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Eine 81-jährige Dame ist in Neustrelitz am Donnerstagnachmittag Opfer einer Betrugsstraftat geworden, wodurch sie 1.000 Euro verloren hat. Dabei sind die Täter perfide vorgegangen und haben die Gutgläubigkeit der Frau schamlos ausgenutzt.

Gegen 16.50 Uhr war die 81-Jährige mit ihrem Rollator in der Strelitzer Chaussee in ein silberfarbenes Auto gestiegen, um den drei Insassen den Weg zum Krankenhaus zu zeigen. Diese wollten sie im Anschluss nach Hause fahren. Die Männer erzählten der Dame während der Fahrt, dass sie eine Freundin besuchen wollen, welche einen schweren Unfall hatte. Plötzlich erhielt einer der Männer einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass die Frau im Krankenhaus ins Koma gefallen sei, nun dringend notoperiert werden müsse, und ein Besuch dadurch momentan nicht möglich sei. Die 81-Jährige zeigte den Personen trotzdem das Krankenhaus.

Anschließend fuhren sie zur Wohnanschrift der Dame. Auf dem Weg dorthin erhielt der Beifahrer erneut einen Anruf, angeblich aus dem Krankenhaus. Der vermeintliche Arzt teilte mit, dass die verunfallte Frau keine Krankenversicherung besitzt. Für die dringend notwendige Notoperation wäre dadurch eine Zahlung von 1.800 Euro notwendig. Der Mann, angeblich UNternehmer aus Prag, wirkte verzweifelt und gab gegenüber der 81-Jährigen an, dass er nur 300 Euro dabei hätte. Eine Auszahlung über seine Hausbank würde etwa drei Stunden dauern, so dass es für eine Operation zu spät wäre. Alle drei Insassen begannen plötzlich zu weinen.

Die gutherzige Rentnerin bot daraufhin ungefragt an, von ihrer Bank 1.000 Euro zu holen und dieses Geld den drei Personen zu leihen. Der Beifahrer willigte sofort ein und sie fuhren zur Bank in Kiefernheide, wo die 81-Jährige 1.000 Euro vom Geldautomaten abholte. Im Fahrzeug übergab sie das Geld an den Beifahrer und wurde anschließend nach Hause gefahren. Dort wurde der Dame eine neuwertige Tasche mit angeblichen amerikanischen Dollar als Pfand übergeben. Die drei Tatverdächtigen gaben an, in zwei Stunden zurückzukommen, um die Tasche abzuholen und ihr die 1.000 Euro zurückzugeben.

Bei der Überprüfung der Tasche stellte die Dame fest, dass sich lediglich eine Flasche Frostschutzmittel darin befand. Dadurch wurde die Dame stutzig und informierte ihre Verwandten. Diese wiederum informierten dann die Polizei zur Erstattung einer Strafanzeige wegen des Betruges.

Die Polizei hat die Ermittlungen sofort aufgenommen. Zu den drei Tatverdächtigen ist bekannt, dass der Mann auf dem Beifahrersitz, der die Dame angesprochen hat, ein älterer Herr mit gepflegtem Aussehen und silbergrauen Haar ist. Er hat gebrochen deutsch gesprochen. Den Fahrer des Fahrzeugs beschreibt die Dame als dunkelhaarig und untersetzt. Die Frau auf der Rückbank war auch dunkelhaarig und sprach aber sehr wenig. Alle drei Personen hatten eine osteuropäische Erscheinung. Nach der Erinnerung der 81-Jährigen handelte es sich bei dem Tatfahrzeug um ein silbernes tschechisches Fahrzeug mit den amtlichen Kennzeichen BL-093-F. Die polizeiliche Recherche nach dem Kennzeichen hat ergeben, dass dieses nicht registriert ist.

Es werden Zeugen gesucht, die Angaben zu dem Tatverdächtigen oder dem Tatfahrzeug gemacht haben. Wer hat am gestrigen 07.11.2019 ein silberfarbenes Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen im Stadtgebiet von Neustrelitz gesehen? Wer kann Angaben zum Kennzeichen oder möglichen Tatverdächtigen geben? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Neustrelitz unter Telefon 03981 258224 entgegen.