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Lucas Grofe zimmert hier einen Ball an der Badener Abwehr vorbei aufs Parkett.

Unsere Zweitliga-Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben heute drei weitere Zähler verbuchen können. Im Geisterheimspiel in der heimischen Strelitzhalle bezwangen die Jungs das Team vom TV Baden mit 3:1 (25:20, 25:20, 20:25, 25:18) und festigten damit ihren vierten Tabellenplatz.

Nach einem hellwachen Beginn der Gastgeber zeigten die Gäste, dass sie sich am Glambecker See nicht kampflos ergeben wollen. Letztlich zogen die Neustrelitzer aber mit starker Blockarbeit dem Gegner den Zahn, wurden immer druckvoller und beendeten im dritten Anlauf den ersten Durchgang zu ihren Gunsten. Der PSV musste erneut auf Mittelblocker Ricardo Galandi und Libero Jacob Genzmer verzichten, beide sind verletzt. Dafür von Beginn an auf der Liberoposition der erfahrene Oliver Heß, der seine Aufgabe wieder hervorragend gelöst hat.

Daniel Hähnert wurde ausgezeichnet.

Im 2. Satz waren die Neustrelitzer erneut mit überzeugendem Spiel in allen Mannschaftsteilen schnell in Führung, aber wie gewonnen, so zerronnen. Der TV Baden erwies sich als ein zäher Gegner und war zwischenzeitlich sogar vorn. Lucas Grofe und Maximilian Auste sorgten dann maßgeblich für einen Vier-Punkte-Vorsprung. Beim 19:18 sah es noch einmal eng aus, aber da war auch noch Daniel Hähnert, heute als Bester beim PSV ausgezeichnet, gegen den die Gäste keine ausreichenden Mittel fanden. Der zwischenzeitlich kurz eingewechselte Daniel Zastrau machte dann den Sack zu.

Mit tollem Block-Spiel, hier Ole Schröter (links) und Paul Sprung, wurde den Badenern der Zahn gezogen.

Coach Mewes Goertz sah nun den Zeitpunkt gekommen, weiteren Spielern mit wenigen Einsätzen eine Chance zu geben. Die einen nutzten sie ein bisschen mehr, die anderen etwas weniger, letztlich knirschte es im PSV-Getriebe und die Badener witterten Morgenluft. Beim Stand von 18:22 brachte der PSV-Trainer Verstärkung in den Sechser, aber es war zu spät, um das Ruder noch herumzureißen.

Dafür wurde der vierte Satz mit dem stärksten Aufgebot angegangen, was den Neustrelitzern heute Abend zur Verfügung stand. Bis zum 13:11 hielten die Gäste noch halbwegs mit, es gab tolle Spielzüge auf beiden Seiten zu sehen, aber dann hatten sich Grofe und Auste eingeschossen und ballerten, traumhaft von Cordian Daniluk in Szene gesetzt, was das Zeug hielt. Auch Paul Sprung ließ seine Klasse aufblitzen, und natürlich ist Tom Orzelski zu nennen. Letztlich hatten Badener nichts mehr entgegenzusetzen, und der Schlusssatz ging wieder klar an unsere Mannschaft.

Coach Mewes Goertz hat heute in der Strelitzhalle den kompletten Kader eingesetzt.

„Ich habe heute dem kompletten Kader Spielanteile gewährt, und alle haben es gut gemacht“, so das Resümee von Mewes Goertz. Der verlorene Satz falle nicht wirklich ins Gewicht, drei Punkte seien drei Punkte. „Wir haben vor der Saison versprochen, dass wir jeden einzelnen Spieler entwickeln wollen, und daran halten wir uns auch“, betonte der Coach im Gespräch mit mir. Und was die Spielzeit im Zeichen der Pandemie angehe, so sei sie „einfach nur komisch“. Zur aktuellen Platzierung der Neustrelitzer war Mewes Goertz kein Kommentar abzuringen. Momentan spricht jedenfalls vieles dafür, dass unsere Volleyballer ihr Saisonziel vielleicht sogar übererfüllen.

Wird der Spielplan nicht erneut durcheinandergewirbelt, dann treten die PSV-Zweitligisten am 6. Februar in Warnemünde zum MV-Derby an. Das Hinspiel hatten die Neustrelitzer in eigener Halle 1:3 verloren, da ist also Revanche angesagt.

Die drei Punkte haben sich unsere PSV-Jungs verdient.