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Der Neustrelitzer Kulturmanager Rainer Grassmuck ist aus Protest gegen die Haltung der SPD-Fraktion in der Theaterfrage aus der Partei ausgetreten. Das hat mir mein Blogfreund heute Abend mitgeteilt. Zugleich hat er mir einen Brief des Vorsitzenden des Theaterfördervereins, Marco Zabel, mit der Anregung zur Veröffentlichung zugeleitet. Zabel schreibt:

„Sehr geehrte Mitglieder, liebe wirkliche Freunde unseres Theaters,

der Herbst ist da, was leider nicht nur für die Jahreszeit gilt. Wir sind bereits mitten in der Phase des angekündigten Sterbens. Und die Giftspritzer und Hilfeverweigerer sind in den ‚eigenen‘ Reihen. Die Großwetterlage für unser Theater war seit langem schlecht. Wenn auch eher im Stillen und planvoll die Axt angelegt wurde. Denn kein Sturmwind hat das eigenständige Vierspartentheater in Neustrelitz und Neubrandenburg zu Fall gebracht. Nein, das waren ‚unsere‘ unverantwortlichen Lokal- und Regional- und Landespolitiker gemeinsam mit lokalen und regionalen Bürokraten. Wetterwendisch einige davon, schlimmer aber die Heuchler. Viele Dinge der letzten Jahre waren vorhersagbar – und auch die nächsten Schritte sind es. Leider. Nehmen Sie daher in vollen Zügen die in Fülle und Qualität letztmaligen Angebote in dieser Spielzeit wahr. Denn das Seziermesser ist schon in Aktion.

Was die Seenplatte verliert, wissen Sie, verehrte Theaterfreunde. Wie ehrlos man darauf hinarbeiten kann, wurde auf der Neustrelitzer Stadtvertretersitzung vom 22. Oktober überdeutlich. Damit meine ich weniger die Tricksereien, Halb-, Unwahr- und Dummheiten, die man dort verfolgen konnte, sondern das unverstellte Hohnlachen der Kulturlosen am Schluss … Verzeihen Sie mir, da halte ich es mit Max Liebermann. … Ihr Marco Zabel (Vors.)“