Der Neustrelitzer Stadtpräsident Max Odebrecht hat sich in Sachen Schnee und Eisglätte auf Gehwegen in der Stadt und den Ortsteilen mit Datum vom 2. Februar schriftlich an Bürgermeister Andreas Grund gewandt. „In vielen Bereichen ist trotz bestehender Satzung keine ausreichende Glättebeseitigung erfolgt. Hierauf bin ich in den vergangenen Tagen wiederholt von Bürgerinnen und Bürgern sowohl persönlich im Stadtgebiet als auch über soziale Medien angesprochen worden. Vor diesem Hintergrund bitte ich um eine kurze Darstellung, welche Maßnahmen die Stadt ergreift, um die Einhaltung der Straßenreinigungssatzung sicherzustellen, wie Kontrollen erfolgen und ob ordnungsrechtliche Schritte bei Verstößen eingeleitet wurden.“ Ausdrücklich wolle er den Mitarbeitenden des Regiehofs danken „für die Schichten, die sie aktuell schieben“, so Odebrecht in seinem Schreiben.
Der Neustrelitzer Wehrführer Thomas Tschirch und weitere Kameraden sind nach offensichtlich längeren Turbulenzen innerhalb der Feuerwehr der Residenzstadt und zwischen Feuerwehr und Rathaus aus Frust von ihren Posten zurück- und aus der Feuerwehr ausgetreten. Stadtpräsident Max Odebrecht, der sich seit eineinhalb Jahren um Vermittlung zwischen den Konfliktparteien bemüht, will sich noch heute in einem Brief an Thomas Tschirch wenden und um dessen Rückkehr ins Amt bitten. „Es ist höchste Zeit Frieden zu schließen und die Egos auf allen Seiten zurückzuschrauben“, sagte mir der Stadtpräsident auf Anfrage.
Der Neustrelitzer Stadtpräsident Max Odebrecht hat im Zusammenhang mit dem erneuten Wasserschaden in der Strelitzhalle (Strelitzius berichtete) für den 23. April, 18 Uhr, eine öffentliche Sondersitzung der Stadtvertretung einberufen. Einen entsprechenden Antrag der AfD-Fraktion hatte Odebrecht zuvor mit den anderen Fraktionen besprochen.
Bürgermeister Andreas Grund (links) gratuliert Max Odebrecht zu seiner Wahl, im Hintergrund Ernst-August von der Wense.
Auf Vorschlag der CDU-Fraktion ist der 30-jährige Max Odebrecht am Abend von den Vertretern der Residenzstadt zum neuen Stadtpräsidenten von Neustrelitz gewählt worden (Strelitzius berichtete). Die Christdemokraten hatten zur Begründung unter anderem Odebrechts fundiertes Wissen um die in der Kommunalverfassung festgeschriebenen Rechte und Pflichten der Stadtvertretung ins Feld geführt. Fast sein halbes Leben habe Odebrecht bereits Kontakt zu Politik und Verwaltung. Er sei bestens geeignet, eine Brücke zwischen Bürgern, Stadtparlament und Rathaus zu bauen.
Der neue Stadtpräsident bedankte sich für den ihm gewährten Vertrauensvorschuss. Das Votum zeige, dass auch junge Menschen in Neustrelitz die Chance bekommen an vorderster Stelle bei der Gestaltung der Stadt Verantwortung zu übernehmen. Max Odebrecht würdigte auch im Namen der Bürger von Neustrelitz seinen Amtsvorgänger Ernst-August von der Wense, der in den vergangenen Jahren viel Herzblut in seine Arbeit als Stadtpräsident und als Stadtvertreter investiert habe.
Er werde sein Bestes geben, so der neue Präsident, um die großen Fußstapfen zu füllen, die von der Wense hinterlasse. Quer durch alle Fraktionen wünsche er sich Anstand, Fairness und Respekt im Umgang miteinander. „Letztlich muss es unser aller Ziel sein, das Beste für unsere schöne Stadt und die Menschen zu erreichen, die hier leben. Ich freue mich auf konstruktive Diskussionen, auch mal mit Emotionen, nach denen wir uns aber alle wieder in die Augen schauen können“, betonte Odebrecht. Außerdem wünsche er sich eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadtvertretung und Verwaltung, um die gemeinsamen Herausforderungen zu meistern.
Ernst-August von der Wense (links) und Max Odebrecht.
