Schlagwörter

, , , , , ,

Unter dem Motto „Gedankenaustausch 3.0“ hat am Vormittag im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz die 3. Schlossbergkonferenz begonnen. Sie wird von der Stiftung Mecklenburg gemeinsam mit der Stadtvertretung Neustrelitz veranstaltet. Landtagspräsidentin Birgit Hesse hat am Morgen die Stiftung angerufen und sich erfreut über das bürgerschaftliche Engagement vor Ort geäußert. Sie dankte ausdrücklich der Stiftung Mecklenburg, die gemeinsam mit der Stadtvertretung den Faden klug aufgenommen und ein beeindruckendes Forum des Bürgerdialogs geschaffen habe.

Im Gegensatz zur Vorgängerkonferenz ist diesmal keiner der drei Strelitzer Landtagsabgeordneten im Kulturquartier vertreten, da diese heute im Parlament in Schwerin gefragt sind. Die Volksvertreter wollen aber bei einer nächsten Tagung zum Neustrelitzer Schlossareal 2021 wieder dabei sein, wie mir der Ratsvorsitzende der Stiftung Mecklenburg, Henry Tesch, sagte. Auch Birgit Hesse will das ermöglichen.

In einem Grußwort an die Konferenz hob der CDU-Fraktionschef im Landtag, Vincent Kokert, die herausragende Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt Neustrelitz und den ganzen Landkreis aus dreierlei Gründen hervor. „Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich zurückbesinnen und nach ihren kulturellen Wurzeln suchen, halte ich es für wichtig, dass die Erinnerung an die bedeutung des Herzogtums nicht nur wach bleibt, sondern dass langfristige Visionen entwickelt werden, wie Neustrelitz mit seinem historischen, auch architektonischen Erbe umgehen soll“, so Kokert. Dazu brauche es zweitens ein Netzwerk aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, um im Diskurs zu neuen Ideen zu gelangen, auch mit Blick auf das Schlossareal. Drittens schließlich seien Ansprechpartner mit klaren Zielen und sich begeisternde Menschen vor Ort notwendige Bedingung für noch mehr Engagement des Landes Mecklenburg-Vorpommern in und für Neustrelitz.

Der Landtagsabgeordnete der LINKEN, Torsten Koplin, stellte heraus, wie sehr sich seit der ersten Konferenz die Schwerpunktesetzungen verändert haben. Ging es anfänglich um Argumente, warum es notwendig ist, die verbliebenen Reste des Schlosses nutzbar zu machen, so gehe es nunmehr um zukunftsweisende Pläne für das Schlossareal. Im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des Schlossareals werde sich nicht nur darüber Gedanken gemacht wird, was man wie entwickeln könne, sondern sich zugleich damit auseinandergesetzt, „wie es gelingen kann, das Denkmögliche auch zu finanzieren. Das nenne ich verantwortungsbewusstes Handeln“, so Koplin in seiner Grußadresse. „Auch wenn der Weg bis zur sichtbaren Veränderung des Schlossareals ein weiter ist, ein Erfolg zeigt sich schon jetzt: Die vielseitige Befassung mit dem Schlossareal stärkt das demokratische Gemeinwesen. Sich einmischen, in die eigenen Angelegenheiten, darum geht es, und darum muss es auch gehen!“

Grüße an die Konferenz ließ auch der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Butzki ausrichten. Nach der Eröffnung durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Mecklenburg, Helmuth von Maltzahn, und durch Henry Tesch sprach Landrat Heiko Kärger zu den Versammelten. Die Tagung wird gegen 15 Uhr beendet sein. Strelitzius liefert am Abend eine Zusammenfassung.