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Wolf-Dieter Ringguth (links) und Henry Tesch bei der Vorstellung des Projektes.

Ein neues Projekt „interkommunaler Zusammenarbeit“ haben die Bürgermeister von Mirow und von Rechlin, Henry Tesch und Wolf-Dieter Ringguth (beide CDU) auf der heutigen Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplate in der Remise auf der Mirower Schlossinsel vorgestellt. Der Radweg „Kleine Schlössertour“ soll künftig von Mirow-Dorf mit der Jugendherberge zum Rechliner Ortsteil Retzow mit dem klassizistischen „Retzower Schloss“ führen (siehe anhängende Karte). Von dort kann bereits über den „Sprotschen Berg“ zur Müritz und nach Rechlin geradelt werden. Die neue Trasse verbindet überregionale Radwege sowie Groß- und Kleinseenplatte miteinander und damit zwei eiszeitlich geprägte Traumlandschaften im Norden Deutschlands, hieß es. Als wichtige touristische Infrastruktur sollte die Chance auf großzügige Förderung aus Schwerin nicht schlecht sein, sind sich die Bürgermeister einig.

Denken und handeln über Grenzen hinweg: bei Gemeinden und Städten bei uns im Lande ist das bis heute leider keine Selbstverständlichkeit. Von „Kirchturm-Politik“ ist oft genug die Rede. Anders in den touristischen Orten Mirow und Rechlin im Süden des Landkreises: Zusammenarbeit ist hier selbstverständlich! Und das, obwohl die „Grenzen“ bis vor ein paar Jahren sogar Kreisgrenze waren.

Die Anbindung an die Müritz als „Marke“ ist für die Mirower und deren Gäste genauso wichtig wie für die Rechliner die wunderbare Kultur- und Geschichtswelt, die sich mit Barockschloss, Johanniterkirche und Kavaliersgelände auf der Insel in Mirow dem Besucher erschließt. Genau deshalb haben Stadt- und Gemeindevertreter beider Orte schon in der Vergangenheit gemeinsam an einem Radrundweg gearbeitet, der das Erleben von Natur im Müritz-Nationalpark genauso ermöglicht, wie etwa den Besuch des Luftfahrttechnischen Museums in Rechlin oder des „3 Königinnen Palais“ in Mirow.

Der Mirower Stadtvertreter Frank Rahn, Henry Tesch, Wolf-Dieter Ringguth und der stellvertretende Rechliner Bürgermeister Bernd Schröder (von links) besprechen das Bauvorhaben beider Kommunen.