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„Wir haben es geschafft!!! Die Genehmigung für die kommende Fusion wurde heute zugesagt. Unser überarbeitetes Sicherheitskonzept hat die Behörden überzeugt, die Polizei hat Ihre Forderungen nach anlassloser Bestreifung und einer Polizeiwache mitten auf dem Festivalgelände zurückgezogen“, heißt es im jüngsten Newsletter des Kulturkosmos e.V. vom Donnerstagabend. Damit stehe dem Festival vom 26. bis zum 30. Juni in Lärz „allen Unkenrufen zum Trotz“ nach vier dramatischen Wochen nichts mehr im Weg.

„Der öffentliche Druck war gewaltig und es war schon
erstaunlich, wie unsere Forderung nach unkontrollierten kulturellen Räumen und einer überwachungsfreien Kunst- und Feierkultur in der Öffentlichkeit so viel Verständnis und Support gefunden hat. Das hätten wir uns nicht träumen lassen“, so die Fusionisten. „Wir wollen allen ein dickes Danke sagen, die sich engagiert haben, die Petition unterzeichnet, diskutiert, gestritten und mit uns gekämpft haben. Ganz besonders hat uns die große Solidarität hier in der Region gefreut, von all den Menschen, die den Kulturkosmos kennen und schätzen. Es haben sich auch viele in der ganzen Republik solidarisiert, die das Festival gar
nicht persönlich kennen, aber die Forderung nach Einschränkung von polizeilichen Befugnissen und zunehmendem Überwachungswahn mitgetragen haben.“

Das Interessante sei die politische Dimension des Konfliktes gewesen, der als direkter Angriff auf die liberale Gesellschaft verstanden worden sei und die Frage aufgeworfen habe, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. „Diese Frage wollen wir auch in Zukunft stellen und mit unserem ferienkommunistischen Experiment weiterhin Modellversuche zur Überwindung des kapitalistischen Normalzustandes erproben.“

Mobile Wache außerhalb des Geländes

Dies ist jetzt der Kompromiss, der gegenüber der Polizei
durchgesetzt werden konnte: Die Polizei wird auf dem Flugplatzgelände, außerhalb der von den Fusionisten
genutzten Flächen, eine mobile Wache in einem Container errichten und dort rund um die Uhr für alle Besucher:innen erreichbar sein. In unmittelbarer Nachbarschaft wird ein Container des Festival-Sicherheitsdienstes aufgestellt, ebenfalls rund um die Uhr besetzt. Eine anlasslose Bestreifung des Festivalgeländes wird es nicht geben.

„Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass dieser Kompromiss eine Grundlage für die Zukunft der Fusion wird, dass alles wie immer friedlich über die Bühne geht und keine Provokationen diese schwer erkämpfte Lösung gefährden“, wird abschließend an die Besucher appelliert.