Das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Neustrelitz
Aufgrund des Fernwärmenetzausbaus in Neustrelitz kann es in den kommenden Monaten zu Behinderungen im Straßenverkehr kommen. Die Stadtwerke bauen das Fernwärmenetz in mehreren Etappen in der Josef-Jakubowski-Straße, in der Adolf-Friedrich-Straße und in der Schillerstraße aus. Vom 2. September bis voraussichtlich 8. November 2024 kann es in der Josef-Jakubowski-Straße im Bereich der Hausnummern 32 bis 48 zu Sperrungen kommen. In der Schillerstraße kommt es nicht wie zunächst gemeldet ab 9. September zu Sperrungen. Dort verzögert sich der Baustart. Soweit ein neuer Termin vorliegt, wird informiert. In der Adolf-Friedrich-Straße ist der Baubeginn auf den 16. September 2024 verlegt worden. Mit Behinderungen ist im Bereich von der Hohenzieritzer Straße bis zur Emil-Kraepelin-Straße bis voraussichtlich August 2025 zu rechnen. Die Anwohner werden über die anstehenden Bauarbeiten informiert.
Der Fernwärmeausbau erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Die Stadtwerke Neustrelitz investieren allein für den ersten Bauabschnitt der Adolf-Friedrich-Straße (Hohenzieritzer Straße bis Emil-Kraepelin-Straße) rund 1,3 Millionen Euro. Das Projekt wird zu 40 Prozent über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert. Der Fernwärmeausbau in der Schillerstraße ist mit einem Projektvolumen von mehr als 720.000 Euro beziffert. Der Fernwärmeausbau in der Schillerstraße wird ebenfalls zu 40 Prozent aus Mitteln der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze gefördert.
Die Stadtwerke Neustrelitz haben bereits im vergangenen Jahr ihre Fernwärmekampagne für die Stadt Neustrelitz gestartet. Die Erarbeitung eines Transformationsplanes liegt in den letzten Zügen. Ein Transformationsplan zeigt den Weg, wie ein Wärmenetz bis spätestens 2045 treibhausneutral funktionieren kann.
Aufgrund des Fernwärmenetzausbaus in Neustrelitz gibt es in den kommenden Wochen mehrere Straßensperrungen. Vom 2. September bis voraussichtlich 8. November ist die Josef-Jakubowski-Straße voll gesperrt. Die Adolf-Friedrich-Straße ist vom 2. September bis voraussichtlich 30. August 2025 im Bereich des ersten Bauabschnittes von der Hohenzieritzer Straße bis zur Emil-Kraepelin-Straße gesperrt. In der Schillerstraße kommt es in der Zeit vom 9. September bis voraussichtlich 30. April 2025 zu Sperrungen. Die Anwohner wurden über die anstehenden Bauarbeiten informiert.
Am 12. September lädt die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) zum MSEwasserstoff FORUM 2024 ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz. Als zehnte Ausgabe der etablierten digitalen Veranstaltungsreihe #MSEwasserstoff der WMSE bringt das MSEwasserstoff FORUM 2024 erfahrene Wasserstoffexperten, UnternehmerInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen aus ganz Deutschland im DLR in Neustrelitz für den fachlichen Austausch zum Thema Wasserstoff, für das Stärken alter und das Knüpfen neuer Kontakte zusammen.
Gastredner wie Christoph Schütte, Vice President Siemens Energy Global GmbH & Co.KG; Peter Rößner, Geschäftsführer APEX Nova Holding GmbH; Kathrin Goldammer, Geschäftsführerin Reiner Lemoine Institut und Sprecherin Energiecluster Berlin-Brandenburg; Johannes Daum, Bereichsleiter Wasserstoff, alternative Kraftstoffe und Brennstoffzelle NOW GmbH; Dr. Ralf Tschullik, Geschäftsführer IWEN Energy Institute gGmbH und Hanno Balzer, Geschäftsführer HH2E Werk Lubmin GmbH, Leiter Energiewirtschaft HH2E AG geben wie weitere spannende Diskussionsteilnehmer einen Überblick zum Stand der Technologie aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die Schirmherrschaft über das MSEwasserstoff FORUM 2024 trägt mit großer fachlicher Kompetenz Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die sich vor Ort der Diskussion zum Stand der Dinge aus politischer Sicht stellt. Moderiert wird die Veranstaltung von Jacob Beautemps, bekannter Wissenschaftsjournalist und mit fast 700.000 Followern erfolgreicher YouTube-Star.
