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Es gibt Leute, denen ist wohl nichts heilig. Der Weihnachtsbaumklau scheint allmählich auch zur Adventszeit zu gehören. Und da meine ich nicht den illegalen Eigenbedarfsgang mit der Säge in den Wald. Der auch verwerflich ist. Es wird gleich in Größenordnungen bei Händlern gestohlen. So sind in Neustrelitz übers Wochenende in der Strelitzer Straße zwischen 20 und 25 Blaufichten entwendet worden. Der Schaden beläuft sich auf rund 600 Euro. In Malchow waren es im gleichen Zeitraum zehn Nordmanntannen im Wert von 200 Euro, teilt die Polizei mit. Die natürlich Zeugen sucht.

nordmann-fir-1020213_1280Zumal die Bäume ja irgendwo auch wieder verscherbelt werden müssen. Und da fahren die Ganoven vielleicht nicht durch die ganze Republik. Ich erinnere mich noch an das vergangene Jahr, als ich mir auf einer Wesenberger Anpflanzung einen Weihnachtsbaum hatte reservieren lassen. Muss wohl der Schönste von allen gewesen sein. Oder er stand zu sehr am Rand. In der Nacht vor der Abholung ist er abgesägt und über den Zaun gehoben worden. Was war ich sauer, und der Eigentümer erst!

Ich bin dann beim Förster in Drewin gelandet. Wie auch in diesem Jahr. Man sollte mit seinen Gewohnheiten vielleicht nicht brechen. Irgendwann bekomme ich auch noch heraus, wann ich aus den Kissen muss, um der erste Kunde in Drewin zu sein. Denn die veröffentlichten Öffnungszeiten am Verkaufssonnabend sind da Schall und Rauch. Dabei waren die Holde und ich diesmal extra früher aufgestanden und eine halbe Stunde vor dem offiziellen Termin vor Ort.

Also die Frage an Förster Jörg Bienert, wann man denn garantiert die Nase vorn hat. Klare Antwort, verpackt in ein Lächeln: „Das werdet Ihr nicht schaffen.“ Riecht nach Privilegien. Sein Glück, dass uns die letztlich gefundene landesforstliche  Nordmanntanne beglückte. Sonst hätte ich das Gespräch vertieft.