Rasmus Raecke, Tatyana Kashytska, Diego Uzal, Katharina Uzal, Leonid Tenenbaum (von links).
Musique á la mode – am Sonnabend, den 8. August, spielt das Raecke-Streichquartett mit dem Klarinettisten Diego Uzal in der Musikbrennerei ein Konzert, wie es am Hofe von Prinz Heinrich stattfinden könnte. Dieser hätte sich zu seinem Geburtstag nicht mit 300 Jahre alter Musik abspeisen lassen, er hätte Zeitgenössisches gefordert! Und das gibt es an diesem Abend in der Musikbrennerei: Das 1. Streichquartett von Hans-Karsten Raecke und Mozarts Klarinettenquintett. „So…- ein Warnlied“ für Klarinette und Begleitband von Hans-Karsten Raecke, das Trio für Klarinette, Flügel und Violoncello „Avant qu’il disperse le son“ von Diego Uzal und drei Stücke für Streichquartett von Mendelssohn-Bartholdy. Zeitgenössisches damals und heute.
Mit einem schönen Fest, das zur Stunde noch andauert, wird heute das neue Feuerwehrgerätehaus in Blankenförde eingeweiht. Das 1,54 Millionen Euro teure Gebäude, wovon 663.000 Euro von der Stadt Mirow aufgebracht wurden, ist am Vormittag von gleich mehreren Rednern als Quantensprung bezeichnet worden.
Großer Andrang im Garten und im ganzen Haus. Fotos: Kulturquartier
Fröhlich und ausgelassen feierten ca. 1.500 große und kleine Neustrelitzer und Neustrelitzerinnen am vergangenen Sonnabend das große Fest zum 10. Geburtstag ihres Kulturquartiers. Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz dankt von Herzen den vielen Einrichtungen, Geschäften, Vereinen, Akteuren und Freunden des Hauses für die finanzielle, organisatorische und inhaltliche Unterstützung des Geburtstagsfestes, schreibt mir Geschäftsführerin Dorothea Klein-Onnen. Insgesamt kamen ca. 8.000 Euro Spendengelder zusammen, die das Geburtstagsfest mit vielen Akteuren, Sonderausstellung, Tombola, Gewinnen, Geburtstagstorte und Geburtstagscocktails ermöglichten.
Das „Kaiserliche Postamt“ im 19. Jahrhundert, Foto: KWA
Anlässlich seines 10. Geburtstages zeigt das Kulturquartier eine große Sonderausstellung im gesamten Haus über die Geschichte des Ortes Schlossstraße 12/13, die in die Mitte des 19. Jahrhundert zurückreicht.
1869 kaufte die Postverwaltung das Haus Schlossstraße 12 für die Einrichtung eines neuen Postamtes mit Telefonie. Das rasante Anwachsen des Post-, Telefon- und Telegrafenwesens brachte die Räume jedoch schon bald an ihre Grenzen und ein großzügigeres Gebäude wurde für das aufblühende Kommunikationswesen benötigt. 1898 erwarb die Post das Nachbargrundstück hinzu, um Platz für einen repräsentativen Neubau auf dem Doppelgrundstück Schlossstraße 12/13 zu schaffen. Zwischen 1899 und 1902 entstand hier das stattliche „Postamt I. Classe“, welches sich in moderner Gründerzeitarchitektur ganz bewusst als fortschrittliches Kommunikationszentrum der Residenzstadt präsentierte. Für viele Jahrzehnte diente es als zentraler Knotenpunkt für Austausch und Kommunikation in der Region.
Auch in diesem Jahr haben mich wieder zahllose Glückwünsche zum Geburtstag erreicht, die ich unmöglich einzeln beantworten kann. Zum Glück habe ich ja diesen meinen Blog. Also per Tastatur ein ganz herzliches Dankeschön für die vielen Grüße und guten Worte, ich war einmal mehr gerührt von so viel Aufmerksamkeit.
Katja Thiede ist die Initiatorin des Female Ping Pong Clubs.
