Eines der ganz großen Musicals kommt auf die Bühne des Landestheaters Neustrelitz. CHICAGO von Fred Ebb/Bob Fosse (Buch) und John Kander (Musik) feiert am Samstag, den 1. Februar, Premiere. Die ist bereits ausverkauft. Der Stoff für eines der erfolgreichsten US-amerikanischen Musicals beruht auf einem Buch der Journalistin Maurine Dallas Watkins. Sie verarbeitet darin zwei Kriminalfälle, über die sie tatsächlich berichtet hatte.
Das Kreativteam „FlaW-some Musicals“ ist zurück in Rheinsberg: Nach zahlreichen erfolgreichen Musicalproduktionen – zuletzt „Belinda Besenstiel“ 2024 und „Lost & Found“ 2022 – stellen Texter und Komponist Micha „Wudi“ Wudick, künstlerischer Leiter und Regisseur Stefan Labenz, Bühnen- und Kostümbildnerin Ute Lindner und Choreographin Angela Fiedler die nächste Produktion im Schlosstheater Rheinsberg auf die Beine. An insgesamt fünf Terminen ist das Familienmusical „Zwischen/Welten“ zu erleben: am 10. Januar um 19 Uhr, am 11. Januar um 14 und 18 Uhr sowie bei zwei ausgewählten Schulvorstellungen am 13. Januar um 10 und 13 Uhr.
Zu Weihnachten wird ein letztes Mal geswingt: Das erfolgreiche Musical THE FAMOUS DOOR ON SWING STREET von Thilo Wolf und Ewald Arenz kommt am ersten Weihnachtsfeiertag noch einmal auf die Bühne des Landestheaters Neustrelitz. Das Publikum ist von der Lebensfreude des Musicals begeistert – 16 Vorstellungen und über 6000 Besucher. Ein voller Erfolg!
Am Mittwoch, 25. Dezember, um 16 Uhr kann man die Geschichte des Paares Anna und Mike letztmalig erleben. Es ist frisch nach New York gezogen. Mike will als erfolgreicher Banker durchstarten und Anna träumt von einer Karriere als DJane. Während er schnell in einer Welt der Selbstoptimierung aufgeht, erhält Anna eine Absage nach der anderen. Eines Tages stolpert sie in den Plattenladen der mysteriösen Doris.
Im Landestheater Neustrelitz nerklingt Musik, und das an allen Tagen des kommenden Wochenendes. Am Freitag, 4. Oktober, 19.30 Uhr, lädt der Opernchor zu „Mia Bella Italia“ ein, und zwar mit den schönsten und berühmtesten italienischen Liedern, die in einer lustigen und berührenden Geschichte verpackt sind: Ein Heiratskandidat für Catarina muss her, sonst steht das Erbe des jüngst verstorbenen „Il Padrino“ auf dem Spiel.
Am Samstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr, steht „The Famous Door on Swing Street“auf dem Programm. Ein Musical voller Lebensfreude, in dem Anna durch eine Geheimtür in die New Yorker Swing Street der 30er Jahre gelangt, in der das Leben pulsiert.
Am Sonntag, 6. Oktober, 18 Uhr, kann das Publikum mit der GAINES HALL SHOW „Lets do it!“eine faszinierende Mischung aus temporeichem Gesang und Stepptanz, wunderbaren Geschichten und romantischen Balladen sowie die größten Hits der internationalen Songbooks aus Jazz, Chanson und Musical erleben.
Und schon am Sonntagnachmittag um 16 Uhr wird für Familien mit Kindern ab 7 Jahren das Märchen „Die Geschichte vom Baum“ aufgeführt, in der die Wurzeln der Eberesche plötzlich einen Schatz entdecken und zwei Ganoven des Wegs kommen.
TICKETS:
Im Theater-Service in der Strelitzer Straße 34, unter 03981 20 64 00 oder hier www.togde
Bereits zum 9. Mal lädt die Neubrandenburger Philharmonie zum Open Air-Konzert an den Stadthafen von Waren/Müritz! Das Publikum kann sich auf beliebte Opern- und Musicalmelodien freuen: auf Mozarts gute-Laune-Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“, auf die bezaubernd schöne Arie „O mio babbino caro“, mit der Lauretta in Puccinis Oper „Gianni Schicchi“ ihren Vater umschmeichelt, auf Don Giovannis Liebeswerben – „Reich mir die Hand, mein Leben“ – sowie auf Highlights aus „La Traviata“ und „Falstaff“ von Verdi.
