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In Vergessenheit geraten: Adolf Hasses „Semele“. Foto: Rupert Larl/Innsbrucker Festwochen

Über die Osterfeiertage 2020 wird Schloss Rheinsberg mit seinem Schlosstheater und Landschaftspark zum Musenhof. Unter dem Motto „Gefährliche Liebschaften“ lädt die Prinzenstadt zum zweiten Mal zu Osterfestspielen ins Ruppiner Seenland: Oper, Konzert und Schauspiel treten dabei mit Literatur, Landschaft und Architektur in einen interdisziplinären Dialog und lassen das geistige Klima des 18. Jahrhunderts wieder aufleben. Wie zu Zeiten der preußischen Prinzen Friedrich und Heinrich werden in dem brandenburgischen Städtchen auf diese Weise Kultur, Musik und Natur zu einem Gesamtkunstwerk vereint.

Verbindendes Thema der diesjährigen Osterfestspiele ist die Liebe in verschiedenen Facetten – von der fatal endenden barocken Tändelei in antikem Gewand, dem intriganten Spiel adliger Protagonisten bis zur verhängnisvollen Leidenschaft über Standesgrenzen.

Das Reinhold-Quartett aus Leipzig.

So steht Johann Adolf Hasses „Semele“ auf dem Programm – ein musikalisch eindrucksvoll geschildertes Eifersuchtsdrama um die thebanische Prinzessin Semele, den Göttervater Zeus und seine Gemahlin Juno – als Koproduktion der Kammeroper Schloss Rheinsberg und der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Das Frühwerk Hasses, eine als Serenata bezeichnete „Oper im Miniaturformat“ für drei Sänger und kleines Ensemble, war lange in Vergessenheit geraten. Erst 2018 wurde sie von Musikforscher und Dirigent Claudio Osele aufgrund seiner gesanglichen Qualitäten wiederentdeckt und auf die Bühne gebracht. In Rheinsberg übernimmt er erneut die musikalische Leitung, Georg Quander führt Regie.

Mit Friedrich Schillers bürgerlichem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ wird innerhalb der Festspiele die gefeierte Produktion des Staatstheaters Cottbus unter Regie des Multi-Künstlers Jo Fabian im Schlosstheater zu erleben sein. Auch für Bühne und Kostüm verantwortlich, richtet er sich mit seiner Inszenierung insbesondere an ein jugendliches Publikum.

Ulrich Noethen liest am Gründonnerstag

Ulrich Noethen

Zur Einstimmung auf Ostern präsentiert das Reinhold-Quartett aus Leipzig am Gründonnerstag Joseph Haydns „Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuz“, ergänzt durch betrachtende Texte – gelesen vom bekannten Schauspieler Ulrich Noethen.

Bei der musikalisch-literarischen Matinee am Ostermontag steht der Titel gebende, 1782 erschienene Briefroman „Liaisons dangereuses“ von Choderlos de Laclos im Fokus. Ergänzt wird die Lesung einzelner Briefe durch Mozart-Variationen für Violine und Klavier. Thematische Schlossführungen sowie ein geführter Osterspaziergang durch den „Lustgarten“ komplementieren das Festspielprogramm um landschaftliche Erlebnisse.

Exklusiv-Pakete

Das komplette Festspielprogramm zum Vorzugspreis

Kammerkonzert + Opernaufführung  (Freitag oder Sonntag) + Schauspiel + Matinee + Vorbuchungsrecht auf Schlossführung + Osterspaziergang

Drei Vorstellungen zum Vorzugspreis

Kammerkonzert + Opernaufführung + Schauspiel oder
Opernaufführung + Schauspiel + Matinee

Buchbar bis 29. Februar 2020 ausschließlich per Telefon oder Mail beim Veranstalter.

Tickets

Der Online-Vorverkauf startet am 13.12.2019
www.osterfestspiele-schloss-rheinsberg.de
Telefon: 033931 72117 (Montag bis Freitag 10 bis 15 Uhr)
Mail: tickets@musikkultur-rheinsberg.de

Oder an der Tourist-Information Rheinsberg, Telefon 033931 34940

Das Staatstheater Cottbus gastiert mit Schillers „Kabale und Liebe“. Foto: Marlies Kross