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Sparen ist schwieriger, aber nicht weniger wichtig geworden, sagt Thomas Hartung, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, kurz vor dem Weltspartag am 30. Oktober. Sparen mache heutzutage durch die seit fast zehn Jahren anhaltende Niedrigzinsphase wenig Freude. Doch ohne gehe es auch nicht: Weil die gesetzliche Rente später nicht zur Sicherung des Lebensstandards ausreicht, muss heute mehr und anders gespart werden als früher.

Hierzulande sind klassische Sparanlagen wie das Sparbuch nach wie vor beliebt. Und das, obwohl sie kaum Gewinne bringen. Immerhin 196 Millionen Euro liegen in der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz auf diesen Konten. Weitere 181 Millionen Euro und damit 21 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, befinden sich derzeit auf Girokonten. Die Mecklenburg-Strelitzer nehmen damit bewusst eine geringe Verzinsung ihres Geldes in Kauf.

Eine Alternative dazu sind Wertpapiere. Wer gewinnorientiert sparen will, kommt um diese nicht herum. Sie bringen aber unter Umständen ein höheres Risiko mit sich. Während im vergangenen Jahr 85 Millionen Euro in diesem Bereich lagen, sind es inzwischen bereits 97 Millionen Euro. „Damit steigt auch der Beratungsbedarf unserer Anleger“, so Thomas Hartung. „Wir reagieren darauf mit einer ganzheitlichen Beratung, die über gesetzliche Anforderungen hinausgeht.“

Weitere Alternativen sind der Kauf von wertbeständigen Edelmetallen, was jetzt auch über einen Sparplan möglich ist, oder die Finanzierung einer eigenen Immobilie. „Es lohnt durchaus zu sparen“, so Hartung zusammenfassend. „An dem Rat ‚Spare in der Zeit, dann hast du in der Not‘ ist auch heute noch etwas dran. Denn neben dem wichtigen Ziel fürs Alter vorzusorgen, ist der auf der sicheren Seite, der Geld in der Rückhand hat. Dann werfen einen unvorhergesehene Dinge nicht aus der Bahn.“