In Sachen Ortsumgehung Dargun (Strelitzius berichtete) haben mich nun doch noch positive Nachrichten aus der Stadt im Peene-Tal erreicht. Seit dem 9. Oktober führt das Bundesverkehrsministerium die Umgehung ganz offiziell in der Liste der baureifen Bundesstraßenprojekte, teilt mir einer der Darguner Aktivisten mit.
Enttäuschung in Dargun: Der Bundeshaushalt ’25, der letzte Woche verabschiedet wurde, berücksichtigt das mit 13 Millionen Euro veranschlagte Projekt Ortsumgehung Dargun im Verlauf der B 110 nicht, und auch im aktuellen Entwurf des Bundeshaushaltes ’26 findet sich kein Eintrag dazu. Darauf haben mich zwei Jahre nach Planfeststellung Bürger aufmerksam gemacht.
Johannes Arlt kämpft im Bundestag um die von der Regierung im Haushaltsentwurf nicht berücksichtigten Ortsumgehungen Mirow und Dargun. Foto: Team Arlt
Über den Buschfunk hat es sich ja bereits herumgesprochen. Nun habe ich es mir von unserem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt noch einmal offiziell bestätigen lassen. Neben der Ortsumgehung Dargun (Strelitzius berichtete) ist auch die Ortsumgehung Mirow nicht im Haushaltsplanentwurf der Bundesregierung für 2025 enthalten. Da hatten wir uns alle wohl zu früh auf den ersten Spatenstich noch 2024 gefreut.
Bei einem Treffen von Vertretern der Stadt Dargun und Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Schwerin diesen Dienstag wurde deutlich, dass ein Baustart für die Ortsumgehung (OU) erst erfolgen kann, wenn die notwendigen Mittel in den Bundeshaushalt eingestellt worden sind. Nun sei der Verfahrensstand aber so, dass der derzeitige Entwurf des Bundeshaushalts 2025, die erste Lesung hat stattgefunden, unter „Verkehrswegeinvestitionen“ die OU Dargun (Strelitzius berichtete) gar nicht berücksichtigt, wie mir verärgerte Bürger angesichts einer aus ihrer Sicht „nicht sonderlich transparenten Informationspolitik“ der Behörde schreiben.
Daher sei Stand heute davon auszugehen, dass die Mittel aus Berlin im Haushalt 2025 nicht berücksichtigt werden. Damit sei ein Baustart nun nicht mehr absehbar. Ob dann im nächsten Jahr die Maßnahme in den Bundeshaushalt 2026 eingestellt wird, bleibe abzuwarten, erscheine aber vor dem Hintergrund der jetzigen Nichtberücksichtigung als unwahrscheinlich, heißt es in dem Schreiben an Strelitzius. „In diesem Falle wäre das Projekt gescheitert und alle Vorarbeiten hinfällig.“
Die Absender fassen zusammen: „Würde die Maßnahme entgegen den oben getroffenen Annahmen nun nächstes Jahr also für den Haushalt 2026 eingestellt werden, dann könnte laut PG Großprojekte Landesamt für Straßenbau Schwerin die europaweite Ausschreibung (die 9 Monate dauert) Ende ’25/Anfang ’26 gestartet werden und ein frühestmöglicher Baustart wäre folglich der Herbst ’26. Dies wie gesagt nur unter dem nunmehr unwahrscheinlichen Szenario, dass die OU Dargun in den Haushalt eingestellt werden wird.“
Für die Darguner scheint „der Zug im Grunde abgefahren“. Das haben sie auch ihrem Bundestagsabgeordneten Johannes Arlt mitgeteilt. Und weil die Darguner schon mal beim Nachschauen waren, haben sie den Etatentwurf auch noch nach der Ortsumgehung Mirow abgesucht. Die auch nicht auftaucht. Wonach für dieses Großprojekt die selbe beschriebene Situation gelte. Stellungnahmen der Zuständigen gern.
Der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Dargun in der Mecklenburgischen Seenplatte hat nun seine Bestandskraft erlangt. Gegen die planfestgestellte Trasse des knapp 3,2 Kilometer langen Streckenabschnitts wurde kein Rechtsbehelf eingelegt. „Ziel der neuen Umfahrung ist es, die Verbindung zwischen Demmin und Rostock sowie über die Bundesautobahn A 20 in Richtung Westen zu verbessern. Weiter wird die Verkehrssicherheit, der Schwerlastverkehr in Dargun minimiert sowie die Lärm- und Luftschadstoffimmissionen gesenkt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
Damit ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig und das für die Umsetzung zuständige Straßenbauamt Schwerin kann die nächsten Schritte für den Bau der Ortsumgehung einleiten. Dazu gehört unter anderem der Erwerb von Grundstücken, um die Ortsumgehung wie geplant zu bauen. Die ersten Gespräche mit den Grundstückseigentümern sollen in den nächsten Wochen beginnen. Die Baufeldfreimachung für die neue Ortsumgehung ist noch in diesem Jahr geplant.
Die Ortsumgehung soll nördlich der Stadt Dargun verlaufen. Sie beginnt kurz hinter der Einmündung der Landesstraße 231 nach Alt Kalen, umgeht die ehemalige Mülldeponie und schließt in Höhe Neubauhof an die Bundesstraße 110 in Richtung Demmin an. In den Neubau der Ortsumgehung werden 14 Millionen Euro investiert.
Heiko Kärger (links) und Thomas Diener auf dem Jahresempfang.
Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat am vergangenen Freitag in der Darguner Kloster- und Schlossanlage den wegen der Corona-Pandemie zwei Jahre ausgefallenen traditionellen Jahresempfang ausgerichtet. Geladen waren rund 250 Gäste aus den Bereichen Kultur, Ehrenamt, Politik und Wirtschaft.
