Schlagwörter
Internet, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, Spielbericht, TSG Neustrelitz, TuS Makkabi Berlin

Da kam heute Nachmittag so richtig gute Laune auf im Neustrelitzer Harbigstadion. Die gastgebenden Oberliga-Kicker der TSG Neustrelitz behielten gegen den TuS Makkabi Berlin mit 4:0 (1:0) die Oberhand. Rund 200 Zuschauer erlebten eine taktisch hervorragend eingestellte, von Anfang bis Ende dominierende Residenzstadt-Elf, die den Gästen auf dem Kunstrasen kaum eine Chance ließ.
Bereits in der 19. Minute nahm Remmy Kruse, der heute wieder sehr viel für das Offensivspiel getan hat, einen langen Ball im Mittelfeld auf und sah den mitlaufenden Kevin Akogo. Der wiederum zirkelte den Ball an dem weit herausgelaufenen Makkabi-Schlussmann Lucas Lindner vorbei gekonnt flach in die Maschen. Das Leder dabei in Zeitlupe bis über die Torlinie, nichts für schwache Nerven… Zuvor hatte Nick Höfer schon die Gelegenheit zur Führung, sein Distanzkracher traf leider nur die Latte. Auch Manuel Härtel hatte den ersten Riesen zu verbuchen, Lindner parierte. Erst in der Verlängerung der ersten Halbzeit die ersten beiden Möglichkeiten für Makkabi, zum Glück ohne Folgen. Elias Höftmann im Kasten der TSG und seine Vorderleute heute ohne Fehl und Tadel.
Gleich nach der Pause in der 48. Minute erhöhte Manuel Härtel am langen Pfosten auf 2:0, quer bedient von Nick Höfer. In der 66. Minute musste Manuel Härtel an selber Stelle wieder nur den Fuß an den Ball bringen. Remmy Kruse hat die passgenaue Vorlage geliefert. Ein weiterer Treffer blieb dem TSG-Torjäger erneut versagt, der diesmal in einer 1:1-Situation an Lindner scheiterte. Dafür traf in der 68. Minute noch einmal Kevin Akogo, diesmal per Kopf, und darf sich erneut bei Remmy Kruse bedanken. Der hätte noch auf 5:0 erhöhen können, zu gönnen wäre es dem Fleißigen gewesen. Für die ihm zugedachte Flanke von der rechten Seite, getreten vom eingewechselten Luca Müller, war er leider ein paar Zentimeter zu klein.
Ab der 72. Minute erhielten fünf TSG-Ersatzfeldspieler Gelegenheit zum Einsatz, ohne dass es zum Bruch im Spiel der Neustrelitzer kam. Sie blieben weiter gefährlich. Auch das ein Qualitätsausweis. Makkabi kam noch zu einem Kopfball auf den TSG-Kasten, der aber weit über das Gehäuse ging.
Jubelgesang und ein Tänzchen
Jubelgesang und ein Kreistänzchen der Strelitzer Jungs vor Coach Thomas Franke auf der anderen Platzseite, der trotz seiner kürzlichen Operation an der Bandscheibe ins Harbigstadion gekommen war und seinen Spielern sagte, wie stolz er auf sie ist.
„Nach unseren letzten Wochen habe ich den Auftritt heute von unserer Mannschaft erwartet“, berichtete mir Kapitän Nils Röth. „Wir haben von vorn bis hinten den Gegner beherrscht, für den nicht viel rumgekommen ist. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können. Wir haben endlich auch mal in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass man die gute erste wiederholen, ja toppen kann. So darf es weitergehen.“
Co-Trainer Velimir Jovanovich: „Ganz klares Chancenplus auf unserer Seite und ein in der Höhe verdienter Sieg für uns. Die Balance zwischen aktivem Verteidigen und zügigem Umsetzen des Pressings hat gestimmt. Wir waren die bessere Mannschaft und haben den Sieg, den wir wollten, erzielt. Weil wir als Mannschaft die drei Punkte wollten, als Team. Was wollen wir mehr?“
Entwicklung wirklich super
Sein Kollege, Co-Trainer Mike Elstner: „Wir sind wieder aggressiv draufgegangen, haben schnell umgeschaltet und wirklich gut die Reihen geschlossen, kaum etwas zugelassen, weil wir auch aktiv nach hinten gegangen sind. Das zeichnet uns im Moment aus, und wir treten immer mehr als Mannschaft auf. Jeder ist für jeden da, die Entwicklung ist wirklich super, es wird alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“
Das letzte Wort habe ich TSG-Sprecher Stephan Neubauer gegeben: „Eine sehr beeindruckende Leistung, zumal wir in der zweiten Hälfte noch eine Schippe draufgelegt haben. Dem Gegner haben wir das Spiel komplett aus der Hand genommen. Und mit dieser enormen Physis sind wir über 90 Minuten gut unterwegs.“
Unsere TSG Neustrelitz schiebt sich nach dem heutigen Erfolg auf den vierten Tabellenplatz vor. Nächster Gegner ist in einer Woche auswärts der FC Hansa Rostock II (9.). Und dann folgt im Parkstadion der Residenzstadt der MV-Pokalsamstag, 29. März. Gegner im Viertelfinale ist der Greifswalder FC. Der Vorverkauf läuft.



