Schlagwörter

, , , ,

Die so wunderbare Vortragsreihe der Neustrelitzer Autorin Sandra Lembke über Sophie Charlotte und ihre schrecklich merkwürdige Familie (Strelitzius berichtete) neigt sich dem Ende zu. Zum vorletzten Mal tritt die Historikerin am morgigen Freitag um 18 Uhr im 3 Königinnen Palais auf der Mirower Schlossinsel auf, das inzwischen zum zweiten Wohnzimmer meiner Blogfreundin geworden ist. Wie immer hat sie meinen Lesern und mir exklusiv einen kleinen Vorausblick auf das aktuelle Thema gegönnt. Wer bislang noch keinen Exkurs von Sandra Lembke in die Geschichte der Royals erlebt hat, der hat langsam etwas verpasst. Die Zuhörer können sich einmal mehr auf unterhaltsame Historie und die eine oder andere Überraschung freuen.

Drei Söhne von Sophie Charlotte und George III. teilen sich ein gemeinsames Schicksal – sie werden von Historikern in ihrem Wettlauf zwischen Militärkarriere und Krone relativ selten zum Gegenstand der Forschung gemacht. Frederick, Duke of York and Albany, war erklärter Lieblingssohn seines Vaters und Fürstbischof von Osnabrück. Vielen gilt er als mäßig begabter Feldherr, dessen militärische Misserfolge noch heute in einem englischen Kinderreim besungen werden. Dennoch tat sich dieser verkannte Commander-in-Chief als großer Reformer der britischen Armee hervor, dessen Ideen jahrzehntelang erfolgreich umgesetzt wurden.

Papa beordert unbeliebten Sohn nach Hause

Edward, der Duke of Kent and Strathearn, lebte lange in Kanada und brachte es schließlich zum Oberbefehlshaber der britischen Truppen in Nordamerika. Aber er war bei seinen Soldaten alles andere als beliebt, so dass es der königliche Papa dann doch irgendwann für ratsam hielt, den Sohn lieber endgültig nach Hause zu beordern.

Augustus Frederick, der Duke of Sussex, war wiederum gleich zweimal unstandesgemäß gebunden und hielt es mehr mit den Naturwissenschaften.

Obwohl diese drei Prinzen vielen kaum bekannt sind, kam einem von ihnen doch eine wichtige historische  Rolle zu – Edward, der Duke of Kent, sollte das Rennen um die britische Krone im Jahr 1819 für sich entscheiden. Seine einzige Tochter Victoria bestieg 1837 den britischen Thron und prägte gleich ein ganzes, nach ihr benanntes Zeitalter.

Nächster und letzter Termin in der Reihe: 23. Februar, 18 Uhr. Dann geht es um Sophie Charlottes Enkelinnen Queen Victoria und Großherzogin Augusta Caroline von Mecklenburg-Strelitz.