Schlagwörter

, , , , , ,

Polizeipräsident Heiko Tesch

Das Leben schreibt bekanntlich die schönsten Geschichten. Für Heiko Tesch könnte dies kaum passender sein. Der 53-Jährige hatte am 3. August dieses Jahres, genau 34 Jahre nach seinem ersten Tag bei der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern, seinen ersten Tag als neuer Polizeipräsident in der Vier-Tore-Stadt. Seitdem hat der Präsident bereits an vielen Stellen neue Projekte initiiert – unter anderem auch mit dem Fokus auf die internationale Zusammenarbeit.

Der gebürtige Schweriner ist für fast 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Polizeipräsidium zuständig. Er ist ambitioniert, eine strukturierte Führungskraft und hat bereits diverse Ideen für seine künftige Zeit in Neubrandenburg. Eine sichere, weltoffene Region mit moderner, professioneller Polizeiarbeit „im Land zum Leben“ – das ist der Anspruch des neuen Präsidenten. Dazu gehören neben einer sichtbaren Polizei vor Ort auch die Offenheit, neue polizeiliche Herausforderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt offensiv anzugehen. Dieses schließt auch die grenzüberschreitende, internationale polizeiliche Zusammenarbeit zunehmend ein.

Herzensangelegenheit: Zusammenarbeit mit Polen

Insbesondere das Nachbarland Polen ist dabei ein wichtiger und verlässlicher kriminalstrategischer Partner. Heiko Tesch stand bereits zu verschiedenen Anlässen mit dem polnischen Kommandanten Szymon Sedzik im Austausch, um die künftige, gemeinsame Zusammenarbeit mit Polen weiter gemeinsam voran zu bringen.“Geopolitisch und kriminalstrategisch befindet sich das Polizeipräsidium Neubrandenburg in der Metropolregion Stettin sowie im Netzwerk der Ostseeanrainerstaaten. Mir persönlich ist die deutsch-polnische Zusammenarbeit zudem eine absolute Herzensangelegenheit, die ich bereits in den vergangenen Jahren als Referatsleiter im Innenministerium eng begleiten durfte“, sagt Heiko Tesch.

Durch seine Kontakte über die Landesgrenzen hinaus, unter anderem durch mehrere Führungskräftetrainings 2015 und 2024 beim amerikanischen Federal Bureau of Investigation (F.B.I.), lädt er zudem Führungskräfte des Präsidiums in dieser Woche erstmalig zu einem gemeinsamen fachlichen Austausch mit Vertretern des F.B.I. nach Neubrandenburg ein. Auch der polnische Kommandant wird in den kommenden Wochen zu einem mehrtägigen Besuch erwartet.

Viele Einsatzbereiche, vor allem Kriminalpolizei

Seinen Dienst für die Landespolizei begann Tesch im Jahr 1992 im mittleren Dienst. Mit seiner Ernennung folgten viele unterschiedliche Einsatzbereiche – vor allem in der Kriminalpolizei. Im Jahr 1996 folgte sein Aufstieg in den gehobenen
Dienst. Nach dem Aufstieg in den höheren Dienst im Jahr 2007 arbeitete er erneut im LKA im Bereich der Bekämpfung schwerer und organisierter Kriminalität, später als Leiter Führungsgruppe in der Polizeiinspektion Wismar und anschließend als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, bevor er 2021 in das Innenministerium wechselte – als Leiter des Referats für
Kriminalitätsbekämpfung, Internationale polizeiliche Zusammenarbeit und polizeiliche und gesamtgesellschaftliche Prävention.

Mit Wirkung zum 1. August 2026 wurde Heiko Tesch offiziell zum Polizeipräsidenten ernannt. „Die Leitung des Polizeipräsidiums Neubrandenburg stellt für mich eine neue berufliche und persönliche Herausforderung dar, welcher ich mich gern und mit vollem Einsatz stelle. Mir ist es wichtig, innere Sicherheit ganzheitlich zu denken, und die Polizeiarbeit des Landes
Mecklenburg-Vorpommern aktiv und zukunftsfähig mitzugestalten. Dabei setze ich auf klare, professionelle Strukturen, hohe Standards sowie auf impulsgebende Vorschläge, Innovation und Lösungen“, so der Polizeipräsident weiter. Seine offizielle Amtseinführung steht noch aus, ist aber in Vorbereitung.