Gut fügen sich auch Evergreens aus „Anatevka“ und „Annie Get Your Gun“ in das abwechslungsreiche und unterhaltsame Programm ein. Die Gesangspartien sind Laura Albert (Sopran) und Sebastian Naglatzki (Bassbariton) vom Landestheater Neustrelitz anvertraut, die aktuell in prominenten Rollen in Oscar Straus‘ „Walzertraum“ im Schlossgarten Neustrelitz zu erleben sind. Das Konzert schließt very british mit Klassikern der Last Night of the Proms.
Die Neubrandenburger Philharmonie spielt unter Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Geiss, der sich mit dem Konzert in der Müritzregion vorstellt. Anna Zangerle führt als Moderatorin charmant durch den Abend.
TERMIN:
Mittwoch, 24. Juli 2024, 20 Uhr Stadthafen Waren / Müritz (Südmole)
PREISE:
25 Euro / Schüler und Studenten: 15 Euro Kinder bis 12 Jahre Eintritt frei.
TICKETS:
Theater-Service in Neustrelitz: 03981 20 64 00 Haus des Gastes in Waren: 03991 74 77 90 Und in allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Josefin Ristau in der Paraderolle als Sally Bowles mit den Kit-Kat-Girls. Fotos: Matthias Horn
Selten ist es mir nach einem Theaterbesuch schwerer gefallen, das Erlebte in Worte zu kleiden. Das musste sacken, wollte verarbeitet werden. Natürlich, das 1966 in New York uraufgeführte Stück (Musik John Kander, Liedtexte Fred Ebb und Buch Joe Masteroff) ist weltberühmt, aber es will auch erst einmal so unter die Haut gehend auf die Bühne gebracht werden. Mit dem Musical „Cabaret“, gestern im Neubrandenburger Schauspielhaus besucht, ist der Theater und Orchester GmbH eine herausragende Produktion gelungen. Das steht schon mal zu Protokoll.
Die Inszenierung stammt von Schauspieldirektor Maik Priebe. Als Nachtclubsängerin Sally Bowles brilliert mit enormer Leidenschaft Josefin Ristau. Die spielt sich die Seele aus dem Leib! Noah Alexander Wolf ist als Conférencier umwerfend, allein seine Mimik brennt sich schon ein. Robert Will gibt äußerst beeindruckend den Amerikaner Clifford Bradshaw. Marion Martienzen als Fräulein Schneider und Thomas Pötzsch als Herr Schultz spielen das tragische Paar herzergreifend. Und da wären noch Lisa Scheibner als Fräulein Kost und Florian Rast als Ernst Ludwig, die ihre Rollen sehr glaubhaft ausfüllen. Eine feine Leistung aller Mimen, auch gesanglich sehr passabel und von der mitten im Saal platzierten Band unter Leitung von Thomas Möckel großartig begleitet. Nicht zu vergessen die Kit-Kat-Girls. Wer sich unter dem Begriff „Hupfdohlen“ nichts vorstellen kann, muss sie tanzen gesehen haben. Herrlich!
Großer Musical-Erfolg im Unteren Schloss in Mirow: Die Inszenierung von „Romeo und Julia“ des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Neubrandenburg unter der Leitung von Christoph Deuter hat am Freitag und am Sonnabend zwei ausverkaufte Vorstellungen erlebt.
„Ich kann nur sagen: Es gibt Dinge, die sind gut, es gibt Dinge, die sind sehr gut und es gibt Dinge, die sind sehr besonders. Und man darf, ja man muss Christoph Deuter und dem gesamten Ensemble vor und hinter den Kulissen zurufen: Es war sehr, sehr besonders“, schreibt mir Mirows Bürgermeister Henry Tesch begeistert. „Besonders, weil diese unheimlich inspirierende Darstellung die Herzen von uns allen spielend erreicht hat. Besonders, weil das Ensemble, alle gemeinsam, diese beeindruckende Leistung vollbracht haben. Deshalb besonders für das Publikum und besonders für das Ensemble. Beides bleibt prägnant für diese Aufführung. Beides wird bleiben in unser aller Herzen.“
Heute im Schauspielhaus Neubrandenburg: Susanne Maier-Staufen, Christine Jacob, Thomas Möckel, Sven Müller, Stefanie Esser, Maik Priebe, Noah Alexander Wolf, Josefin Ristau, Thomas Pötzsch und Marion Martienzen (von links).
Zu Kostproben waren die Medienvertreter heute anlässlich des diesjährigen Sommerspektakels ins Neubrandenburger Schauspielhaus eingeladen. Seit 2014, gestartet wurde mit „Der Hauptmann von Köpenick“, gibt es das beliebte Angebot der TOG. Es erlebt seine zehnte Auflage mit dem Musical „Cabaret“ von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb. Und die wohl bisher gefragteste. Von den 2.812 zur Verfügung stehenden Tickets sind bereits 2.593 verkauft, das sind sage und schreibe 92 Prozent, wie Sven Müller mitteilte, Intendant der Theater und Orchester GmbH. Dabei ist das Kontingent schon größer als bislang.