Übergabe des Förderbescheides an die MVVG: Thomas Müller, Dirk Rautmann und Torsten Grahn (von rechts).
Für eine deutliche Investitionsverbesserung im ÖPNV, vor allem für den Buslinien-Verkehr, erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Verlauf von fünf Jahren Zuwendungen aus dem Finanzausgleichsgesetz Mecklenburg-Vorpommern. In jedem Jahr handelt es sich um 1,9 Millionen Euro, beginnend 2020 (Strelitzius berichtete). Die Mittel für das vergangenen Jahr sind ausgereicht. Der Stellvertretende Landrat Thomas Müller hat gestern an den Geschäftsführer der MVVG, Torsten Grahn, den ersten Zuwendungsbescheid aus dem Fördervolumen 2021 in Höhe von 176.000 Euro übergeben. Mit diesem Teilbescheid wird die Anschaffung von sechs Kleinbussen gefördert.
In diesem Zusammenhang wurde das „On-Demand-Konzept“ vorgestellt, welches durch das kreiseigene Unternehmen MVVG umgesetzt wird. „Das flexible Rufbussystem, welches zukünftig im ganzen Landkreis angeboten werden soll, erfüllt die Forderung der Bevölkerung nach bedarfsgerechter Mobilität“, erläuterte Thomas Müller. Im Verkehrsraum Demmin, Demminer Land, Dargun sowie im Raum Friedland wird die erste Stufe ab dem 1. August 2021 wirksam.
Ein weiterer Vertrag für den Breitbandausbau im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist unterschrieben worden. Er sieht die Breitbanderschließung sogenannter weißer Flecken im Projektgebiet MSE 23_14 mit den Gemeinden Borrentin, Dargun, Meesiger, Nossendorf, Schönfeld, Sommersdorf, Verchen und Warrenzin vor. In dem Projektgebiet werden 220 Kilometer Tiefbauarbeiten erforderlich sein, um über 2.200 Haushalte und 330 Gewerbetreibende mit schnellen Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Die Ausbauarbeiten sollen bis zum 30. Juni 2024 abgeschlossen werden.
Landrat Heiko Kärger und der 1. stellvertretende Landrat Kai Seiferth sowie die Geschäftsführer der Landwerke M-V Breitband GmbH Frank Schmetzke und Caspar Baumgart unterzeichneten den Vertrag. Die Landwerke M-V Breitband GmbH mit Sitz in Neustrelitz ist im Landkreis schon beim Breitbandausbau in den Projektgebieten von Woldegk, der Feldberger Seenlandschaft und Demmin tätig.
Die touristische Karte „Geheimtipp Kummerower See“ ist da. Angelika Groh hat sie mir – ganz Blogfreundin – gleich geschickt, denn Strelitzius schaut sich bekanntermaßen gern mal in der Nachbarschaft um. Die Karte wurde in den vergangenen Monaten liebevoll und detailreich von Stefanie Lange in ihrem Grafik Design Büro in Dargun in Zusammenarbeit mit Angelika Groh, Tourismuskoordinatorin vom Netzwerk RUN e.V., gestaltet. Viele werden ihre Häuser und Sehenswürdigkeiten wiedererkennen, sind sich die Macherinnen sicher.
„Um als Urlaubsregion wahrgenommen zu werden, braucht man heute nicht nur eine Internetseite sondern auch eine gedruckte Karte, die die Region auf unverwechselbare Weise abbildet2, so Angelika Groh. Nachdem die Internetseite www.1000seen.de/kummerowersee nun seit Ostern online sei, werde die Lücke zu Saisonbeginn geschlossen und die Karte „Geheimtipp Kummerower See“ auf den Markt gebracht.
Sehenswürdigkeiten durch Zahlen und Farbcode gekennzeichnet
Aufgefaltet hat die Karte ein A2-Format, gefaltet das praktische Hosentaschenformat A6. Auf der Vorderseite sieht man die Angebote der Region, deren Sehenswürdigkeiten (point of interests – POI ) durch Zahlen und einen Farbcode gekennzeichnet sind. Die Rückseite listet diese POI´s dann detailliert nach Kategorien auf. Diese Kategorien decken sich mit denen auf der Internetseite, so dass beim Recherchieren im Netz die gleiche Struktur vorhanden ist. So finden z.B. Familien sehr schnell Ziele und Anregungen für ihre Kinder oder Paddler Verleihstationen. Weiterlesen →
Irgendwie hatte unsereins um den Jahreswechsel herum unbedarft gedacht, das mit der Geflügelpest sei für diesmal ausgestanden. Statt dessen rückt die gefährliche Seuche wieder näher. Im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Geflügelpest bei Puten im Nachbarkreis Vorpommern-Rügen hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Es erstreckt sich auf Groß Methling und Klein Methling, die zum Ortsteil Stubbendorf der Stadt Dargun gehören.
In diesem Beobachtungsgebiet dürfen Geflügel oder andere gehaltene Vögel nicht aus den Beständen verbracht werden. Auch frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie andere vom Geflügel stammende Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte dürfen weder in einen Bestand gebracht, noch aus einem Bestand verbracht werden. Die Geflügelställe dürfen von Unbefugten nicht betreten werden.
Nach Kenntnis des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes sind im Beobachtungsgebiet acht Geflügelhalter von den strengen Auflagen betroffen. Tierhalter, die ihr Geflügel nicht beim Amt gemeldet haben, sollten das spätestens jetzt sofort nachholen. Die Tierseuchenverfügung ist auf der Internetseite des Landkreises www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de veröffentlicht.