Am 30. Juli kam es auf Initiative der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) zu einem gemeinsamen Termin mit Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V, der Fleesensee Holding GmbH und den Stadtwerken Waren GmbH. Hintergrund des Treffens sind die geothermischen Vorhaben bzw. anstehende Maßnahmen beider Unternehmen, die in der Region nachweislich vorhandene Geothermie zur Wärmeversorgung zu nutzen bzw. auszubauen. „In M-V liegt der Ursprung der geothermischen Erkundung und Nutzung in Deutschland. Neben der regenerativen Stromversorgung wird der Ausbau der Versorgung mit erneuerbarer Wärme von zentraler Bedeutung für das Gelingen der Energiewende sein“, stellte Jesse schon während des Baltic Sea Business Day Rostock am 18. April dieses Jahres fest.
Beim ersten Termin des Tages im Schlosshotel Fleesensee stellte Geschäftsführer Michael Scharf als Einführung die Fleesensee Holding vor, in Diversität und Innovationskraft auch jenseits der klassischen Hotellerie und Gastronomie eines der führenden touristischen Unternehmen in M-V. Die Anlage, mit drei Hotels, einer Wasserwelt mit Spa und mehr als 450 Mitarbeitenden möchte sich zukunftsorientiert energetisch unabhängiger machen. So entstand im Frühjahr 2022 die Idee des Baus einer eigenen Tiefengeothermieanlage zur Wärmeversorgung des Resorts und ggf. des Ortes Göhren-Lebbin. Dieses Vorhaben wurde erstmals im Rahmen der #MSEwasserstoff der Wirtschaftsförderung MSE am 5. Dezember 2023 präsentiert.
Hervorragende Grundlagen vorhanden
Basis der angestellten Untersuchungen und Planungen bis zur geplanten Inbetriebnahme der Anlage Ende 2027 ist die Tatsache, dass ganz MSE mit der Lage im Norddeutschen Becken über hervorragende tiefengeothermische Grundlagen – Thermalwasserfelder mit rund 70 °C heißem Wasser in maximal 1.700 Metern Bohrtiefe – verfügt. Das heiße Wasser wird über Pumpen in einem geschlossenen Kreislaufsystem gefördert und für die Wärmeversorgung aber auch für Anwendungen im Bade- und SPA-Bereich, genutzt. Mit dem Ziel der Versorgungssicherheit für das Resort sowie einer weiteren Verbesserung der Klimafreundlichkeit einher geht bei der ersten deutschen Tiefengeothermie-Anlage in privater Hand eine geschätzte Kostenersparnis von jährlich rund 400.000 Euro, verglichen mit der bisherigen Gas-Versorgung. Bei geschätzten Gesamtkosten für die geplante Anlage von rund 21 Millionen Euro interessierte Michael Scharf vor allem die Positionierung der Landesregierung für energiepolitisch relevante Vorhaben wie das vorgestellte Projekt in Fleesensee sowie entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Großes Interesse zeigte die Staatssekretärin ihrerseits an einer geplanten Informationsveranstaltung am 21.08.2024 für die BürgerInnen von Göhren-Lebbin und Umgebung.
Martin Niedzwetzki von der Windbauer GmbH Neubrandenburg
Mit dem Podcast #MSEimpuls ist die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) seit Juli 2023 noch dichter dran an den UnternehmerInnen im Landkreis, kann diese zielgerichteter beraten und einem breiten Publikum vorstellen. Am 17.04.2024 startete die zweite Staffel #MSEimpuls im gewohnt zweiwöchentlichen Rhythmus, mit spannenden Geschichten, innovativen Unternehmen und interessanten Menschen.
