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Norbert Rieger

Norbert Rieger

Kreiswehrführer Norbert Rieger hat einen Schlussstrich unter seine Kontroverse mit der hiesigen Zeitung gezogen (Strelitzius berichtete) und sich für die breite Unterstützung aus den Reihen der Feuerwehren, aber auch von anderen Bürger bedankt. Für erhaltene kritische Äußerungen sei er gleichfalls dankbar. „Damit sind wir wieder alle geerdet und konzentrieren uns auf unsere ehrenamtliche Tätigkeit“, so Rieger auf Facebook.

Der Wehrführer machte noch einmal deutlich, dass er nur einigen Redakteuren kritisch gegenüberstehe. „Die meisten, die ich kenne, machen eine verantwortungsvolle und gute journalistische Arbeit.“ Bevor die „nächste öffentliche Schlammschlacht“ eröffnet werde, empfehle er, miteinander zu kommunizieren. „Ich stehe zur Verfügung.“

Norbert Rieger hatte einen Zeitungsbericht unter der pauschalisierenden Schlagzeile „Kreisfeuerwehr nicht mehr einsatzfähig“ rigoros zurückgewiesen. Erst im Text des Artikels erfuhr der Leser, dass die Gefahrgutzüge des Landkreises nicht mehr in vollem Umfang ihre Aufgaben erfüllen könnten. Was im Plural so auch nicht stimmen soll.

Tatsächlich hatte sich die Redakteurin lediglich ihr zugespielter Informationen eines Einheitsführers des Gefahrgutzuges aus der Müritz-Region bedient und ein düsteres Szenario für die ganze Seenplatte skizziert. Der Landkreis hält im Ergebnis der Kreisgebietsreform aber zwei Gefahrgutzüge in den Altkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz vor. Nur eine solche Einheit ist vom Land vorgeschrieben. Aus der Kreisverwaltung hieß es, das Besetzungsproblem in der Einheit sei bereits einer Lösung zugeführt worden.

Pressefreiheit Thema im Kreistag

Es folgte ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen dem verantwortlichen Redaktionsleiter, der in einem Kommentar Riegers Führungsstärke in Zweifel zog, und dem Kreiswehrführer selbst, der der Zeitung mangelnde Recherche und verzerrende Berichterstattung vorwarf.

Auch im zuständigen Ausschuss des Kreistages für Ordnung, Sicherheit, Brand- und Katastrophenschutz war die Veröffentlichung diskutiert worden. „Pressefreiheit ist eine wertvolle Errungenschaft, darf aber wegen einer reißerischen Schlagzeile auch nicht missbraucht werden!“, schrieb mir der Amtsvorsteher der Kleinseenplatte, Heiko Kruse (CDU), der als sachkundiger Einwohner in dem Gremium wirkt.