Max Odebrecht (CDU) ist am Abend auf Vorschlag der Christdemokraten von den Neustrelitzer Stadtvertretern zum neuen Stadtpräsidenten gewählt worden. Er konnte in geheimer Wahl 19 Stimmen auf sich vereinen, acht Stimmen gingen an Gegenkandidatin Daniela Preuß, die als Einzelbewerberin in die Stadtvertretung eingezogen ist und von der AfD vorgeschlagen wurde. Ein Stadtvertreter enthielt sich der Stimme, eine Stimmabgabe war ungültig.
Der 30-jährige Odebrecht tritt die Nachfolge seines Parteifreundes Ernst-August von der Wense an, der das Amt des Präsidenten aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellen musste (Strelitzius berichtete). Max Odebrecht, frisch verheiratet, ist studierter Verwaltungsbetriebswirt und Leiter des Bereiches Zentraler Service mit mehr als 20 Mitarbeitern in der Kreisverwaltung der Seenplatte. Seit 15 Jahren ist er Mitglied im PSV Neustrelitz, spielt selbst Volleyball und ist im Verein ehrenamtlich tätig.
Ernst-August von der Wense wird Justitiar der Stadt Neustrelitz. Er tritt die ausgeschriebene Stelle, für die er den Zuschlag erhalten hat, zum 1. Oktober an, wie er mir am Abend auf Anfrage bestätigte. Wegen der Unvereinbarkeit von Amt und Mandat scheidet von der Wense als Stadtvertreter aus der CDU-Fraktion aus. Für ihn wird Valentin Lunkenheimer nachrücken. Zugleich müssen die Abgeordneten einen neuen Stadtpräsidenten wählen. Das Vorschlagsrecht haben die Christdemokraten, die die stärkste Fraktion im Stadtparlament stellen.
Nach 20 Jahren Kommunalpolitik in der Stadtvertretung, davon 13 Jahre als Ausschussvorsitzender für Stadtentwicklung und Bau und fünf Jahre als Stadtpräsident falle ihm der Rückzug nicht leicht, so der 58-Jährige gegenüber Strelitzius. „Ich danke allen, die mir das Ver- und Zutrauen gegeben haben, die Stadtvertretung als deren Stadtpräsident zu leiten und zu repräsentieren. Dieser Vertrauensbeweis gerade auch mit der Wiederwahl im Juli 2024 hat mich in meinem Wirken bestärkt. Mir haben die Tätigkeiten als Ausschussvorsitzender und als Stadtpräsident sehr viel Spaß gemacht und ich habe auch sehr viel positive Rückmeldungen von Seiten der Mitglieder der Stadtvertretung, der Stadtverwaltung, aber auch den Bürger- und Bürgerinnen erhalten“, so von der Wense. Er habe sich immer um Ausgleich und einen guten Draht zu allen bemüht. „Ich hoffe sehr, dass meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin ebenfalls ein solcher Vertrauensvorschuss entgegengebracht wird.“
Silvio Witt (rechts) gratuliert Prof. Roman F. Oppermann zu dessen Wahl. Foto: Stadt Neubrandenburg
Die Stadtvertretung Neubrandenburg hat im Rahmen der heutigen Sitzung ein neues Präsidium gewählt. Diesem steht nun Prof. Dr. Roman F. Oppermann (SPD-Fraktion) als Stadtpräsident vor. Er wurde mit 33 Ja-Stimmen bei 6 Enthaltungen gewählt und nahm Glückwünsche von Oberbürgermeister Witt und allen Fraktionen der Stadtvertretung entgegen.
Neben Stadtpräsident Oppermann wurde Urte Reinsdorf (Fraktion DIE LINKE) als Stellvertreterin gewählt. Auf sie entfielen 37 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen. Komplettiert wird das Präsidium durch Dr. Sabine Balschat (Fraktion Bürger für Neubrandenburg), die nach wie vor als Stellvertreterin fungiert.
Mit Ablauf des 31. Januar ist Jan Kuhnert vom Amt des Stadtpräsidenten der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zurückgetreten. Bis zur Wahl einer neuen Stadtpräsidentin bzw. eines neuen Stadtpräsidenten wird Prof. Dr. Roman Oppermann kommissarisch die Aufgaben übernehmen.
