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Im Konflikt um den Ausbau des Neustrelitzer Parkstadions gehen die Seiten aufeinander zu, eine Lösung zeichnet sich aber noch nicht ab. Stadt, Forstbehörde und Landkreis haben zu Wochenbeginn erst einmal erörtert, wie kurzfristig eine Baugenehmigung erteilt und gleichzeitig der Waldabstandsverordnung Genüge getan werden kann. Sowohl für den Bereich der geplanten Osttribüne mit 1000 Stehplätzen als auch die geplanten Kassen- und Sanitärgebäude für den Gästefanblock wurde ein Kompromissvorschlag erarbeitet, heißt es aus dem Rathaus.
Er sieht vor, dass für die Sicherheit der Besucher auf der Stehplatztribüne an der Ostseite Bäume mit Gefährdungspotenzial im Rahmen der Waldbewirtschaftung entnommen werden und ein stufiger Waldaufbau erfolgen soll. Dies soll im Grundbuch festgeschrieben werden. Für den Gästefanblock in der Nordkurve wird geprüft, ob das geplante Kassen- und das Toilettenhaus so angeordnet werden können, dass der gesetzlich geforderte Waldabstand erreicht wird. Sollte dies nicht möglich sein, würde für rund 600 Quadratmeter Wald eine Umwandlung erforderlich werden. Fachleute schätzen ein, dass dann ein mehrwöchiges Genehmigungsverfahren stattfinden müsste.
Allerdings hat Bürgermeister Andreas Grund in der Pressemitteilung bereits eingeräumt, dass die Stadt die Fertigstellung des Umbaus Mitte 2016 sieht. Hingegen hatte das Landesförderinstitut im September die Gesamtrealisierung 2015 gefordert. Nun ist also Schwerin am Zug, denn das ist nicht mehr zu schaffen. Grund weist auch darauf hin, dass es bei den Baumaßnahmen lediglich um die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen für die Fußball-Regionalliga geht. „Für die nächsthöhere Spielklasse wäre ein weitaus aufwändigeres B-Plan-Verfahren notwendig, das derzeit nicht vorgesehen ist.“