Wie Landwirtschaft und erneuerbare Energien zusammenpassen, erklärt in der Folge vom 26.06.2024 Martin Niedzwetzki von der Windbauer GmbH in Neubrandenburg. Seit vier Generationen Landwirte, hat sich Windbauer der modernen und nachhaltigen Landwirtschaft verschrieben – für höchste Qualität in Produkt und Produktion. Was sich u.a. darin niederschlägt, dass Windbauer Vertragspartner der Restaurantkette Block House ist, diese entsprechend den hohen Ansprüchen an die Tierhaltung mit Rindern aus eigener Aufzucht beliefert.
Viele Synergien vorhanden
„Tatsächlich haben nachhaltige Landwirtschaft und erneuerbare Energien, betrachtet man beide zusammen, viele Synergien“, erklärt Niedzwetzki das zweite Standbein der Windbauer Gruppe – das Betreiben von Wind- und Solarparks zur Erzeugung regenerativer Energien. Auch hier wieder denkt das Unternehmen ganzheitlich und regional. In jeweils gut 1,5 h Fahrzeit von Neubrandenburg aus erreichbar, befinden sich die Anlagen, die Windbauer von der Flächenanalyse bis zur Vermarktung der erzeugten Energie selbst konzipiert und umsetzt – immer in engem Austausch mit den Kommunen, Projektpartnern oder Landwirten, deren Bedürfnisse das Unternehmen kennt und berücksichtigt. So wie auch die der Anwohner. Die Windkraft-Anlagen von Windbauer kommen nämlich nachts dank einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung zu 98 Prozent ohne Signalbeleuchtung aus. Was übrigens ab 01.01.2025 gesetzlich verpflichtend wird.
Stefanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung zur Transformation des Energiesystems im Leea.
In der gemeinsamen digitalen Informationsveranstaltung von Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH (WMSE) und Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V GmbH (Leea) am gestrigen Donnerstag zu Fördermitteln für Energieeffizienz und Klimaschutz gab Stephanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung zur Transformation des Energiesystems im Leea, rund 60 Interessierten einen komprimierten Überblick über unternehmensrelevante Fördertöpfe und -höhen.
Dies sind als wichtigste die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW), die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) und die Bundesförderung für effiziente Gebäude-Einzelmaßnahmen für Wohn- und Nichtwohngebäude im Bestand (BEG EM). Vom Land M-V kommen aus EU-Mitteln hinzu die Klimaschutzförderrichtlinien Kommunen und Unternehmen (EFRE) und LEADER (ELER).
Während das EEW von Transformationsplänen über Anlagen- und Prozessoptimierung bis zu Querschnittstechnologien Kosten mit zwischen 25 bis zu 70 Prozent fördert, gibt es bei der Förderung effizienter Wärmenetze (BEW) schon zwischen 40 und 50 Prozent, werden Betriebskosten für Solarthermieanlagen und Wärmepumpen beispielsweise zehn Jahre mit zwischen 0,01 und 0,092 EUR/ kWhth gefördert. Beide Förderprogramme sind nicht kumulierbar mit anderen staatlichen Förderungen. Die BEG EM hingegen kann nach Einzelfallentscheidungen mit anderen Fördermitteln wie aus der Klimaschutzförderrichtlinie Unternehmen in gleichen Maßnahmen kombiniert werden – bis zu einer maximalen Förderquote von 60 Prozent. Einzelmaßnahmen an Gebäuden (BEG EM) können sogar mit bis zu 70 Prozent der Kosten gefördert werden. Förderfähig sind Maßnahmen wie PV-Anlagen und -Speicher, LED-Beleuchtungen, Gebäudenetze zur Wärmeversorgung.
Das neue Schaltgebäude an der B 193 nahe dem Krankenhaus in Neustrelitz.
