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Polizei und Verfassungsschutz müssen sich ja immer mal wieder vorwerfen lassen, dass sie auf dem rechten Auge blind sind. Zumindest bekommt man hin und wieder den Verdacht, wenn man Meldungen wie die liest, dass am Sonnabend in Burg Stargard linksgerichtete Demonstranten bei einer „Spontankation zur Flüchtlingsproblematik“ einen jugendlichen Einwohner „angepöbelt“ haben, der ein „Schinkelkreuz“ auf seiner Gürteltasche trug. Das ist ja auch keine Art, einen offensichtlichen Verehrer der Kunst Karl Friedrich Schinkels zu behelligen.

Wie weiter zu erfahren ist, erschienen dann Vertreter der rechten Szene Burg Stargards, so dass die Linken ihre Fahrzeuge bestiegen und abreisten. Die rechten Saubermänner haben dann gleich noch die von den Linken verteilten Flyer eingesammelt, so dass bei Eintreffen der ersten Polizeibeamten „keine strafrechtlich relevanten Erkenntnisse mehr gewonnen werden konnten“. Mehr kann man nun wirklich nicht erwarten.

Auf Antifa-Seiten liest sich das Geschehen übrigens anders. Danach gingen die Rechten mit Bierflaschen und Pflastersteinen vor. Auch sei die linke Kundgebung angemeldet, der Antrag aber schlichtweg von den verantwortlichen Stellen nicht bearbeitet worden. Im Gegensatz zu einer unter Auflagen genehmigten NPD-Kundgebung am Freitag in Burg Stargard, wo ungehemmt gegen syrische Asylbewerber gehetzt werden konnte, die in der örtlichen Jugendherberge untergebracht sind.