Zwischen dem 7. Juni und dem 7. Juli sind 19 Vorstellungen im Kit-Kat-Club geplant. Momentan wird wegen der enormen Nachfrage geprüft, ob zusätzliche Vorstellungen angeboten werden können. „Aber es wird schwer, das zu stemmen, und das Problem werden wir wohl auch dann nicht lösen“, so der Intendant auf Nachfrage. Wer also den Welterfolg „Cabaret“ in er Vier-Tore-Stadt erleben will, muss sich sputen.
Müller und auch sein Schauspieldirektor Maik Priebe, der die Inszenierung übernommen hat, sprachen von einem (leider) wieder hochaktuellen Stück, nach dem die TOG nicht lange habe suchen müssen. Zur Entscheidung habe auch beigetragen, dass fast alle Rollen aus dem eigenen Ensemble besetzt werden können, erläuterte Priebe. Das sei nicht alltäglich. Im Kit-Kat-Klub werde „permanent die Hütte brennen“. „Cabaret“ stehe und falle aber mit dem Raumkonzept, und da sei wirklich Tolles gelungen, „was schon bei der ersten Präsentation zu innerlichen Ovationen geführt hat“.
Umtost und umbrandet
Für das Bühnenbild zeichnet Susanne Maier-Staufen verantwortlich, die nach eigener Aussage dafür gesorgt hat, dass das im ganze Saal an Tischen platzierte Publikum zu einem „invasiven Theatererlebnis“ gelangt, von der Handlung „umtost und umbrandet wird“. Schauspiel, Gesang und Tanz hautnah. Vorfreude kam auch beim Auftritt von Kostümbildnerin auf, die ihre beeindruckenden Entwürfe vorstellte. Choreograf Lars Scheibner lässt als Kit-Kat-Girls Profis und gecastete Amateure tanzen, unter Letzteren Mutter und Tochter.
Die musikalische Leitung hat Thomas Möckel, der höchstselbst in der in der Saalmitte spielenden Band mitwirken wird. „Jeder Song ist ein Hit“, schwärmte der bekannte Theatermusiker. In Neubrandenburg werden auch Songs aus der Verfilmung von „Cabaret“ erklingen. Möckel begleitete bei der Pressekonferenz am Klavier Noah Alexander Wolf, der den Conférencier gibt, beim bekannten „Willkommen, Bienvenue, Welcome!“, Josefin Ristau als Sally Bowles sowie als Gast Marion Martienzen (Fräulein Schneider) und Thomas Pötzsch (Herr Schulz) im Duett. In weiteren Rollen als Clifford Bradshaw Robert Will, als Fräulein Kost Lisa Scheibner und als Ernst Ludwig Florian Rast.
Die Buchhändler Grit und Peter Schmitt aus Mirow starten an Christi Himmelfahrt, dem 9. Mai, ihr diesjähriges Kultur- und Literaturprogramm. Auch, wenn Mirow touristisch betrachtet noch schläft, stehen die Schmitts bereits in den Startlöchern mit Kultur und Literatur 2024, so die Aussage der beiden Kulturarbeiter
Veranstaltungsort im ersten Halbjahr ist das „Untere Schloss“ in Mirow. Vorangegangene Adressen der Schmitt-Veranstaltungen wie die Remise und die Alte Feuerwache sind zu dieser Zeit belegt bzw. in Sanierung. Und für Open Air ist es noch etwas zu früh. „Wir werden versuchen, dem Unteren Schloss ein wenig Leben einzuhauchen“, so die Schmitts. Neben Lesungen, Kino und einer Musicalaufführung werden Edith Vetter (Photographie), Bodo Gottschalk (Öl auf Leinwand) und Gerhard Schneider (Papierschnitte) eine kleine Auswahl ihrer Werke präsentieren – und das vom 9. bis 12. Mai, an Pfingsten sowie während der Veranstaltungen im Sommer. Im selbigen Zeitraum werden auch wieder Büchertage stattfinden mit einer Auswahl von Büchern der Verlage Anaconda mit Klassikern der Weltliteratur, C.H. Beck, Beltz, dem KinderbuchVerlag, Diogenes, Kiepenheuer & Witsch, Kosmos und Zsolnay, der dieses Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert. Schließlich werden auch noch die Werke von Franz Kafka aus Anlass seines 100. Todestages sowie die von Erich Kästner zu seinem 125. Geburtstag vorgestellt.