Schlagwörter
Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Strelitzhalle, Untersuchungen, Wasserschaden

Nur etwa drei Monate nach der Wiedereröffnung nach mehr als zwei Jahren Schließung zur Schadensbeseitigung und Teilsanierung macht die größte Sporthalle der Stadt Neustrelitz erneut Sorgen. Das teilt Bürgermeister Andreas Grund mit. Die Hallenwarte hatten am Freitagabend in der Strelitzhalle Feuchtigkeitsschäden im Bereich der Fußleisten in einigen Umkleiden, Sanitär- und Fitnessräumen festgestellt und daraufhin die Verantwortlichen der Stadt informiert.
Am Samstagvormittag gab es bereits einen ersten Vororttermin mit dem Dezernenten für Stadtentwicklung und Bau, Nico Ruhmer, dem Amtsleiter für Hoch- und Tiefbau, Volker Roß, sowie dem Bürgermeister und einem Vertreter der Stadtwerke Neustrelitz GmbH. Ein erster Eindruck legt nahe, dass es sich diesmal offensichtlich um einen Leitungswasserschaden handeln dürfte. Der Monat März war in diesem Jahr – wie auch das gesamte erste Quartal – außerordentlich niederschlagsarm. Das grenzt die möglichen Schadensursachen natürlich enorm ein. Allerdings war am Samstag nicht eindeutig festzustellen, ob eine Undichtigkeit im Gebäude oder eine Trinkwasserleitung außerhalb der Halle als Ursache erkannt werden könnte., heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.
Bereits für den heutigen Montag waren weitere Untersuchungen vorgesehen, und es müssen natürlich der Schadensumfang festgestellt und eingegrenzt, mögliche Maßnahmen besprochen und Festlegungen getroffen werden. So kann auch gegenwärtig nicht gesagt werden, ob es erneut zu Nutzungseinschränkungen der Halle oder bestimmter Räume kommen könnte. Das dürfte sehr stark davon abhängen, wo genau die Undichtigkeit oder der Leitungsdefekt liegt und wie schnell die Ursache gefunden und beseitigt werden kann.
„Das im Moment einzig Positive an der aktuellen Situation ist, dass Schulferien sind und somit die Woche vor sowie nach Ostern kein Schulsport ausfällt“, so der Bürgermeister. „Selbstverständlich werden wir umgehend mit dem Landkreis MSE und der Schulleitung des Gymnasium Carolinum Kontakt aufnehmen, bitten aber auch hier um Verständnis, dass die Situation derzeit keine Prognosen hinsichtlich Zeitverlauf oder Umfang möglicher notwendiger Arbeiten zulässt.“
An schlimme Zeiten erinnert
Seitens der Volleyballer des PSV Neustrelitz teilte Vorstandsmitglied Patrick Scholz auf Anfrage mit, dass die Verwaltung sofort den Verein über die erneuten Probleme informiert hat. „Wir sind froh, dass wir unser Heimspiel am Samstagabend noch austragen durften.“
Gleichwohl sei er an schlimme Zeiten erinnert, die er eigentlich überwunden glaubte. Er könne und wolle sich nicht ansatzweise vorstellen, dass der Schaden die Halle erneut auf längere Zeit unbenutzbar macht. Der PSV selbst hat erst Mitte September Saisonstart, aber er denke momentan auch an die anderen Nutzer der Strelitzhalle, so Scholz. „Ich hoffe inständig, dass sich das Problem diesmal schnell lösen lässt.“