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Lincoln Assinouko, hier in einem früheren Spiel, schaffte wenigstens noch den Ausgleich. Der Spieler wurde von einem Zuschauer obendrein noch rassistisch beleidigt.

Die Vorbereitung der TSG Neustrelitz auf die zweite Halbserie in der Regionalliga Nordost hat einen blamablen Abschluss gefunden. Gegen den Verbandsligisten Güstrower SC 09 gab es am Freitagabend auf Kunstrasen im Neustrelitzer Harbigstadion ein schmeichelhaftes 2:2 (0:1).

Ryota Okumura schoss das 1:1.

„Dabei wollten wir unseren Fans in diesem letzten Testspiel unsere wahre Leistungsstärke zeigen, Tore schießen und zu Null spielen. Wir sind fassungslos und werden den Spielern gehörig den Kopf waschen“, sagte mir ein um Worte ringender Cotrainer Robert Gerhardt nach der Partie. „Wir schenken dem Gegner viel zu leicht die Treffer, und darüber müssen wir reden. Wir sind sehr enttäuscht und müssen jetzt ab Montag wieder mit klarem Kopf das Punktspiel auswärts am 2. Februar gegen Auerbach vorbereiten.“ Mehr wolle er zu der Partie nicht sagen.

Nach einem katastrophalen Abwehrfehler, ein Pass direkt in den Fuß eines Güstrower Stürmers, der TSG-Keeper Junghan nur noch umkurven musste, waren die Gäste in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich durch Ryota Okumura in der zweiten Hälfte schießen die Güstrower direkt aus dem Anstoß auf das Neustrelitzer Tor. TSG-Keeper Felix Junghan steht zu weit draußen, der Ball schlägt ein, und erneut muss das Heimteam einen Rückstand wettmachen. Das gelingt dann Lincoln Assinouko, ist aber nicht mehr als Kosmetik.

Traurige Randnotiz, zu der Robert Gerhardt dann doch noch klare Worte fand: Lincoln Assinouko und George Kelbel, farbige Spieler der TSG, wurden von einem Zuschauer rassistisch beleidigt. „Das wird Konsequenzen haben, wir kennen den Mann. So einer hat doch nicht alle Latten am Zaun und gehört auch auf gar keinen Fall auf einen Fußballplatz.“