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Mein Wesenberger Blogfreund Axel Hirsch bringt Glück. Bekannt ist ja, dass man einen Schornsteinfeger nur anzutippen braucht, und alles wird gut. Axel ist zwar kein Schornsteinfeger, aber das mit dem Glück per Berührung, das kann er offensichtlich auch.

Ich habe ihn nämlich heute in der Kaufhalle getroffen und er hat mir stolz erzählt, dass er bei seiner jüngsten Pilzsammlung eine Krause Glucke geerntet hat. Da war ich ja nun blass vor Neid, denn meine jüngste Krause Glucke liegt um die zehn Jahre zurück. Zum Abschied habe ich Axel Hirsch noch auf die Schulter geklopft und ihm ein schönes Wochenende gewünscht. Genau da muss es passiert sein, denn keine zwei Stunden später hatte ich eine Krause Glucke in meinem Pilzkorb.

Also, liebe einheimische Pilzsammler: Solltet Ihr Axel Hirsch irgendwo sehen, dann nichts wie hin und mit ihm in dezenten körperlichen Kontakt kommen. Anschließend flugs in den Wald, falls der Segen zeitlich begrenzt ist. Ich jedenfalls glaube an ihn.

Was die Krause Glucke angeht, auch Fette Henne genannt: Ich zerlege sie in kleine Stücke und pinsele sie Pore für Pore unter fließendem Wasser aus. Wenn es nach dem Braten mit Schinkenwürfeln und Zwiebeln, eventuell auch einem Ei, am Ende beim Verzehr immer noch knirscht, abhaken unter Magenreinigung. Der wunderbar nussige Geschmack entschädigt für alles. Und ordentlich dazu einen trinken. Ist nicht von mir, sondern vom Mann hinter Axel in der Kassenschlange. Der kannte sich mit der Krausen Glucke auch aus.