Schlagwörter

, ,

Thomas Urban, Markus Poland, Eileen Jahnke und Juliette Lahaine von der SoLaWi Klein Trebbow (von links). Foto: hildematuszakphoto.de

Für das kommende Jahr können noch Ernteanteile in den Bereichen Fleisch, Gemüse und Molkereiprodukte der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) Klein Trebbow vergeben werden. Außerdem haben sich aus dem Mitgliederkreis Verteilstellen in Neustrelitz, Canow, Neubrandenburg und Fürstenberg gebildet, damit Fahrtwege eingespart werden können. Darauf machen Marion und Christoph Prinz aufmerksam.

Sie sind seit über einem Jahr Mitglied der SoLaWi und davon überzeugt, dass die Zukunft der Ernährung in Klein Trebbow schon begonnen hat. Ein Flyer habe ihre Aufmerksamkeit erregt und sie nach Klein Trebbow fahren lassen. „Wir hatten Glück und trafen Jette, die zusammen mit drei weiteren MitstreiterInnen seit 2018 den Biobauernhof mit 50 Hektar Land bewirtschaftet. Sie erklärte uns das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft, das darauf beruht, dass eine Gruppe von Leuten monatlich eine feste Summe zahlt, dafür regelmäßig seinen Anteil des Ertrages der bäuerlichen Landwirtschaft erhält und den laufenden Betrieb des Hofes mitfinanziert. Auch Mithilfe auf dem Hof ist möglich und sogar erwünscht“, schildern Marion und Christoph Prinz ihren Einstieg. „Wenige Tage später entschlossen wir uns, Mitglied der SoLawi und damit Mitbauer und Mitbäuerin zu werden.“

Am ersten „Verteiltag“ hätten Marion und Christoph auch Markus, der die Tierwirtschaft betreibt, Eileen, die das Büro und die Buchhaltung macht und Thomas, der mit Jette zusammen den Gemüsegarten plant und bearbeitet, kennengelernt. „Der Enthusiasmus und die Energie dieser Vier für ihre Sache beeindruckt uns nach einem Jahr Mitgliedschaft noch immer.“ Eileen und Thomas schrieben nicht nur regelmäßige „Hofbriefe“ mit aktuellen Informationen an die Mitglieder, sondern erstellten auch aufwändige Förderanträge. Das Projekt eines Bio-Landhofes mit Gemüse-, Fleisch- und Käseproduktion sei auch ein Schreibtischjob.

Die Ergebnisse der Bemühungen um eine Verbesserung der vormals ausgelaugten Böden im Gemüsegarten und auf den Weideflächen, das Interesse junger Menschen, die auf dem Hof ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren, die Vernetzung mit anderen regionalen Projekten und Initiativen und das Gefühl, Pioniere einer neuen und zugleich alten Idee der Landwirtschaft zu sein, lasse die Klein-Trebbower ihr Projekt weiter vorantreiben, so die Neubauern abschließend.

Wer mehr erfahren möchte, schaut unter www.solawi-trebbow.de rein oder wendet sich direkt an das Team unter der 03981 2565033.