Die Meldung über einen möglichen Stromengpass in Oranienburg hat aufhorchen lassen. Die Stadtwerke Neustrelitz können Ihre Kunden beruhigen. So ein Szenario kann für die Residenzstadt ausgeschlossen werden. Gerade entsteht ein neues Schalthaus in der Nähe des Krankenhauses an der Bundesstraße 193. Derzeit ist dies noch eine leere Hülle, aber bereits im August dieses Jahres, wenn die Technik dafür geliefert wird, verwandelt sich das Schalthaus „in unser Herzstück der Netzversorgung“, beschreibt Thomas Schneider, Abteilungsleiter Netzbetrieb Strom/Fernwärme.
Rund fünf Millionen Euro investieren die Neustrelitzer Stadtwerke in die neue Technik, um den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben. „Durch Wärmepumpen und die Ladeinfrastruktur oder zum Beispiel den Anschluss von Photovoltaikanlagen ist der Strombedarf auch in Neustrelitz gestiegen.“ Als Grundversorger sind die Stadtwerke Neustrelitz verpflichtet, für eine stabiles Netz zu sorgen und entsprechend vorausschauend zu investieren.
Bereits 2022 haben die Planungen mit dem Vorversorger e.dis begonnen. Inzwischen entstand das neue Schalthaus rund vier Kilometer vom Umspannwerk der e.dis entfernt. Leitungen wurden und werden verlegt, damit der Strom in den Neustrelitzer Haushalten landen kann. Läuft alles nach Plan, dann sollen die Arbeiten voraussichtlich Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.
Die Stadtwerke Neustrelitz versorgen die Residenzstadt und Umgebung an 365 Tagen im Jahr mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und Internet. Und natürlich sind die Stadtwerke Neustrelitz auch an allen Feiertagen für die Kunden da. Die Mitarbeiter in den Kundenzentren in der Strelitzer Straße 27 und in der Wilhelm-Stolte-Straße 90 machen aber am Freitag nach Himmelfahrt/Herrentag wohlverdient frei, so er Versorger. „Deshalb bleiben beide Einrichtungen an dem Tag geschlossen. Am Montag ab 9 Uhr sind die Stadtwerke-Mitarbeiter wieder für Sie da.“
Peter Modemann (stellv. Oberbürgermeister von Neubrandenburg, Dirk Biermann (COO von 50Hertz), Staatssekretär Jochen Schulte, Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, Kraftwerksleiter Dennis Reincke, Vizelandrat Torsten Fritz und neu.sw Geschäftsführer Reinhold Hüls (von links) weihten die Power-to-Heat-Anlage gemeinsam ein. Foto: Neubrandenburger Stadtwerke
Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) und der Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz haben in der Vier-Tore-Stadt die neu gebaute Power-to-Heat-Anlage offiziell eingeweiht. Sie wandelt überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie in klimaneutrale Wärme um. Für neu.sw und die Stadt Neubrandenburg ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zu grüner Fernwärme.
Die Stromnetze können nicht immer den gesamten erzeugten Ökostrom transportieren, weil sie noch nicht entsprechend ausgebaut sind. In solchen Fällen entstehen Netzengpässe, die zu einer Überlastung der Übertragungsleitungen und somit zu einer Gefährdung des elektrischen Systems führen können. Normalerweise müssen in solchen Situationen Windräder – und in Zukunft vermehrt auch Photovoltaikanlagen – abgeregelt werden. Ihr Potenzial bleibt ausgerechnet dann ungenutzt, wenn viel Wind weht oder die Sonne am wolkenlosen Himmel scheint. Dafür erhalten die Betreiber eine Entschädigung. Mit der Power-to-Heat-Anlage kann dieser überschüssige grüne Strom nun nach dem Motto „Nutzen statt Abregeln“ volkswirtschaftlich und ökologisch sinnvoll noch besser genutzt werden.
