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Angriff auf Angriff der TSG Neustrelitz in der Schlussphase, aber der Siegtreffer gegen eine aufopferungsvoll verteidigende Gästeelf sollte nicht mehr fallen.

Wer seine Chancen nicht nutzt und sich dann auch noch Fahrlässigkeit leistet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er am Ende um den Erfolg gebracht ist. Die Oberligisten der TSG Neustrelitz haben sich heute Nachmittag im heimischen Parkstadion von Aufsteiger MSV 1919 Neuruppin 1:1 (0:0) getrennt und ihren Fans Magerkost aufgetischt. Allein zur Halbzeit hatte ich schon fünf Großchancen für unser Team auf dem Zettel, die Gastgeber drückend überlegen, während die Gäste kaum aus der eigenen Hälfte herauskamen. Allein Justin Schultze scheiterte drei Mal, Marcus Niemitz bekommt das Leder nicht in die Maschen, und ein Freistoß von Kapitän Kevin Riechert wird vom Neuruppiner Keeper mit Glanzparade noch über die Latte gelenkt.

Die Freude über den Führungsteffer war bei Nils Röth (links) am Ende verflogen.

In der zweiten Hälfte wittert Neuruppin Morgenluft, wird offensiver, aber nicht wirklich gefährlich. Dann endlich bringt Nils Röth in der 65. Minute aus einem Gewühl vor dem Gästekasten heraus das Runde in das Eckige. Anstatt nun nachzusetzen, leistet sich die TSG eine Auszeit. Und die nutzen die Brandenburger. Zum zweiten Mal in der ganzen Partie erfolgversprechend vor dem TSG-Tor, wird Hajar Ibrahim mustergültig bedient und netzt in der 76. Minute unhaltbar ein. Die Neustrelitzer Defensivspieler konnten nur hinterhergucken, so schnell hatten die Neuruppiner ihren Gegenangriff vorgetragen. Das reichte den Außenseitern, sie machten wieder dicht, und der TSG nutzten auch gefühlt ein Dutzend Ecken und Freistöße in der Schlussphase nichts mehr.

Was die Körpersprache unserer Jungs ohnehin verriet, sprach Coach Maximilan Dentz gegenüber Strelitzius aus: „Wir sind schon schwer enttäuscht. Klar wussten wir, dass das keine leichte Aufgabe wird, aber wir hatten genügend Möglichkeiten, hier als Sieger vom Platz zu gehen. Ganze zehn Minuten hatten die Neuruppiner Oberwasser, aber das hat ihnen gereicht, um einen Punkt mitzunehmen. Daraus müssen wir lernen.“ Den Ausgang der englischen Woche hatte sich mein Blogpartner definitiv anders vorgestellt. Am Ende sind ganze fünf Punkte zusammengekommen.

Das letzte Wort habe ich heute TSG-Sprecher Stephan Neubauer gegeben: „Spätestens in der zweiten Halbzeit haben wir den Dreier fahrlässig hergegeben. In der Euphorie der Führung haben wir mal eben vergessen Fußball zu spielen. Vergeigt haben wir die Partie aber schon in der ersten Hälfte.“

Nun gilt es für die TSG-Oberligisten, zur positiven Stimmung zurückzufinden, die nach dem Sieg am vergangenen Mittwoch gegen Hansa II (Strelitzius berichtete) das Team beherrschte. Am kommenden Sonntag tritt die Elf von Maximilan Dentz, jetzt Tabellenfünfzehnter, beim SFC Stern 1900 (17.) an. Eine lösbare Aufgabe, aber das war die heute auch.

Die klar überlegene Mannschaft geht mit einem Punkt vom Platz.
Die Körpersprache verrät alles…

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