
Das Antiquariat war zwischen den Feieragen noch einmal gut besucht. Im Hintergrund mit dem Rücken zum Fenster Bernd Techant im Gespräch.
Das Antiquariat im Neustrelitzer Hafenspeicher ist in den vergangenen Tagen noch einmal gut besucht worden. Schließlich ist es nun jahreszeitlich bedingt geschlossen. Ich hatte unter dem häuslichen Weihnachtsbaum mal wieder einen Büchergutschein gefunden und mich schnurstracke auf den Weg gemacht, um das Geschenk in einen Stapel Lesbares zu verwandeln. Zu meiner großen Freude habe ich den Altvater des Büchertempels Bernd Techant angetroffen, der es sich nicht hat nehmen lassen, am letzten Tag des Antiquariatsjahres Dienst zu schieben.
„Die Übernahme des Antiquariats durch den Freunde des Buches e.V. im vergangenen März hat sich sehr gelohnt“, erfuhr Strelizius von Bernd Techant. Den 45 Mitgliedern sei es gelungen, den Umsatz um einiges zu steigern, „so dass wir nach den jetzigen Zahlen in Sachen Miete und Betriebskosten klar kommen. Das ist schon eine sehr engagierte Truppe, angefangen beim Vorstand mit Christine Büttner an der Spitze.“
Fördermittel nicht leicht zu haben
Auch die vom Verein auf die Beine gestellten Kulturveranstaltungen seien erfreulich angenommen worden. Noch gut in Erinnerung sei die „Kleine Nacht der Künste“, als es im Speicher Musik, Film und Lesung gab. „Im kommenden Jahr solle es wieder zahlreiche kulturelle Angebote geben. Angedacht ist unter anderem, sich an „Kunst:offen“ zu Pfingsten zu beteiligen. Für die kulturelle Strecke bemühe sich der Verein auch um Fördermittel. Das sei laut Techant aber nicht einfach, da das Finanzamt dem Verein wegen des Buchgeschäfts die Gemeinnützigkeit abspricht.
Wieder zugänglich wird die Bücheradresse eine Woche vor Ostern. Damit soll dem Fotografen Axel Heller die Möglichkeit gegeben werden, bei Eröffnung seiner Bilder-Schau im Speicher dabei zu sein. Es ist die inzwischen vierte Ausstellung, die hier gezeigt wird.