Schlagwörter

, , , ,

Das Rehazentrum Neustrelitz ist in Sachen Sanierung seiner Kita „Knirpsenland“ in der Schwentnerstraße noch nicht wirklich weiter. „Ich bin immer noch dabei ein Hilfsnetzwerk aufzubauen“, sagte mir die Geschäftsführerin des Rehazentrums, Brunhilde Dittrich, heute auf Anfrage. „Dabei strecken wir unsere Fühler bis nach Schwerin und Berlin aus.“

Das 2012 errichtete Haus hatte wegen schwerer baulicher und planerischer Mängel im Dezember 2014 geschlossen werden müssen. Bereits im Juni hatten sich erste Wasserflecken an den Decken gezeigt. Die gesamte Dachkonstruktion ist von holzzerstörenden Pilzen befallen, die angehängten Decken müssen erneuert werden. 113 Kinder und 17 Mitarbeiter zogen in die leerstehende ehemalige Forsthaus-Kita am Tiergarten um. Allerdings zeichnet sich für das Gebäude ein Eigentümerwechsel ab, so dass die Unterringungsmöglichkeit hier nur noch begrenzt besteht. Und freie Kita- oder Krippenplätze gibt es in Neustrelitz nicht mehr.

Die Kosten für die Sanierung sind von Gutachtern mit etwa 970 000 Euro beziffert worden. 300 000 Euro davon können aus der Erstattung der Versicherung aufgebracht werden. Das Rehazentrum selbst, das bereits
900 000 Euro für den Neubau aufgebracht hatte, sieht sich nicht in der Lage, weitere Eigenmittel in die Sanierung zu schießen. „Wir verfügen nicht über die notwendigen Sicherheiten, um von den Banken neuen Kredit zu erhalten“, so Brunhilde Dittrich. „Wir hoffen, gemeinsam mit Stiftungen, Landkreis und Stadt, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie unseren Landtags- und Bundestagsabgeordneten die erforderliche Summe zusammenzubekommen.“