Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert hat sich in Berlin mit Staatssekretär Christian Hirte aus dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) über die nächsten Schritte an der Bundesstraße B 96 verständigt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Entscheidung hinsichtlich der weiteren Umsetzung der Westumfahrung Fürstenberg oder der Mittelvariante entlang der vorhandenen Bahnstrecke.
Mein geschätzter Leser Uwe Born aus Peetsch hat noch einmal alle Register gezogen. In seiner jüngsten Einsendung visualisiert er die am Ortsrand von Mirow geplanten Windkraftanlagen (Strelitzius berichtete) aus der Sicht der Einfahrt zum Parkplatz Edeka und Aldi.
Als „in der Summe unglaublich“ hat der Amtsvorsteher der Mecklenburgischen Kleinseenplatte und Bürgermeister von Mirow, Henry Tesch, die anhängende Antwort auf einen Offenen Brief an den Regionalen Planungsverband bezeichnet. Darin hatten Tesch und seine Amtskollegen in Wesenberg, Wustrow und Priepert moniert, dass der Verband keine Informationsveranstaltung zum Stand der Windkraftanlagen-Planung in der Kleinseenplatte vorsieht (Strelitzius berichtete).
Er frage sich, so Tesch mir gegenüber, welches Verständnis der unterzeichnende Leiter der Geschäftsstelle des Planungsverbandes, Peter Seifert, von Demokratie besitze bzw., ob dessen Auffassung durch die Mitglieder des Verbandes gedeckt ist.
Soll das Reitbahnviertel wirklich vom Reitbahnsee durch eine Umgehungsstraße abgetrennt werden? Können wir es uns leisten, wertvolle Naturräume in der Tollenseniederung und knappe Gewerbeflächen in der Ihlenfelder Vorstadt an eine Umgehungsstraße zu verlieren? Diese Fragen stellen die Neubrandenburger Grünen.
Wenn es nach dem Willen der Stadtentwickler und Verkehrsplaner der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg gehe, werde diese Idee aus dem letzten Jahrtausend auch im neuen Stadtentwicklungskonzept (ISEK2035+) konserviert. So sehe es zumindest eine Beschussvorlage der Verwaltung vor, über die die Stadtvertretung am 27. März abstimmen wird, geht auf einer Pressemitteilung der Grünen hervor..
Der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Dargun in der Mecklenburgischen Seenplatte hat nun seine Bestandskraft erlangt. Gegen die planfestgestellte Trasse des knapp 3,2 Kilometer langen Streckenabschnitts wurde kein Rechtsbehelf eingelegt. „Ziel der neuen Umfahrung ist es, die Verbindung zwischen Demmin und Rostock sowie über die Bundesautobahn A 20 in Richtung Westen zu verbessern. Weiter wird die Verkehrssicherheit, der Schwerlastverkehr in Dargun minimiert sowie die Lärm- und Luftschadstoffimmissionen gesenkt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
Damit ist der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig und das für die Umsetzung zuständige Straßenbauamt Schwerin kann die nächsten Schritte für den Bau der Ortsumgehung einleiten. Dazu gehört unter anderem der Erwerb von Grundstücken, um die Ortsumgehung wie geplant zu bauen. Die ersten Gespräche mit den Grundstückseigentümern sollen in den nächsten Wochen beginnen. Die Baufeldfreimachung für die neue Ortsumgehung ist noch in diesem Jahr geplant.
Die Ortsumgehung soll nördlich der Stadt Dargun verlaufen. Sie beginnt kurz hinter der Einmündung der Landesstraße 231 nach Alt Kalen, umgeht die ehemalige Mülldeponie und schließt in Höhe Neubauhof an die Bundesstraße 110 in Richtung Demmin an. In den Neubau der Ortsumgehung werden 14 Millionen Euro investiert.