Wenige Tage nach dem Hissen einer Hakenkreuzflagge auf dem Neubrandenburger Bahnhofsvorplatz bei gleichzeitigem Diebstahl der dort aufgezogenen Regenbogenfahne (Strelitzius berichtete) hat sich nun auch Stadtpräsident Jan Kuhnert zu Wort gemeldet. Hier seine Erklärung:
vor wenigen Tagen mussten wir mit Erschrecken feststellen, dass es Demokratiefeinden gelungen ist, vor dem Neubrandenburger Bahnhof eine Hitlerjugendfahne mit Hakenkreuz zu hissen. Als wenn dies nicht schon schlimm genug wäre, wurde im selben Zuge wiedermal die Regenbogen-, die Pride-Fahne gestohlen. Beide Taten sind zutiefst verabscheuungswürdig und vom Oberbürgermeister zu Recht scharf in einem offenen Brief kritisiert und verurteilt worden. Als Stadtpräsident der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg unterstütze ich die Aussagen des Oberbürgermeisters uneingeschränkt und erkläre mich ganz klar solidarisch!
Wie wichtig die Aufklärung zu den Themen sind, ließ sich an vielen Kommentaren im Netz ablesen. Es steht niemandem zu, Menschen zu verunglimpfen und allein auf deren sexuelle Ausrichtung festzulegen, oder mit falschen Unterstellungen zu diskreditieren. Ich möchte hier ganz klar sagen, dass beispielsweise die Beflaggung des Rathauses mit der Regenbogenfahne am 17. Mai nicht durch den Oberbürgermeister „bestimmt“ wurde, sondern dies in einem demokratisch legitimierten Beschlussverfahren der Stadtvertretung Neubrandenburg mit großer Mehrheit durch die 43 Ratsfrauen und Ratsherren beschlossen wurde. Als Oberbürgermeister hat Herr Witt die Umsetzung dieser Beschlüsse voranzutreiben.
Was ich in den Sozialen Medien lesen musste, bewog mich, Ihnen liebe Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger, meine Gedanken dazu zur Kenntnis zu geben. Es darf nicht sein, dass der Diebstahl einer Regenbogenfahne relativiert und das Hissen einer Hakenkreuzfahne gar als „Protest“ verharmlost wird. Neubrandenburg ist bunt, vielfältig und weltoffen. Meine Überzeugung ist, dass die meisten Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger dies auch so sehen und keinesfalls nationalsozialistische Gedanken verfolgen. Gern kann man über alle möglichen Themen diskutieren, ja sogar streiten, man darf enttäuscht sein von politischen Entscheidungen, man darf Fehlentwicklungen ansprechen, aber NIEMALS darf man dabei den Weg sachlicher Auseinandersetzung verlassen, um anderen zu schaden, eigene Vorteile zu erhaschen oder zu versuchen, unsere demokratische Gesellschaftsform mit derlei Mitteln zu unterlaufen, wie kürzlich geschehen.
Der erneute Diebstahl der Regenbogenfahne ist deshalb zu verurteilen. Durch das gleichzeitige Hissen der Hakenkreuzfahne ist Neubrandenburg deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten. Das so etwas wohl kaum Touristen oder Investoren nach Neubrandenburg lockt, sollte jedem bewusst sein und uns gemeinsam zum Nachdenken anregen. Lassen Sie uns nicht den Feiglingen und Schreihälsen unsere Stadt überlassen, sondern lassen Sie uns gemeinsam reden, nachdenken und auch streiten, unsere Stadt über ihren 775. Geburtsjahr hinaus, schöner, liebenswerter und freundlicher zu gestalten.
Auch im Jubiläumsjahr 2023 sind die Neubrandenburger Familienwochen fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Vier-Tore-Stadt. Vom 16. Juni bis 2. Juli veranstalten verschiedene Akteure der Familienbildung im ganz Stadtgebiet ein buntes und vielfältiges Programm mit einer Vielzahl von Events und Angeboten für Familien.
Der Startschuss für die diesjährigen Familienwochen erfolgt am Freitag, den 16. Juni um 14 Uhr, im Beisein von Stadtpräsident Jan Kuhnert im LindetalCenter in der Neubrandenburger Oststadt. An den darauffolgenden 16 Tagen stehen spannende Events wie das Austausch-Café, „Spiel und Spaß mit den Enkelkindern“ sowie ein Themenabend zum kindgerechten Umgang mit Medien und viele weitere Veranstaltungen an. Alle Angebote und Informationen sind unter https://www.neubrandenburg.de/familienwelten und im Programmheft (siehe Anhang) zu finden.