Erst abgerufen, wenn gebraucht
Drei jeweils sieben Meter hohe Elektrodenkessel mit einer Leistung von jeweils 10 Megawatt bilden die Kernelemente der Power-to-Heat-Anlage. Sie sind mit Wasser gefüllt, das durch den Strom erhitzt wird. Die damit erzeugte Wärme wird anschließend ins Fernwärmenetz der Stadt geleitet oder im nebenstehenden Kurzzeitwärmespeicher eingelagert und erst dann abgerufen, wenn sie gebraucht wird. Sobald die Power-to-Heat-Anlage anspringt, kann die Leistung des Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerkes (GuD-HKW) reduziert werden und es macht dem Ökostrom Platz. Dadurch werden fossile Brennstoffe, CO2-Emissionen und damit auch Kosten eingespart.
Reinhold Hüls, technischer Geschäftsführer neu.sw: „2017 haben wir die grüne Wärme-Wende in Neubrandenburg eingeleitet. Wir freuen uns sehr, mit der Inbetriebnahme der Power-to-Heat-Anlage den nächsten Schritt gehen zu können. Voraussetzung war zunächst der Bau des Kurzzeitwärmespeichers. Er ist die Basis dafür, dass wir mit der neuen Anlage jetzt auch erneuerbare Energien für das Wärmenetz der Stadt nutzen können. Aus Ökostrom wird Wärme. Damit wird Umweltschutz ganz praktisch greifbar.“
Dr. Dirk Biermann, Chief Operations Officer (COO) von 50Hertz: „In Neubrandenburg nehmen wir die neunte Power-to-Heat-Anlage in unserem Netzgebiet gemeinsam mit regionalen Partnern in Betrieb. Damit stehen unserer Systemführung rund 300 Megawatt elektrische Leistung zur Verfügung, die sie zur Entschärfung von Netzengpässen einsetzen kann. Auch die Region um Neubrandenburg ist gekennzeichnet durch eine hohe Einspeisung von Windenergie. Bereits heute beträgt der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch im Osten Deutschlands über 70 Prozent und er soll auf 100 Prozent ansteigen.“
Jochen Schulte, Staatssekretär für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, M-V: „Hier in Neubrandenburg wird die Energiewende greifbar. Die innovative Nutzung überschüssiger elektrischer Energie für die Wärmeversorgung trägt nicht nur zur Effizienzsteigerung bei, sondern auch zum Klimaschutz. Diese Anlage zeigt, wie mit modernster Technologie und partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können – für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung.“
Stadtwerke-Geschäftsführer Vincent Kokert, Wesenbergs Bürgermeister Steffen Rißmann und Hans Dannenberg, Projektentwickler bei den Stadtwerken (von rechts), an der neuen Schnellladesäule.
Ein wenig zugespitzt lässt sich sagen, dass Wesenberg mit dem heutigen Tag im Zeitalter der Elektromobilität angekommenen ist. Auf dem Parkplatz Bresebrink gegenüber der Minol-Tankstelle an der B 198 haben die Stadtwerke Neustrelitz eine Schnellladesäule für E-Autos mit zwei Ladeplätzen in Betrieb genommen. Das werden Einheimische und Touristen, aber auch Transitreisende, die mit E-Autos unterwegs sind, zu schätzen wissen. Der Versorger, der konsequent Elektromobilität voranbringt (Strelitzius berichtete) hat für die Anlage 100.000 Euro investiert. Fördermittel gab es nicht.
Stadtwerke-Geschäftsführer Vincent Kokert würdigte die Mitarbeit der Kommune und besonders ihres Bürgermeisters bei der Umsetzung des Projektes. „Steffen Rißmann hat dem Vorhaben von Beginn an positiv gegenübergestanden und alles in seiner Macht Stehende getan, um für eine zügige Umsetzung zu sorgen. Einer solchen Aufgeschlossenheit begegnen wir nicht überall.“ Dennoch hat die Realisierung des Vorhabens eineinhalb Jahre gedauert. Die Verantwortlichen verwiesen darauf, dass die Säge beim Netzbetreiber e.dis klemme. „Der Part der Stadtwerke war in zwei Wochen erledigt“, ergänzte Projektentwickler Hans Dannenberg.