Einsatzkräfte der Wesenberger Feuerwehr haben heute Nachmittag eine leblose Person unterhalb der Siedlung aus der Woblitz geborgen. Sie trieb nach Auskunft des amtierenden Wehrführers René Deparade in Ufernähe auf dem Wasser. „Leider hatte sich die Alarmmeldung gegen 14.55 Uhr bestätigt. Die Person war bereits verstorben, wir konnten nichts mehr tun.“ Auch ein Rettungswagen und ein Notarzt waren an der Unglücksstelle.
Eine Hecke in der Nähe eines Wohnhauses hat am Abend gegen 17.30 Uhr in Klein Quassow gebrannt. Wie mir der amtierende Wesenberger Wehrführer René Deparade mitteilte, war bei Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte das Feuer bereits erloschen. Es hatte sich von einem betriebenen Grill auf die Sträucher ausgedehnt. „Wie haben nur noch nachgelöscht und mit der Wärmebildkamera kontrolliert“, so mein Blogpartner. Sicher sei sicher.
Der eine oder andere Späteinkäufer heute Abend dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als ihm im „Roten Netto“ in Wesenberg Feuerwehrleute in voller Atemschutzausrüstung begegneten. Auch am Straßenrand der B 198 zwischen Feuerwehrgerätehaus und Supermarkt sorgten die mit Maske und Flasche ausgerüsteten und mit Schläuchen bepackten Kameraden für Aufsehen.
„Das war eine Übungseinheit im Rahmen unserer einmal im Monat zusätzlich stattfindenden Sonderausbildung für unsere und die Wustrower Atemschutzgeräteträger“, gab mir der amtierende Wesenberger Wehrführer René Deparade Auskunft. stand eine kleine Übungseinheit im örtlichen Supermarkt auf dem Plan. „Bereits der Fußweg diente als kleine Belastungsübung. Im Markt musste dann eine Einkaufsliste abgearbeitet werden. Mit begrenztem Luftvorrat und eingeschränktem Sichtfeld stellte dies schon eine kleine Herausforderung dar, welche jedoch durch unsere und die Wustrower Atemschutzgeräteträger problemlos gemeistert wurde. Und Spaß gemacht hat es auch noch.“
Die regelmäßige Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger ist äußerst wichtig und dient neben der körperlichen Fitness dazu, dass die Handgriffe, die Technik und der Umgang mit den Geräten im Schlaf beherrscht werden, so der amtierende Wehrführer. Schließlich sollen sie im Ernstfall schnell, sicher und qualifiziert eingreifen können, um Leben zu retten!
So wird auch die für den Amtsbereich Kleinseenplatte bestimmte Drehleiter aussehen, die in Wesenberg stationiert wird.
Noch in diesem Jahr soll das Gebäude für die Wesenberger Kinder- und Jugendfeuerwehr fertiggestellt werden. Das teilte Bürgermeister Steffen Rißmann auf der jüngsten Stadtvertretersitzung mit. Zum kommenden Jahr soll außerdem am Standort an der B 198 in Wesenberg eine Drehleiter für den Amtsbereich Mecklenburgische Kleinseenplatte in Wesenberg stationiert werden.
Ein 14-jähriges Mitglied der Wesenberger Jugendfeuerwehr hat am gestrigen Donnerstag gegen 18.15 Uhr nach eigener Aussage versucht ein Feuerwehrauto zu stehlen. Wie mir der kommissarische Wehrführer René Deparade unter Berufung auf die Polizei mitteilte, sei der noch nicht strafmündige geständige Tatverdächtige durch eine rückwärtige Tür ins Gerätehaus an der Bundesstraße 198 eingebrochen. Beim Zerschlagen der Scheibe, um an die Türklinke zu gelangen, habe er Alarm ausgelöst.
Auf der gestrigen Stadtvertretersitzung in Wesenberg hat der kommissarische Wehrführer René Deparade über das vergangenen Jahr der Kameradinnen und Kameraden berichtet. Dabei bedankte er sich bei den Volksvertretern mit Bürgermeister Steffen Rißmann an der Spitze für die Unterstützung und die Wertschätzung, die die Wesenberger Feuerwehr aus dem kommunalpolitischen Raum erhält.
Im vergangenen Jahr mussten die 22 Einsatzkräfte 56 Mal ausrücken, so häufig wie noch nie in den vergangenen sechs Jahren seit Beginn der elektronische Erfassung. Vor allem die Zahl der technischen Hilfsleistungen hat sich stark erhöht (44). „22 Einsatzkräfte in einer Stadt von rund 3000 Einwohnern, das sind viel zu wenige“, wie René Deparade im Gespräch mit mir unterstrich. Seine Truppe gerate immer häufiger an ihre Leistungsgrenze.
Mit einem riesigen Bohrer wird sich derzeit durch die Tiefen unter Woblitz und Havel von einem Ufer zum anderen gebohrt. Warum? Damit es schon im Sommer in Wesenberg mit dem schnellsten Internet funktioniert.
Stück für Stück, Meter für Meter, unter Wasser, unter Schienen, Stock und Stein haben sich die Landwerke MV Breitband GmbH in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und Rostock vorgearbeitet, um dort den geförderten Breitbandausbau voranzutreiben. Doch in Wesenberg an Woblitz und Havel mussten sich die Landwerke jetzt wohl der größten Herausforderung beim Glasfaserausbau im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern stellen. In der Kleinstadt der Seenplatte ging es darum, gleich zwei Gewässer mit einer einzigen Bohrung zu unterqueren.
Die Feuerwehr steht im Mittelpunkt der nächsten Wesenberger Stadtvertretersitzung. Die Volksvertreter tagen am kommenden Donnerstag, den 30. März, um 19 Uhr, im Rathaussaal. Die Sitzung ist öffentlich. Neben dem Bericht der Wehrführung, nach dem Rücktritt von Robert Bartz wird ihn der kommissarische Wehrführer René Deparade halten, geht es um den Erlass einer allgemeinen Dienstanweisung für Ortswehrführer der Stadt Wesenberg und die Satzung der Stadt Wesenberg über die Erhebung von Kostenersatz für die Einsätze und Leistungen (bzw. Inanspruchnahme) der Freiwilligen Feuerwehren Wesenberg und Strasen. Wie mir mein Blogpartner René Deparade auf Anfrage sagte, erfolgt die Neuwahl der Wehrführung aller Voraussicht nach auf der Jahreshauptversammlung der Wesenberger Feuerwehr im Mai.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigen sich die Stadtvertreter mit dem Mobilitätskonzept „Seenplatte rund um“. Bürgermeister Steffen Rißmann wird über wichtige Angelegenheiten in der Stadt und den Ortsteilen berichten, außerdem gibt es eine Einwohnerfragestunde.