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Foto: DBK Neubrandenburg

Im Kampf um die weitere Behandlung extrem kleiner Frühgeborener am Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum steht jetzt der Termin für die Anhörung in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses des Bundestages fest: Am 27. März 2023 wird Petentin Renate Krajewski, die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) des Klinikums ist, in Berlin von dem Gremium angehört. Das gab sie bei der vierten Mahnwache der MAV und der
Bikerfriends MV für den Erhalt des Perinatalzentrums Level 1 am Mittwoch auf dem Neubrandenburger Marktplatz bekannt.

Oberbürgermeister Silvio Witt will das Thema auch bei einem Gespräch mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung im Februar ansprechen und betonte, dass die Region bei dem Thema – unabhängig vom Ergebnis im Petitionsausschuss – nicht nachlassen dürfe. „Wir brauchen gleichwertige Lebensbedingungen in Deutschland. Die Politik darf im ländlichen Raum nicht die gleichen Maßstäbe ansetzen wie in Ballungszentren“, sagte er.

Da Mindestmengen wie für die Frühgeborenen auch für immer weitere medizinische Leistungen festgelegt werden sollen, bestehe die Gefahr, dass aus einem Maximalversorger – wie es das Klinikum ist – am Ende „ein Kreiskrankenhaus wird“, so Renate Krajewski. Die MAV und die Bikerfriends haben sich darauf verständigt, weitere Mahnwachen auf dem Marktplatz zu organisieren. Die nächste soll es noch im Vorfeld der Ausschusssitzung am 22. Februar geben. Im Rahmen der darauffolgenden Mahnwache am 29. März will Renate Krajewski über die Ergebnisse der Ausschusssitzung berichten.