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Der Kreistag berät am Montag über die erste Abfallgebührensatzung des Landkreises Seenplatte. Sie soll ab 1. Januar 2016 gelten und alle bisherigen Satzungen der ehemaligen Landkreise Demmin, Mecklenburg-Strelitz, Müritz und die der Stadt Neubrandenburg außer Kraft setzt. Damit wird es vorbehaltlich der Entscheidung der Volksvertreter mit dem neuen Jahr einheitliche Abfallgebühren geben. Im Vorfeld hat es heftige Diskussionen gegeben, schließlich geht es ums Geld der Grundstückseigentümer. So wird Strelitz wohl um eine saftige Erhöhung nicht herumkommen

Die einheitliche Abfallwirtschaftssatzung ist bereits beschlossen. So erfolgt dann im gesamten Landkreis die Restmüllentsorgung über 60-, 80-, 120- und 240-Liter-Behälter im 14-täglichen Abfuhrrhythmus. Ab dem neuen Jahr ist grundsätzlich der Grundstückseigentümer anschlusspflichtig. Er bestimmt, empfehlenswerter Weise in Absprache mit den Mietern, die Anzahl und Größe der Behälter und bei Müllgroßbehältern, Mulden- und Presscontainern auch den Abfuhrrhythmus.

Im Interesse einer geordneten Umstellung, zum Beispiel von der 28-täglichen auf die 14-tägliche Entleerung, werden die Grundstückseigentümer gebeten, gegebenenfalls einen schriftlichen Antrag zur Ummeldung des Behältervolumens beim Umweltamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Waren kurzfristig einzureichen. Sofern keine Antragsstellung erfolgt, werden die Anschlusspflichtigen vom Landkreis angeschrieben und zur Abgabe eines Antrages aufgefordert. Sollte keine Antragstellung erfolgen, wird die Umstellung nach vorhandener Aktenlage vorgenommen. Alle bisherigen Anschlusspflichtigen, die nicht Grundstückseigentümer sind, werden zukünftig nicht mehr zur Zahlung der Abfallgebühren herangezogen.

Die Mindestgröße für die Bemessung des notwendigen Restabfallbehältervolumens und der Restabfallbehälteranzahl beträgt
10 Liter Restabfall je Einwohner und Woche. In der Stadt Neubrandenburg, wo es die Bioabfallbehälter gibt, beträgt das Mindestvolumen zur Berechnung der Behältergröße für Restabfall 7,5 Liter je Einwohner und Woche.

Die 28-tägliche Entleerung, die bisher in der Stadt Neubrandenburg und in der Region Demmin durchgeführt wurde, wird es ab dem 1. Januar 2016 nicht mehr geben. Neu ist auch, dass die 60-Liter-Mülltonne in der Stadt Neubrandenburg und in der Region Mecklenburg-Strelitz eingeführt wird. Die 40-Liter-Mülltonne wird es in der Region Mecklenburg-Strelitz nicht mehr geben.

Zukünftig können Schadstoffe nur noch gebührenfrei am Schadstoffmobil, das zweimal im Jahr an verschiedenen Standorten in den Städten und Gemeinden hält, abgegeben werden. Andere Herkunftsbereiche als private Haushalte (Gewerbe, öffentliche Verwaltung und Einrichtungen, Selbständige u. a.) sind ab Januar verpflichtet, dem Landkreis die Abfälle zur Entsorgung nach Maßgabe der Abfallwirtschaftssatzung zu überlassen. Bereits bestehende private Verträge über die Restmüllentsorgung mit Entsorgern sind demnach zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen. Der Landkreis überprüft alle Anschlusspflichten ab dem neuen Jahr.

Im ehemaligen Landkreis Müritz werden für den Erhalt von Gelben Säcken keine Gutscheine mehr benötigt. Die Ausgabestellen für Gelbe Säcke stehen auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de und im Abfallratgeber 2016, der allen Haushalten spätestens zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Neuen Jahr zugestellt wird. Die Abfallwirtschaftssatzung findet sich ebenfalls auf der Internetseite unter Bekanntmachungen/Satzungen.