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Die Teilnehmer am Gespräch von Neubrandenburgs OB Silvio Witt (hinten rechts) mit Polizei und Jugendamt. Foto: Polizei

Mit Beginn der Sommerferien und den ersten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben sich der unter Denkmalschutz stehende Aussichtspunkt Belvedere und auch der Brodaer Strand als beliebte Treffpunkte der Neubrandenburger Jugendlichen etabliert. Es gibt seitdem nicht nur Beschwerden der umliegenden Anwohner über Lärm und Vandalismus, sondern vor allem über den Müll und die Abfälle, die die jungen Menschen dort oft hinterlassen. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und die geltende Corona-Verordnung (Abstandsgebot) wurden von der Polizei bei mehreren Kontrollen ebenfalls festgestellt.

Heute gab es ein Gespräch zwischen Oberbürgermeister Silvio Witt gemeinsam mit der Polizei und dem Jugendamt des Landkreises. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass es um eine einvernehmliche Lösung gemeinsam mit den Jugendlichen gehe, die alle zufrieden stellt. „Hier soll nicht mit rigiden Verboten reagiert werden. Wir wollen die Interessen der Kinder und Jugendlichen genauso berücksichtigen, wie die nötigen Aspekte des Denkmalschutzes und die Wünsche der Anwohner“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt. Aus diesem Grund sei man übereingekommen, dass die Mobile Jugendarbeit über das Jugendamt des Landkreises das Gespräch mit den Jugendlichen suchen wird.

„Wir wissen, dass die jungen Menschen einen Platz brauchen, um sich zu treffen, da noch viele Einrichtungen geschlossen sind“, so Silvio Witt. Möglicherweise bieten sich am Brodaer Strand Alternativen abseits zum Belvedere an. „Gleichzeitig wollen wir die Jugendlichen dafür sensibilisieren, Rücksicht auf Badegäste und Anwohner zu nehmen, den Strand sauber zu hinterlassen und ein respektvolles Miteinander zu ermöglichen. Ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam erreichen werden.“