die Nachricht im Strelitzius-Blog mit zu dem jetzigen Ergebnis beigetragen hat. Wir bleiben auch bei unserer Auffassung, dass eine Gebühr von 30 Euro für ein relativ geringfügiges Versäumnis wie eine vergessene Parkscheibe völlig unangemessen und überzogen ist. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass in unserer Gegend viele Menschen gerade einmal mit Mindestlohn bezahlt werden, damit also (netto) mehr als vier Stunden für eine solche Gebühr arbeiten müssen, und dass im öffentlichen Raum 30 Euro beispielsweise dann fällig werden, wenn man mehr als eine Stunde auf Rad- und Gehwegen oder in der zweiten Reihe parkt bzw. an diesen Stellen parkt und dabei den übrigen Verkehr behindert.“