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Fischcurry

Beim Durchstreifen meines Kochbuchregals bin ich für dieses Wochenende an einer Rezeptsammlung von Sarah Wiener hängen geblieben. Seit sich meine Ikone 2014 von Schauspieler Peter Lohmeyer getrennt hat, oder er sich von ihr, begibt sie sich wieder auf kulinarische Abenteuerreisen, die man vom 7. September bis zum 8. Oktober im Vormittagsprogramm bei Arte miterleben kann.

Ich lasse die tolle Köchin ohne jede Ausbildung mal zu Wort kommen: „Leider gibt es immer weniger Menschen, die noch kochen oder kochen können. Zwei Drittel der Deutschen kochen nie, wenn man Umfragen glauben darf. Ich frage mich seit langem, wie diese Menschen eigentlich leben – und Leben hat viel mit Essen zu tun. Fertigkost aus der Gefriertruhe, aus der Dose oder aus der Kantine kann ja nicht die Lösung sein.“

Recht so, Sarah, und deshalb gab es in meiner Küche an diesem Sonntag dein Fischcurry aus Indien. 800 Gramm festes Fischfilet eigener Wahl (wir hatten Seelachs) in mundgerechte Stücke schneiden, mit Limettensaft beträufeln und salzen. Zwei Zwiebeln, zwei Knoblauchzehen und fünf Zentimeter Ingwer sowie zwei bis drei Chili-Schoten fein hacken, alles in Butterschmalz in einer Schmorpfanne scharf anbraten. Je einen Teelöffel Koriander und Kreuzkümmel sowie zwei Teelöffel Kurkuma dazugeben und kurz mitbraten. Dann 500 Gramm gewürfelte Tomaten ab in die Pfanne.

Nach kurzer Bratzeit 200 Gramm fetten Joghurt und 150 Milliliter Gemüsebrühe, vorher glatt verrührt, hinzufügen und aufkochen lassen. Fischstücke mit der Gewürzsoße bedeckt bei schwacher Hitze zehn Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Mit Petersilie bestreut servieren, dazu Basmatireis reichen. Chutneys krönen das Gericht.

Wir fanden die überschüssige Soße übrigens so lecker, dass wir sie eingefroren haben. Und zum Dessert noch mal Sarah: „Kochen macht einfach Spaß.“