Es begann ganz spontan: Beim ersten Ping Pong Palooza – dem Neustrelitzer Tischtennisturnier für alle und jede:n – fand sich eine Gruppe tischtennisbegeisterter Frauen zusammen und beschloss, einfach gemeinsam weiterzuspielen. Kein Verein, keine Strukturen, kein Druck. Sie trafen sich zum lockeren Spielen bei Palooza-Initiatorin Katja Thiede vor der Haustür oder an der Steinplatte am Carolinum. Dass daraus ein konstantes Angebot mit eigenen Räumen, Themenabenden und einer wachsenden Gemeinschaft werden würde – damit hatte anfangs niemand gerechnet.
Seit Januar 2025 hat das Format einen festen Ort: den Ping Pong Salon in der Elisabethstraße 33. Jeden Montag von 16.30 bis 18.0 Uhr steht er allein den Frauen offen, Anfängerinnen wie Fortgeschrittenen, mit Kind oder ohne, in jeder Lebensphase. Eine Anmeldung ist nicht nötig, Schläger und Bälle gibt es vor Ort.
Raum für Austausch
Über den Sport hinaus ist der Club zu einem Ort für echten Austausch geworden. Ein Frühstück für Alleinerziehende brachte Menschen zusammen, die ähnliche Herausforderungen kennen. Bei einem Gastspiel des populären Ostfrauensalons tauschten sich Frauen aller Generationen darüber aus, wie sich ihre ostdeutsche Herkunft auf ihr Leben im Hier und Jetzt auswirkt. Beim Hormon Ping Pong sprachen Frauen offen über die Wechseljahre, ein Thema, das im Alltag selten Raum findet. Eine zweite Ausgabe des Formats ist bereits in Planung. Und das Programm wächst weiter: Wer ein Thema einbringen möchte, das sie bewegt, kann den Club aktiv mitgestalten.
Platte statt Hamsterrad
Auch die Spontaneität des Anfangs hat sich der Club bewahrt. Wer gerade in der Nähe ist – auf dem Rückweg vom Amt, zwischen zwei Terminen, mit noch einer Stunde bis zum nächsten Fixpunkt im durchgetakteten Alltag – kann einfach reinkommen. Es ist keine Sporttasche nötig, keine Vorbereitung, keine Erklärung. Ankommen, sich freispielen, Kaffee trinken und durchatmen: Für all das ist hier Raum.
Der Female Ping Pong Club ist ein gemeinnütziges Projekt, das auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist, um bestehen zu können. Eine freiwillige Mitgliedschaft ist ein möglicher Weg. Mitglieder werden mit zusätzlichen Angeboten belohnt, darunter kostenfreie Einzeltrainings, ein Club-Shirt sowie – bei Bedarf – Kinderbetreuung während der Spielzeiten.
Die Gefahr der „Betrinkung“ besteht bei mir eher nicht. Dieser Tage wurde ich gleich mehrfach an Badestellen der Kleinseenplatte per Aushang vor der Gefahr einer „Ertrinkung“ gewarnt. Das Wort ist mir dermaßen ins Vokabular geschossen, dass ich es gleich mal adaptiere. Besser wird es nicht. Zumindest steht die eine Deutsch-Entgleisung ebenso wie die andere nicht im Duden. Jedenfalls noch nicht…
Genug der Einleitung, bleiben wir beim Trinken. Und da dürfte heute ein Hochgeistiger fällig sein, oder auch zwei von der Sorte. Schließlich habe ich per 1. März eine Schnapszahl auf dem Konto. Die erste in der Strelitzius-Geschichte, und das steht bei allem Lebensmut zumindest fest, auch die letzte. Mein Blog hat sich heute vor elf Jahren ins Internet gewagt und sich seitdem bravourös geschlagen.
In gemütlicher Runde, vorn rechts Stadtpräsident Max Odebrecht.
Mit einer festlichen Mitgliederversammlung hat der StädteBANDE e.V. am gestrigen Freitagabend in seinen Räumlichkeiten in Neustrelitz-Kiefernheide den 4. Geburtstag des rührigen Vereins begangen. An der Feier nahmen auch Stadtpräsident Max Odebrecht, die Kulturbeauftragte der Stadt Andrea Meifert, Sponsoren und Unterstützer teil. Im Kreis der Gäste Estelle und Tilda vom Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie, mit dem der StädteBANDE e.V. partnerschaftlich verbunden ist. Strelitzius hat den 16 Mitglieder starken Verein von Beginn an in seinem Blog begleitet und freute sich über die Einladung.