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Solche Besucher wünscht sich Mecklenburg-Vorpommern! Die Berlinerin Sabine Smentek hat dieser Tage ihrer alten Heimatstadt Mirow einen Besuch abgestattet. Die viel diskutierte und interpretierte „Kernfamilie“ machte das über die Landesgrenzen hinweg möglich. Für alle Fälle hatte sich die frühere Landestochter nach eigener Aussage noch mit der Kreisverwaltung der Seenplatte in Verbindung gesetzt und sich grünes Licht geben lassen. Auch eine Polizeikontrolle sei ohne behördliche Beanstandung passiert worden.
Aber das nur vorweg. Die Erzieherin hat ihren Aufenthalt in Mirow auch genutzt, um gemeinsam mit Söhnchen Moritz im Wäldchen hinter der Beethovenstraße Müll zu sammeln. „Also grundsätzlich sammele ich ja schon eine ganze Weile mit meiner Kindergruppe in Berlin Müll auf und auch regelmäßig mit meinem Sohn“, so Sabine Smentek gegenüber Streltzius. „Als wir durch das Wäldchen gegangen sind, ist uns aufgefallen, wie krass es da aussieht. Moritz hat dann abends vor dem Schlafengehen gesagt, ‚Mama, morgen räumen wir den Wald auf‘.“
Bereits nach den ersten zwanzig Metern waren beide Eimer voll. „Ich habe dann noch zwei Stunden weitergesammelt und bin vielleicht 50, 60 Meter vorangekommen. Unfassbar, was da alles herumliegt“, meint Sabine Smentek.
Ich bedanke mich im Namen der Anwohner. Dass uns erst Gäste vor Augen führen müssen, wie vermüllt unsere Umgebung ist, lasse ich an dieser Stelle mal unkommentiert.


Wir lebten vor 20 Jahren in einem Bundesland, wo es so gut wie kein wildes Müllabladen gab. Einmal haben wir eine volle Plastiktüte im Wald entdeckt und die Polizei angerufen, die binnen einer halben Stunde vor Ort war und diesen Müll nach Indizien durchsuchte! Hier im schönen MV käme wahrscheinlich nicht die Polizei, sondern eher ein Arzt, der uns auf unsere geistige Gesundheit hin untersuchen würde … Denn Müll in Wald und Flur scheint hier leider normal zu sein. Und das ist auch leider das, was nach der schönen Natur gleich als nächstes auffällt, wenn man hier Urlaub macht oder zuzieht. Urlaubsland Nr. 1???
Was ich hier sehr vermisse ist ein Plan, sind Aktionen und vor allem Bestrafungen gegen diesen unerträglichen Missstand. Es ist kein Kavaliersdelikt! Mehr als kontraproduktiv war ja wohl die Änderung der Abfallgebührensatzung, ganz zu schweigen von der stoischen Gelassenheit mancher Behörden diesem Thema gegenüber. Noch 30 Jahre, dann wird auch hier in MV eine kleine Tüte Müll im Wald vielleicht die Polizei auf den Plan rufen ….Oder? Hier soll doch alles 50 Jahre später kommen, habe ich gehört, aber nicht glauben wollen!
Erziehen durch Vorbild sein… Klingt sehr nach dir, liebe Bine. Alles Gute für die Zukunft.