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In der Reihe „BiboKino“ zeigt der Förderverein der Regionalbibliothek Neubrandenburg an jedem 3. Dienstag im Monat interessante Filme, die in der Region, in Vereinen, Initiativen oder Bildungseinrichtungen entstanden sind. Das erste „BiboKino“-Angebot im Jahr 2020 erinnert anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz und des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar an eine berührende Geschichte von den Spuren des Holocaust hier „vor unserer Haustür“.

Schüler des Richard-Wossidlo-Gymnasiums erzählen davon – mit Unterstützung der RAAbatz-Medienwerkstatt – in ihrem Dokumentarfilm „Gerdas Geheimnis“ am 21. Januar um 17 Uhr. Die jungen Leute suchten 2015 nach Spuren der jüdischen Familien, die bis zum Holocaust in Waren zu Hause waren. Dabei stießen sie auch auf die Lebensspuren der letzten Jüdin aus Waren  – und auf „Gerdas Geheimnis“:

Gerda Löwenberg emigrierte 1939 als siebzehnjähriges Mädchen in die USA. Ihre jüdische Identität hielt sie bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2013 geheim, selbst vor ihrer einzigen Tochter. Susan Rhyne erfuhr vieles aus der Lebensgeschichte ihrer Mutter und zum Schicksal ihrer mecklenburgischen Familienangehörigen erst von den jungen Leuten aus Waren. Der Film erzählt von Gerdas Lebens zur Zeit des Nationalsozialismus in ihrer Heimatstadt und später in Amerika. Er fragt – auch aus der Perspektive ihrer Tochter Susan – nach den Ursachen ihres langen Schweigens.  Und er fragt zugleich: Antisemitismus und Diskriminierung – geht mich das an, hier und heute?

Der Eintritt ist frei.